13. Januar 2022 / 18:29 Uhr

Stimmen aus dem Muldental zu Corona-Lockerungen: "Sind erleichtert, überhaupt wieder trainieren zu können"

Stimmen aus dem Muldental zu Corona-Lockerungen: "Sind erleichtert, überhaupt wieder trainieren zu können"

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Die Fußballer des FC Grimma wollen am Montag auf den Trainingsplatz zurückkehren.
Die Fußballer des FC Grimma wollen am Montag auf den Trainingsplatz zurückkehren. © Karsten Hannover
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Vom Freitag an treten in Sachsen Lockerungen für die Sportvereine in Kraft. Bis zu einem Normalzustand und dem Einstieg in den geregelten Spielbetrieb scheint es aber noch ein weiter Weg. Wir haben Stimmen aus dem Muldental gesammelt.

Grimma/Wurzen. Es ist ein kleiner Lichtblick für den Breitensport: Ab dem 14. Januar sollen Training und Wettkämpfe grundsätzlich statt wie bislang nur bis zum vollendeten 16. künftig bis zum vollendeten 18. Lebensjahr – sprich bis zum 18. Geburtstag – möglich sein. Und auch im Erwachsenenbereich können auf Basis der neuen Regelungen das Training und perspektivisch auch der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden.

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„Die Anpassung im Kinder- und Jugendbereich freut mich ganz besonders, da wir über alle Sparten hinweg eine sehr große Nachwuchsabteilung haben“, so Uwe Herrmann, Vize-Präsident des BSC Victoria Naunhof. Im Erwachsenenbereich müsse man schauen, wie viele Übungsleiter kurzfristig zur Verfügung stehen. „Für den Moment sind wir grundsätzlich darüber erleichtert, dass wir überhaupt wieder trainieren können“, so Herrmann. Welchen Umfang allerdings die Trainingsbeteiligung etwa bei den beiden ersten Handball-Mannschaften – die Frauen spielen in der Bezirksliga, die Herren in der Bezirksklasse – haben wird, könne er zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. „Wir haben ja nicht detailliert erfasst, wer genesen oder geimpft ist, beziehungsweise wer welchen Status hat. Ich gehe aber davon aus, dass die diesbezügliche Quote in unserem Verein dem Bevölkerungsdurchschnitt ähneln wird.“

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Auch beim SV Tresenwald Machern, dessen erste Fußball-Mannschaft in der Kreisoberliga beheimatet ist, verfügt man laut Teammanager und Fußball-Abteilungsleiter Michael Hepner nicht über genaue Daten. „Wir versuchen natürlich, auf der Grundlage der neuen Regelungen unseren Mitgliedern das Sporttreiben zu ermöglichen. Grundsätzlich wälzt aber nach meinem Dafürhalten die Politik die Verantwortung einmal mehr auf die Vereine ab“, klagt Hepner. Für seinen Verein erschwerend hinzukomme, dass er zwar in der Sportanlage Tresenwald sozusagen der Hausverein sei, aber andererseits eben doch auch nur ein Mieter unter mehreren, der sich an der Hausordnung und in Corona-Zeiten auch den Hygienereglementarien des Vermieters orientieren müsse. „Deshalb wird bei uns so ganz schnell der Ball noch nicht rollen.“


Vorbereitung auf Trainings-Wiederaufnahme

Nicht rollen, sondern fliegen wird er beim Bornaer Handballverein 09 möglicherweise bereits in der nächsten Woche. „Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es eine trainingsfähige Beteiligung der Mitglieder geben wird“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Roberto Massing. Diesem zufolge hat sein Verein in der jüngeren Vergangenheit sein Training bereits mehrfach unter den diversen G-Regelungen durchgeführt und von daher ein gutes Bild über den Impf- beziehungsweise den Genesenenstatus seiner Mitglieder. „Aber uns wird nichts anderes übrig bleiben, als den aktuellen Status jetzt noch einmal zu erfragen und zu überprüfen.“

Auch beim Fußball-Oberligisten FC Grimma bereitet man sich auf eine zeitnahe Trainings-Wiederaufnahme vor. „Das Corona-Regelwerk ist zwar umfangreich, wir werden aber seine Umsetzung aufgrund der Größe unseres Vereins sowohl in finanzieller wie auch logistischer Hinsicht hinbekommen“, beschreibt Vorstandsvorsitzender Daniel Kurzbach die aktuelle Situation. Die Spieler könnten allerdings hinsichtlich ihrer Zugangsberechtigung zum Training nicht über einen Kamm geschert werden. „Am einfachsten ist das Handling noch bei denen, die als Mini-Jobber im Verein tätig sind und dieser Tätigkeit auf Basis der seit geraumer Zeit am Arbeitsplatz geltenden 3G-Regelung nachgehen“, so Kurzbach. Er gehe jedoch davon aus, dass sich für jeden Spieler eine Lösung finden werde und dass deshalb der Trainingsauftakt unter großer Beteiligung stattfinden könne. Coach Kunert: „Ich freue mich, dass wir endlich wieder auf den Rasen können. Bis dies am Montag der Fall sein wird, werden wir am Freitag letztmalig eine virtuelle Trainingseinheiten durchführen, mit denen wir uns in den vergangenen Wochen über Wasser gehalten haben.“