03. Oktober 2020 / 17:21 Uhr

Stimmen nach dem Drittliga-Spiel VfB Lübeck gegen MSV Duisburg

Stimmen nach dem Drittliga-Spiel VfB Lübeck gegen MSV Duisburg

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
VfB-Trainer Rolf Landerl, VfB-Pressesprecher Christian Jessen und MSV-Trainer Torsten Lieberknecht (v. l.).
VfB-Trainer Rolf Landerl, VfB-Pressesprecher Christian Jessen und MSV-Trainer Torsten Lieberknecht (v. l.). © Volker Giering
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Der Gästetrainer zeigt sich beeindruckt vom Auftritt des Aufsteigers: "Hier werden noch einige Mannschaften Punkte lassen.“

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VfB-Trainer Rolf Landerl: „Wir haben gewusst, dass Duisburg eine enorme spielerische Qualität hat, und haben versucht, im Block gut zu agieren. Das ist uns phasenweise gut gelungen. In der ersten Halbzeit habe ich ein offenes Spiel gesehen. Im zweiten Abschnitt fand ich, dass wir gut im Spiel waren. Speziell beim 1:0 waren wir griffig. Genau in dieser Phase bringen wir uns um die Früchte. Wir haben leichtfertig den Ball verloren und Duisburg zurück ins Spiel geholt. Danach ging es um das Verteidigen. Wir haben auf ein 5-4-1-System umgestellt und hatten dann wieder einen besseren Zugriff. Meine Mannschaft hat einen großen Kampf gezeigt, was gerade die Mentalität anbelangt. Wir haben uns in vieles reingeworfen, was wir selbst verschuldet haben. Wir müssen die Intensität weiter annehmen. Klar, haben wir auf den ersten Dreier gehofft. Doch ist der Punkt kein Beinbruch.“

Comebacker Florian Riedel: „Das war ein Wechselbad der Gefühle. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Das waren vier Trainingseinheiten nach einer fünfwöchigen Verletzungspause. Ich bin noch nicht bei einhundert Prozent. Es war besprochen, dass ich solange spiele, wie es geht. Ich habe versucht, es mit Mentalität auszugleichen. Eine gewisse Erfahrung habe ich ja. Das war der richtige Schritt für mich, um Vertrauen zu bekommen, dass der Muskel hält. Vielleicht hält es beim nächsten Mal schon eine Minute länger. Ansonsten war unser Matchplan gut, die Mentalität insgesamt überragend. Die individuelle Fehler werden ganz anders bestraft als in der Regionalliga. Da müssen wir noch cooler und souveräner werden. Damit haben wir den Gegner aufgebaut. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald den ersten Dreier einfahren werden. Auch wenn wir nur zwei Punkte aus drei Spielen haben, brauchen wir über Druck nicht zu reden. Dafür ist die 3. Liga viel zu ausgeglichen. Seit zwei Jahren halten wir es so, dass wir von Spiel zu Spiel gucken. Ich sehe, keinen Grund, in Hektik zu verfallen. Am Ende werden wir schon unseren Weg gehen.“

Torschütze Yannick Deichmann: „Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt. Wenn es sein muss auch ganz vorne. Ich versuche, meine Arbeit zu erledigen und freue mich, wenn es gut klappt. Vor dem 1:0 hat mich Marvin gut freigespielt. Ich habe den Ball gar nicht so gut mitgenommen. Um so mehr bin ich froh, dass ich das Ding unten rechts eingewurschelt habe. Zum Schluss hatten wir eine Phase, die mussten wir überstehen. Wir hatten keinen Zugriff. Am Ende hatten wir eine gute Chance zum 2:1. Wir benötigen die Cleverness, um die drei Punkte einzufahren. Ich bin zuversichtlich, dass wenn wir die Zweikämpfe annehmen, wir die ersten drei Punkte einfahren werden.

Duisburgs Trainer Torsten Lieberknecht: „In der ersten Halbzeit gab es ein Foulspiel an den Lübecker Stürmer Ramaj. Wir haben gehört, dass er schwer verletzt ist. Es gebührt dem Respekt, dem Jungen alles Gute zu wünschen. Wir bedauern das sehr. Wir hatten gewusst, dass das mit der Euphorie von Lübeck keine leichte Aufgabe wird. Wir haben versucht, das spielerisch zu lösen. Ich habe ein leistungsgerechtes 1:1 gesehen. Beide Mannschaften haben Großchancen gehabt. In der Halbzeit haben wir versucht, auf einige Dinge hinzuweisen. Nach dem 0:1 haben wir dann taktisch umgestellt und wurden dafür belohnt. Lob an den VfB. Hier werden noch einige Mannschaften Punkte lassen.“