30. Oktober 2020 / 14:28 Uhr

Stimmen zur Saisonunterbrechung

Stimmen zur Saisonunterbrechung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hat Verständnis für die getroffene Entscheidung: VfR-Coach Abdul Yilmaz.
Hat Verständnis für die getroffene Entscheidung: VfR-Coach Abdul Yilmaz. © Mario M. Koberg
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Bei Trainern, Funktionären und Aktiven stoßen die Corona-Beschränkungen weitgehend auf Verständnis, aber es gibt auch durchaus Kritik. Wir haben uns umgehört:

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Nadeem Hussain (TSV Kronshagen): „Die Gesundheit geht natürlich vor, auch wenn die erneute Zwangspause auch nervt. Wir alle hatten uns gerade wieder an den Fußball gewöhnt und sind gespannt, ob die Saison überhaupt noch fortgeführt werden kann.“

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Abdul Yilmaz (VfR Neumünster): „Eigentlich möchte ich mich zu der ganzen Thematik gar nicht äußern, denn meine Meinung spielt in diesem Zusammenhang im Grunde gar keine Rolle. Fakt ist, dass die Landesregierung so entschieden hat und dies gilt es zu respektieren. Wenn dadurch auch nur ein einziges Menschenleben gerettet werden kann, dann war dies auf jeden Fall eine sinnvolle Maßnahme.

Dennis Jaacks (Eutin 08): „Dass es nicht einmal mehr in Kleingruppen weitergeht, erschwert eine Saisonfortsetzung vor Weihnachten ungemein. Die Maßnahmen hätten differenzierter ausfallen können. Wir werden individuelle Trainingspläne verteilen.“

Björn Sörensen (TSV Bordesholm): „Was ist bei der Fortsetzung des Spielbetriebes das noch wert, was wir uns bis jetzt erarbeitet haben, wenn es schlecht läuft und es erst im Frühjahr weitergeht?“

Christian Jorrens (SG Eckernförde/Fleckeby): „Man sollte mal grundsätzlich diskutieren, ob eine komplette Verschiebung der Saison nicht sinnvoller ist. Ständig zu unterbrechen oder abzubrechen, kann ja auch nicht die Lösung sein.“

Mefail Sengül (TSV Lütjenburg): „Ich hätte gerne weitergespielt, habe aber dennoch vollstes Verständnis für die getroffene Entscheidung. Wenn diese Pandemie dadurch eingedämmt werden kann, dann muss man das auch so machen."

Maik Gabriel (Osterrönfelder TSV): „Ich bedauere den Saisonabbruch, habe dafür aber auch Verständnis. Ich kann jedenfalls nicht beurteilen, ob diese Entscheidung nun richtig oder falsch ist."

Fabian Doege (TuS Nortorf): „Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich nicht abbrechen. Wenn im März nicht gespielt werden kann, wird man sicher darüber nachdenken.“

Kristof Schneider (TSV Stein): „Natürlich möchte man als Fußballer am Wochenende auf dem Platz stehen, doch in solchen Situationen muss man mit der Vernunft an die Sache rangehen. Fakt ist, dass die Fallzahlen steigen und daher ist man mit der getroffenen Entscheidung sehr gut beraten."

Dannie Osterhoff (Wiker SV): „Ich plädiere für eine Fortsetzung der Saison. Wir spielen unter freiem Himmel."

Steve Frank (FC Kilia Kiel): „Ich möchte der Politik keinen Vorwurf machen, doch man muss sich schon fragen, ob jede Entscheidung bundesweite Gültigkeit besitzen muss. Bei uns sind die Fallzahlen jedenfalls noch überschaubar. Nicht nachvollziehbar ist jedenfalls das permanente Hin und Her. Erst durfte man noch mit zehn Personen trainieren, einen Tag später plötzlich gar nicht mehr. Ich befürchte, dass wir letztlich nur die Hinrunde zu Ende spielen können. Vielleicht sollte man anregen, dass die Vereine zukünftig fünf Auswechslungen vornehmen dürfen. Wenn unzählige englische Wochen gespielt werden sollen, dann wird es deutlich mehr verletzte Spieler geben.“

Norman Bock (TSV Vineta Audorf): „Ich sehe eine Gefahr, dass sich einige Fußballer nach dem ganzen Hin und Her nicht motivieren können und mit dem Fußball aufhören. Dies betrifft auch die Jugendlichen."

Dennis Trociewicz (TSV Klausdorf): „Ich bin enttäuscht. Vom Verband hätte ich mir eine konsequente Lösung gewünscht. Besser wäre es wohl, jetzt den Stecker zu ziehen, als an eine Fortsetzung im Dezember zu denken."

Jan Wettern (TuS Bargstedt): „Es ist vor allem auch schade für den Jugendsport. Ein Abbruch ist das falsche Signal für alle."

Andreas Junghans (1. FC Schinkel): „Man sollte die Lage im neuen Jahr bewerten. Durch die kleineren Ligen ist die Wiederaufnahme der Saison ja immer möglich."

Danilo Blank (TSV Plön): „Ich kann die Generalabsage für den Amateurfußball nicht verstehen. Mit einem Re-Start rechne ich dieses Jahr nicht mehr."

Pascal Diouri (Suchsdorfer SV): „Als Trainer ist man da ziemlich genervt, wenn nach gerade einmal zwei Monaten schon wieder Schluss ist. Und Ende November wird die Situation auch nicht anders sein.“

Herbert Ulrich (VfB Kiel): „Das Ganze ist etwas zwiespältig. Auf der einen Seite ist die Entscheidung eine logische Schlussfolgerung im Hinblick auf die aktuelle Situation. Auf der anderen Seite nimmt man der Menschheit ein Stück weit ihre Lebensqualität. Mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, dass sich jemand bei einem Spiel angesteckt hat. Die Gesundheitsämter sollten eigentlich froh sein, wenn draußen Aktivitäten stattfinden.“

Yannick Stock (Handball Kronshagen): „Wir müssen sehen, ob wir ein Cybertraining auf die Beine gestellt bekommen. Klar ist, dass wir mindestens zwei Wochen Teamtraining benötigen, um in den Wettkampf zurückzukehren.

Jan-Niklas Richter (THW U23): „Dieser Lockdown ohne Training tut nicht gut. Man hätte auf Geisterspiele umstellen können.“