16. November 2020 / 21:54 Uhr

Stimmen zum 2:1-Last-Minute-Sieg des VfB Lübeck bei Mitaufsteiger SC Verl

Stimmen zum 2:1-Last-Minute-Sieg des VfB Lübeck bei Mitaufsteiger SC Verl

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Bei den Torschützen des VfB Lübeck, Pascal Steinwender und Yannick Deichmann, der zum Matchwinner wurde, kannte der Jubel nach dem Abpfiff keine Grenzen mehr.
Bei den Torschützen des VfB Lübeck, Pascal Steinwender und Yannick Deichmann, der zum Matchwinner wurde, kannte der Jubel nach dem Abpfiff keine Grenzen mehr. © Agentur 54°
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Trainer Rolf Landerl von dem Fight seiner "Burschen" begeistert - Yannick Deichmann möchte jetzt erstmal "zwei, drei Bier im Mannschaftsbus trinken".

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Rolf Landerl: "Fußballherz, was willst du mehr"

Rolf Landerl, VfB-Trainer: „Wir haben einen aufopferungsvollen Fight geliefert. Das war ein Spiel mit offenem Visier. Wir hatten das Glück auf unserer Seite. Wir waren mutig und wollten uns mit dem 1:1 nicht zufrieden geben. Fußballherz, was willst du mehr. In der ersten Halbzeit haben wir gebraucht, uns reinzukämpfen. Gegen Ende der Halbzeit waren wir richtig gut drin. In der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel. Wären Zuschauer zugelassen gewesen, alle hätten ihren Spaß gehabt. Beide Mannschaft haben versucht, auf Sieg zu spielen. Wir gehen nicht unverdient 1:0 in Führung. Es sah nach einer Punkteteilung aus. Letztlich wurden wir für unseren Mut belohnt. Das war ein starker Auftritt von Verl, in erster Linie körperlich. Klar schwanden am Ende die Kräfte. Wir freuen uns über den Sieg. Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft.“

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Matchwinner Yannick Deichmann: "Ich trinke jetzt erstmal zwei, drei Bier im Mannschaftsbus."

VfB-Stürmer Yannick Deichmann, Matchwinner zum späten 2:1-Siegtreffer: „Das ist absolut geil. Ich bin überglücklich über die drei Punkte. Ein überragendes Gefühl. Ersin legt mir das Ding gut auf. Ich hatte vorher schon paar Möglichkeiten. Wir konnten viel Erfahrung sammeln in den letzten Spielen. Wir sind jetzt abgezockter und hatten das Matchglück auf unserer Seite, was uns noch zu Saisonbeginn gefehlt hat. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich trinke jetzt erstmal zwei, drei Bier im Mannschaftsbus.“

Yannick Deichmann will zwei, drei Bier im Bus trinken.
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Osarenren "Osa" Okungbowa: "„Ein unglaublicher Fight von der Mannschaft"

Osarenren Okungbowa, VfB-Abwehrspieler: „Ein unglaublicher Fight von der Mannschaft. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir ins Spiel gefunden, hatten dann auch unsere Chancen. Das Spiel wurde wieder einmal durch die Geschlossenheit und den Zusammenhalt zum Erfolg geführt hat. Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen. Das war wieder einmal eine kämpferisch sehr starke Leistung. Das sind die Erfahrungen, die man macht. Wir haben aus den vergangenen Spielen gelernt. Es ist wichtig, dass wir das mitgenommen haben und jetzt auch zeigen konnten, dass wir aus den Erfahrungen lernen konnten. Das hat uns auf jeden Fall geholfen.“

Pascal Steinwender: "Kopfbälle habe ich nicht richtig trainiert"

Der ausgeliehene Pascal „Calli“ Steinwender, der zur 1:0-Führung für den VfB traf: „Für mich ist das ein spezieller Bonus, im alten Stadion zu treffen. Das ging relativ schnell. Der Ball kommt oben rein. Ich komme vor dem Gegenspieler, schraube mich hoch und das Ding ist drin. Kopfbälle habe ich nicht richtig trainiert. Umso glücklicher bin ich, dass ich das heute abrufen konnte. Ich bin froh, dass ich mich in die Torschützenliste eintragen konnte und damit einen Beitrag für die drei Punkte leisten konnte. Wir haben den Lucky Punch erzwungen. Zum Ende war es nicht glücklich, sondern absolut verdient. Deichi hat uns für den Aufwand belohnt. Zu Saisonbeginn haben wir solche Spiele noch verloren. Um so glücklicher bin ich. Den Sieg mussten wir uns hart erarbeiten. Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft. Am Anfang der Saison hätten wir solche Spiele nicht gewonnen oder nur einen Punkt mitgenommen. Wir haben kontinuierlich hart gearbeitet und Woche zu Woche Gas im Training geben. Die ganze Mannschaft arbeitet zusammen. Jeder hilft dem anderen und unterstützt sich.“

Guerino Capretti: "Ein Punkt wäre verdient gewesen"

Guerino Capretti, SCV-Trainer: „Niederlagen fühlen sich nie gut an. Wir sind mega enttäuscht. Wir spielen eine gute erste Halbzeit. Wir haben den Kampf angenommen und uns Torchancen herausgespielt. In der zweiten Halbzeit hat Kraft gefehlt. Wir haben eher den sicheren Ball und nach hinten gespielt. Zum Schluss wurde es ein Kampfspiel. Ein Punkt wäre verdient gewesen. Ich kann niemanden etwas vorwerfen. Die Kraft hat am Ende gefehlt und die Klarheit in den Dingen.“

Aygün Yildirim: "Das fühlt sich scheiße an"

Aygün Yildirim, SCV-Mittelfeldspieler: „Das fühlt sich scheiße an. Wir haben viel investiert, wurden aber nicht belohnt. Der letzte Pass und die Durchschlagskraft hat gefehlt. Wir hätten den Deckel drauf machen können zum 2:1. Wir wurden bestraft und haben es den Gegner einfach gemacht, Tore zu schießen.“

Rocco Leeser, VfB-Sportdirektor, in der Halbzeitpause bei Magenta-TV: „Verl hat mehr vom Spiel. Wir haben sehr verhalten gespielt und hatten die erste Möglichkeit erst nach 38 Minuten. Danach hatten wir ein paar gute Möglichkeiten. Die ersten 35 Minuten waren ein Tick zu wenig. Wir waren super vorbereitet, haben aber nicht aggressiv genug gespielt. Der Gegner spielt gradliniger. Ab der 35. Minute sind wir frecher geworden. Das hat Perspektive für die zweite Halbzeit. Schwierig, ob das Handspiel vom Spieler von Verl war. Ich habe das Gefühl, dass seine Körpergröße nicht vergrößert wurde. Auch wenn es genug Schiedsrichter gibt, die in dieser Szene wohl auf Strafstoß entschieden hätten, habe ich meinen Frieden damit, dass der Schiedsrichter den Elfer nicht gibt. Ich habe die Hoffnung, dass es in der zweiten Halbzeit besser wird, und dass wir zeigen, was wir drauf haben.“

Patrick Schikowski, der zuletzt verletzte Linkaußen vom SC Verl, in der Halbzeitpause bei Magenta-TV: „Man sieht, dass wir trotz der jüngsten Corona-Pause viel Spielfreude zeigen. Unser Stürmer Zlatko Janjic hatte mit dem Lattenkracher schon eine gute Möglichkeit und wird im zweiten Durchgang noch sein Ding machen. Da kann noch was gehen.“