07. April 2021 / 15:49 Uhr

Sticheleien zwischen Wolfsburgs Schlager und Frankfurts Ilsanker: "Er hat sich gewünscht, dass ich gesperrt bin..."

Sticheleien zwischen Wolfsburgs Schlager und Frankfurts Ilsanker: "Er hat sich gewünscht, dass ich gesperrt bin..."

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Treffen aufeinander: VfL-Profi Xaver Schlager und Frankfurts Stefan Ilsanker (kl. Bild, l.), die in der österreichischen Nationalmannschaft immer viel Zeit miteinander verbringen.
Treffen aufeinander: VfL-Profi Xaver Schlager und Frankfurts Stefan Ilsanker (kl. Bild, l.), die in der österreichischen Nationalmannschaft immer viel Zeit miteinander verbringen. © Roland Hermstein/Imago Images
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Am Samstag muss der VfL Wolfsburg bei Eintracht Frankfurt ran. Vor dem Duell gab's schon ein paar Sticheleien unter Kumpels...

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Sie kennen sich bestens aus der österreichischen Nationalmannschaft, verbrachten dort zuletzt viel Zeit zusammen, doch am Samstag (15.30 Uhr) treffen sie mit ihren Teams im direkten Duell aufeinander: VfL-Profi Xaver Schlager und Frankfurts Stefan Ilsanker. Sticheleien zwischen dem Mittelfeldmann des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten und dem Abräumer der Eintracht gab's bereits in der gerade abgeschlossenen Länderspielpause.

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Schlager und Ilsanker - zwei Ösis, die sich kennen und schätzen: Während Schlager bis 2015 im Nachwuchsbereich von RB Salzburg unterwegs war, war Ilsanker schon fester Bestandteil der Profis. Schließlich ist der Frankfurter satte acht Jahre älter als der Wolfsburger. Schlager schaffte den Sprung in den Herrenbereich 2015 beim FC Liefering, Ilsanker hingegen entschied sich im selben Jahr für einen Wechsel zu RB Leipzig, ehe es ihn im Januar 2020 nach Hessen verschlug. Zu diesem Zeitpunkt war Schlager schon ein halbes Jahr in Wolfsburg. Doch durch die Nationalmannschaft besteht bis heute Kontakt - in der jüngsten Länderspielpause haben sie "immer zusammen gewürfelt und uns auf das Spiel gefreut", so Schlager. Doch es ging nicht ohne Sticheleien. "Er hat sich gewünscht, dass ich da gesperrt bin, aber das bin ich zum Glück nicht", so der VfLer schmunzelnd.

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Schlager dagegen freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Kumpel. "Ich würde mich freuen, wenn er spielt. Er ist ein super Typ und es sind immer heiße Duelle mit ihm, weil er mit vollem Einsatz spielt." Auch Landsmann Martin Hinteregger kennt Schlager gut, "aber da er nicht bei der Nationalmannschaft dabei war, haben wir auch nicht über das Spiel geredet". Mit Trainer Adi Hütter (ebenfalls Österreicher) hat der Wolfsburger jedoch "gar keine Berührungspunkte", obwohl auch der Coach eine Zeit lang bei RB tätig war, aber "in Salzburg habe ich ihn nicht wirklich kennengelernt".

Doch bei aller Sympathie zu seinen Landsmännern - am Samstag soll der nächste Sieg her. Und damit der Vorsprung des Tabellendritten auf den Viertplatzierten ausgebaut werden. Doch genau wie VfL-Trainer Oliver Glasner schaut auch Schlager lieber auf den drei Punkte vor den Wolfsburger liegenden Tabellenzweiten Leipzig. "Ich finde den Ansatz sehr gut", sagt die Pressing-Maschine des VfL. "Wenn man ans Verteidigen denkt, hat man immer was zu verlieren. Aber wir haben nichts zu verlieren, wir haben eine super Saison gespielt." Daher solle das Team den Elf-Punkte-Puffer auf Rang fünf nicht nur verteidigen, "sondern einfach drauf los spielen". Es sei "immer besser nach vorn zu schauen als nach hinten. Der Erstplatzierte in der Formel 1 schaut auch nicht andauernd in den Rückspiegel, sondern will seinen Vorsprung ausbauen."

Dass der VfL in dieser Saison etwas Großes packen kann, damit beschäftigt sich Schlager nicht, "weil es erst erreicht ist, wenn wir es erreicht haben". Dennoch leugnet er nicht, dass er auch gern mal in der Königsklasse auflaufen würde. "Jeder Fußballer wäre gern mal dabei", sagt Wolfsburgs Nummer 24. "Wenn wir unsere Leistung abrufen, kommt es sowieso von allein. Ich muss nicht die ganze Zeit auf die Tabelle schauen." Denn das würde niemandem helfen. Ob es für die Champions League reicht, entscheide sich am Ende. Schlager: "Ich kann nicht hellsehen. Wir sollten in der Gegenwart schauen. Es ist immer interessant, wie wir Menschen versuchen, die Zukunft zu lesen. Aber im Endeffekt kommt es immer ganz anders. Daher mache ich keine Rechenspiele."