08. November 2020 / 17:09 Uhr

Stimmen zum Spiel VfB Lübeck gegen KFC Uerdingen - 1:0

Stimmen zum Spiel VfB Lübeck gegen KFC Uerdingen - 1:0

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Ersin Zehir (l.) erzielt das 1:0 für den VfB. Fridolin Wagner kann seinen Schuss nicht mehr blocken.
Ersin Zehir (l.) erzielt das 1:0 für den VfB. Fridolin Wagner kann seinen Schuss nicht mehr blocken. © 54°/Felix König
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O-Töne von Trainer Rolf Landerl, Kapitän Tommy Grupe und dem Torschützen Ersin Zehir

Rolf Landerl, Trainer VfB Lübeck: „Wir haben schwer ins Spiel gefunden. Gerade was die Zweikämpfte betrifft. Wir haben dem Gegner viele Eins-gegen-eins-Situationen zugestehen müssen. Im Laufe der ersten Halbzeit haben wir uns ins Spiel gekämpft, ohne zwingend gefährlich zu werden. Zweite Halbzeit kommen wir gut rein. Das war ein top Abschluss von Ersin. Danach standen wir gut organisiert und haben leidenschaftlich, im Kollektiv und mit Herz wegverteidigt. In der Schlussphase haben wir konzentriert und diszipliniert gespielt. Ein 2:0 wäre wahrscheinlich des Guten zu viel gewesen. Wir sind irrsinnig glücklich über den Sieg. Hinter der Art und Weise müssen wir uns nicht verstecken. Das war ein Sieg der Moral, der Mentalität, der Geschlossenheit und der Truppe. Wir haben wieder zu Null gespielt. Das stimmt mich optimistisch. Im bezahlten Fußball zählen nun mal Ergebnisse. Ich bin überhaupt nicht unglücklich über das gezeigte Spiel.“

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Landerl über den ausgeliehenen Torschützen Ersin Zehir: „Ich kenne ihn schon länger und hätte ihn gern schon früher in Grün-Weiß gesehen. Er macht seine Sache gut. Er wollte sich bei uns ins Schaufenster stellen. Das gelingt ihm gut. Er hat aber noch Luft nach oben wie die ganze Mannschaft. Ersin hat eine couragierte Leistung mit dem Tor belohnt.“

Das Spiel in Bildern: VfB Lübeck - KFC Uerdingen (08.11.2020)

Ein Bild für die Geschichtsbücher: Die Mannschaft des VfB Lübeck betritt erstmal vor leeren Rängen das Stadion an der Lohmühle. Die obligatorische Ehrenrunde vor dem Fanblock fiel aus.   Zur Galerie
Ein Bild für die Geschichtsbücher: Die Mannschaft des VfB Lübeck betritt erstmal vor leeren Rängen das Stadion an der Lohmühle. Die obligatorische Ehrenrunde vor dem Fanblock fiel aus.   ©

Kapitän und Abwehrchef Tommy Grupe: „In der ersten Halbzeit hatten wir in ein, zwei Situationen Glück. Das war ein zerfahrenes Spiel. Wir sind aber im Laufe immer besser rein gekommen. Das war ein super Tor von Ersin. Wir wollten unbedingt wieder die Null halten. Sehr schade, dass wir das erste Mal zu Hause ohne Zuschauer spielen mussten. Wir haben unsere Fans immer gerne dabei. Sie puschen uns von der ersten bis zur letzten Minute und sind wie der 12. Mann im Rücken. Das ist für uns ein Nachteil. Wir hätten sie gern dabei gehabt. Dafür haben uns die Jungs von draußen toll unterstützt. Nicht nur die Jungs, die auf dem Platz stehen, gewinnen. Verl wird wieder ein schweres Spiel. Der Mitaufsteiger ist gut in die Saison gestartet. Wir treten aber mit breiter Brust auf, haben mit den zwei Siegen Selbstvertrauen getankt.“

Torschütze Ersin Zehir: „ Ich habe den Ball von Bole (Mirko Boland, die Red.) bekommen und habe einfach mal aus der zweiten Reihe abgezogen. Das ist mir gut geglückt. Das Tor war ein schönes Gefühl. Wichtiger ist aber der Sieg. Mit Zuschauern wäre das ein anderes Gefühl gewesen. Am Ende zählen aber nur die Punkte. In Verl wollen wir nun eine positive Serie starten.“

Stefan Krämer, Trainer KFC Uerdingen: „Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Wir sind gut in das Spiel gekommen. Wir waren 30 Minuten speziell dominant. Leider haben wir unsere Torchancen nicht genutzt. Wir müssen an Effektivität zulegen. In der zweiten Halbzeit waren wir zwar öfter am Ball, aber zu selten an der vordersten Linie. Wir haben falsche Entscheidungen getroffen. Die Durchschlagskraft hat meinen Jungs gefehlt. Lübeck hat das am Ende leidenschaftlich wegverteidigt. Unterm Strich hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Wir machen einfach zu wenig aus unseren Chancen. Die Ruhe hat gefehlt.“