25. Oktober 2021 / 13:21 Uhr

Stetig grüßt das Murmeltier: FC Bad Lausick verliert drittes Heimspiel mit 0:4

Stetig grüßt das Murmeltier: FC Bad Lausick verliert drittes Heimspiel mit 0:4

Hans-Peter Weiske
Leipziger Volkszeitung
Der entscheidende Moment: Bad Lausicks Torwart Schötzke kann einen Elfmeter erst abwehren, ist allerdings im Nachschuss chancenlos.
Der entscheidende Moment: Bad Lausicks Torwart Schötzke kann einen Elfmeter erst abwehren, ist allerdings im Nachschuss chancenlos. © Jens Paul Taubert
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Die Anhänger des FC Bad Lausick haben ein erneutes Déjà-vu. Denn die Kurstädter unterliegen gegen den benachbarten Bornaer SV zum dritten Mal in dieser Saison in einem Heimspiel mit 0:4. Die Torschützen für die Gäste sind Schötzke, Günther, Almoussa und Wangermann.

Bad Lausick. Die Heimspiele des FC Bad Lausick in der Landesklasse Nord gleichen derzeit einem Déjà-vu-Erlebnis. Wieder weitgehend mitgehalten, wieder einige Chancen erspielt und dennoch am Ende mehr als deutlich unterlegen, weil eben nur der Gegner seine Chancen zu nutzen versteht. Hinzu kam ein Schiedsrichterkollektiv, das auch schon bessere Nachmittage erlebt haben dürfte. Zunächst tauschten sie die Aufgaben, weil der eigentliche Schiedsrichter sich nicht wohl fühlte, in der Halbzeitpause fanden die Unparteiischen den Schlüssel zur Kabine nicht und auch die Angabe, das 0:1 sei durch einen Strafstoß gefallen, entsprach nicht ganz den Tatsachen.

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Die Kurstädter mit neuem Schwung

Unstrittig war, dass der Bornaer Marik Mäder unfair zu Fall gebracht wurde. Dass er überhaupt erst aus stark abseitsverdächtiger Stellung in den Strafraum starten konnte, blieb dem Assistenten verborgen. Bis zur entscheidenden Szene, Baetge scheiterte mit dem schwach geschossenen Strafstoß zunächst an Schötzke, schob den nach vorn abgewehrten Ball im Nachschuss aber über die Linie (29.), war die Partie weitgehend ausgeglichen. Wenig später sorgte der BSV bereits für klare Verhältnisse: Ein Zuspiel von links hatte Majd Almoussa perfekt zu Justin Günther prallen lassen, der den Ball sehenswert ins rechte obere Eck schlenzte (32.).

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Nach dem Seitenwechsel musste der seit Wochen angeschlagene Matthias Walter passen, doch die Kurstädter kamen mit neuem Schwung aus der Kabine. Die Frage: Wie wäre das Spiel verlaufen, wenn die Kopfbälle von Andreas Streubel (52.) und des eingewechselten Steffen Salbach (56.) nicht zweimal auf der Linie geklärt worden wären?


Die Gäste erkannten die Gefahr, bis zur 65. Minute hatten sie zwar mehrfach das FC-Tor ins Visier genommen, doch die Schüsse wurden zur sicheren Beute von Schötzke. Nach 68 Minuten die Entscheidung: Lausicks Keeper lässt sich auf der linken Seite, bekanntermaßen bei Nässe die schwierigste Ecke des Platzes, auf ein Duell mit Almoussa ein. Der setzt sich durch, erobert und hebt den Ball von links zum 0:3 ins verlassene Kurstädter Tor.

Das Geschehen wurde nie langweilig

Langweilig wurde es im Anschluss keinesfalls. Die Lausicker griffen weiter mutig an, kassierten in der 75. Minute einen Konter und standen nach langen Diskussionen nur noch mit neun Aktiven auf dem Platz. Der zuvor verwarnte Florian Schmiedel ging kurz vor dem Strafraum in einen Zweikampf, traf sowohl Ball als auch Gegenspieler und erhielt dafür die Ampelkarte – eine harte Entscheidung. FC-Keeper Schötzke, der den Schiedsrichter im Anschluss einige unschöne Worte zurief, sah berechtigterweise die rote Karte.

Ersatztorwart Jonas Berger wurde obendrein kalt erwischt, als Etienne Wangermann den anschließenden Freistoß um die Mauer drehte und auf 0:4 stellte (79.).