19. Februar 2021 / 06:00 Uhr

Stimmt ab: Die Besten aus 50 Jahren Turbine Potsdam

Stimmt ab: Die Besten aus 50 Jahren Turbine Potsdam

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Bernd Schröder (Potsdam) mit Pokal, Jubel, Olympique Lyon - 1. FFC Turbine Potsdam, Frauenfußball, Champions League der Frauen, Finale in Getafe, Saison 2009/2010, 20.05.2010;   Foto: Jan Kuppert;
Bernd Schröder, langjähriger Trainer von Turbine Potsdam, war mit an der Vorauswahl der Spielerinnen beteiligt. © Jan Kuppert
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Der Frauenfußball-Traditionsverein aus Potsdam feiert am 3. März sein Jubiläum – viele Spielerinnen haben seit der Gründung 1971 Eindruck hinterlassen, die MAZ sucht die Top-Elf.

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Unzählige Fußballerinnen streiften in den vergangenen 50 Jahren das Trikot von Turbine Potsdam über. An fast alle kann sich Bernd Schröder noch erinnern. „Ich habe nie eine vergessen“, sagt der 78-Jährige, der den Traditionsverein aus der brandenburgischen Landeshauptstadt als Trainer und Manager in diesem halben Jahrhundert prägte wie kein anderer. Zum Jubiläum – am 3. März feiert Turbine ihr 50-jähriges Bestehen – sucht die MAZ die Top-Elf der Vereinsgeschichte. Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben die Wahl.

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Für jeden Mannschaftsteil hat die MAZ-Sportredaktion gemeinsam mit Trainerlegende Schröder eine Kandidatenliste zusammengestellt. Gesucht werden eine Torhüterin, drei Verteidigerinnen, vier Mittelfeldspielerinnen und drei Stürmerinnen. Die Auswahl fiel schwer. Viele Kickerinnen hinterließen mit Paraden, Dribblings und Toren einen bleibenden Eindruck, sammelten Titel oder reiften in Potsdam zu Top-Spielerinnen. „Die meisten waren ja ,No names’, als sie zu uns kamen“, erinnert sich Schröder. Erst durch gute Leistungen bei Turbine seien sie für andere Clubs interessant geworden. Von der ein oder anderen, das gibt der heutige Ehrenpräsident des Vereins unumwunden zu, hätte er sich gewünscht, dass sie etwas länger das Turbine-Trikot getragen hätte.

In Bildern: 50 ehemalige Spielerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam – und was aus ihnen wurde

Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spielerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam. Zur Galerie
Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spielerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam. ©

Gar nicht drumherum kommt man um Jennifer Zietz, die bis heute mit 276 Ligapartien Rekordspielerin ist. Ariane Hingst blieb zehn Jahre und holte zwei deutsche Meisterschaften. Und keine traf häufiger als Conny Pohlers: 171-mal netzte die Rekordtorschützin für Turbine ein. Eigengewächs Tabea Kemme und Ex-Kapitänin Svenja Huth holten 2016 in Rio gar Olympiagold nach Potsdam.

Nicht vergessen will Bernd Schröder die Pionierinnen des Potsdamer Frauenfußballs. Sybille Brüdgam etwa, heute 55 Jahre alt, war einst Kapitänin und führte Turbine Potsdam 1994 in die Bundesliga. Stürmerin Sabine Seidel, über die Schröder einmal sagte, sie sei die erste Spielerin gewesen, „die den Ball aus vollem Lauf flanken konnte“, bildet bis heute als Landestrainerin Talente aus. „Man kann die Zeiten überhaupt nicht vergleichen, aber die beiden müssen dabei sein“, findet der ehemalige Trainer.


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Ein Sprungbrett war Turbine Potsdam seit der Jahrtausendwende auch immer wieder für internationale Fußballerinnen. Ganz besonders blieben die Norwegerin Maren Mjelde (heute noch beim FC Chelsea aktiv), die brasilianische Ballkünstlerin Cristiane oder Bundesliga-Torschützenkönigin Genoveva Añonma aus Äquatorialguinea im Gedächtnis. US-Torfrau Alyssa Naeher bestritt 2011 zwar nur sieben Spiele für Potsdam. „Aber eine amerikanische Weltmeisterin kann man nicht links liegen lassen“, findet Schröder. Sie hat für den Platz zwischen den Pfosten mit der 2013er-Weltfußballerin Nadine „Natze“ Angerer und Champions-League-Heldin Anna Felicitas Sarholz aber starke Konkurrenz.

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