17. Oktober 2020 / 17:39 Uhr

Stimmen nach dem Drittliga-Spiel VfB Lübeck gegen Dynamo Dresden

Stimmen nach dem Drittliga-Spiel VfB Lübeck gegen Dynamo Dresden

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Kontrovers diskutierte Szene: Ryan Malone geht nach seinem Platzverweis in die Katakomben.
Kontrovers diskutierte Szene: Ryan Malone geht nach seinem Platzverweis in die Katakomben. © 54°/Felix König
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O-Töne aus dem Dietmar-Scholze-Stadion an der Lohmühle - So bewerten Rolf Landerl, Mirko Boland und Co. das 0:1 gegen Dynamo.

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Lübecks Trainer Rolf Landerl: „Wir haben versucht, ein offenes Spiel zu gestalten, indem wir mutig sein wollten. Die Rote Karte, hinter der ich ein großes Fragezeichen stelle, hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben versucht, es mit Leidenschaft und Geschlossenheit zu kompensieren. Über dieses Investment sind wir zu Möglichkeiten gekommen und hätten uns belohnen können. Es ist schwierig, alles weg zu verteidigen. Unterm Strich ist es schön zu hören, wenn man Respekt gezollt bekommt. Doch können wir uns dafür wirklich nicht viel kaufen. Das Spiel hat Körner gekostet. Wir haben alles augekotzt, was wir hatten.“

Dresdens Trainer Markus Kauczinski: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Es ging relativ schnell los mit der Roten Karte. In dieser Szene kann man auch die Gelbe Karte zeigen. Für mich war das nicht unbedingt Rot. In Überzahl haben wir nicht immer die richtige Entscheidung getroffen. Wir haben zu umständlich gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir bessere Lösungen gefunden. Am Ende haben wir den Sieg mehr über die Zeit gezittert, als gespielt. Großen Respekt vor dem VfB Lübeck für eine gute kämpferische Leistung. Ich ziehe den Hut dafür. Sie haben uns mehr als abverlangt. Das war ein Arbeitssieg beziehungsweise ein dreckiger Sieg. Mit der Punkteausbeute sind wir zufrieden, können uns aber steigern.“

VfB Lübeck verliert knapp gegen Dynamo Dresden (17.10.2020)

Schon früh in der Partie gab es reichlich Diskussionsbedarf auf Seiten der Lübecker: Patrick Hobsch (l.) und Mirko Boland (m.) haben nach der frühen Roten Karte für Ryan Malone Fragen an Schiedsrichter Dr. Max Burda. Zur Galerie
Schon früh in der Partie gab es reichlich Diskussionsbedarf auf Seiten der Lübecker: Patrick Hobsch (l.) und Mirko Boland (m.) haben nach der frühen Roten Karte für Ryan Malone Fragen an Schiedsrichter Dr. Max Burda. ©

Lübecks Mittelfeldspieler Mirko Boland: „Das ist unfassbar ärgerlich. Ich musste nach dem Spiel schmunzeln, weil es für uns nicht läuft. Wir haben einfach kein Matchglück. Wir haben einen großen Fight geliefert, belohnen uns aber einfach nicht. Wir können auf die gezeigte Leistung und Einsatz aufbauen und werden das Glück auf unsere Seite holen. Diese Momente müssen wir auf unsere Seite holen. Da müssen wir weiter hart arbeiten. Vorteil ist, dass wir eine englische Woche vor der Brust haben. Ich hoffe, dass wir in München den Angriff auf die ersten drei Punkte machen. Es ist noch früh in der Saison. Wir lassen uns nicht verrückt machen. Das was die Mannschaft heute geleistet hat, ist allerehrenwert. Wir sind eine fitte Mannschaft und haben gezeigt, dass wir auch nach hinten heraus Luft haben. Man kann viel mit Willen wegmachen, was aber keine Ausrede sein soll.“

Fans und Mannschaft nach der Partie

Verteidiger Osarenren Okungbowa, der sein Startelfdebüt für den verletzten Kapitän und Abwehrchef Tommy Grupe gefeiert hat: „Der Dresdner Stürmer Hosiner war einen Schritt vor mir. Er hat das offensiv gut gemacht. Ich hätte versuchen können, einen Schritt vor den ersten Pfosten zu kommen. Dann kann ich die Situation glaube ich klären. Ich bin froh, dass ich eine Chance bekommen habe. Ärgerlich, dass wir keinen Punkt mitgenommen haben. Wir haben viel investiert. Das war eine gute Leistung. Wir hatten Chancen. Das ist bitter, einfach ärgerlich.“

Tribünengast Oliver Zapel, zuletzt Trainer bei der SG Sonnenhof Großaspach: "Echt schade für das erneut großartige Lübecker Publikum, dass es leider wieder nicht zum so wichtigen ersten Sieg gelangt hat. Da war heute mehr drin, trotz unberechtigter Unterzahl."