17. April 2019 / 22:37 Uhr

Stinkefinger und Platzverweise: Hannover 96 II gegen VfB Lübeck eskaliert kurz vor Schluss

Stinkefinger und Platzverweise: Hannover 96 II gegen VfB Lübeck eskaliert kurz vor Schluss

Uwe von Holt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Lübecks Co-Trainer Ronald Hornek (hinten) ließ sich von der hitzigen Atmosphäre zu einer unschönen Geste hinreißen.
Lübecks Co-Trainer Ronald Hornek (hinten) ließ sich von der hitzigen Atmosphäre zu einer unschönen Geste hinreißen. © Maike Lobback
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Unschöne Szenen im umstrittenen Nachholspiel zwischen Hannover 96 II und dem VfB Lübeck: Beim Stand von 1:1 (0:0) eskalierte die Partie kurz vor dem Schlusspfiff. Mehrere Verantwortliche wurden des Platzes verwiesen, unter anderem aufgrund obszöner Gesten.

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Lange Zeit sah es so aus, als würde das von der Polizei besonders gesicherte Emotions-Risiko-Spiel der 96-Reserve gegen den Regionalliga-Zweiten VfB Lübeck am Mittwochabend ruhig bleiben – kaum Höhepunkte in der ersten Hälfte, dann die Führung für Hannover in der 47. Minute durch Marco Stefandl. Die 177 mitgefahrenen Gäste-Fans unter den beachtlichen 1200 Zuschauern im Eilenriedestadion waren nicht gerade euphorisiert. Doch dann der späte Ausgleich für die favorisierten Lübecker durch den gerade eingewechselten Lucas Will (89.) – und das Finale eskalierte.

Lübecks Ko-Trainer musste auf die Tribüne, machte mit den Fingern unfeine Gesten, schon gab es eine heftige Rudelbildung. Lübecks Spieler Patrick Hobsch sah die rote Karte, von der 96-Bank mussten Michael Tarnat und die Trainer Garip Capin und Pascal Borel auf die Tribüne. Der Schiedsrichter ließ zehn Minuten nachspielen, dann war der Punkt eingetütet. 96-Trainer Christoph Dabrowski war stolz: „Die Jungs haben voll dagegengehalten und immer wieder Lösungen gefunden.“

Bilder der Regionalliga-Partie zwischen Hannover 96 II und dem VfB Lübeck

Hannovers Marco Stefandl (links) spielt den Ball im Lübecker Strafraum. Zur Galerie
Hannovers Marco Stefandl (links) spielt den Ball im Lübecker Strafraum. ©
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"Skandalöse Spielabsage"

Der eigentliche Spieltermin vor einem Monat war kurzfristig am Spieltag abgesagt worden – zum Ärger der Lübecker. Die waren extra tags zuvor angereist, mit zwei Fanbussen im Schlepptau. In Lübeck war danach von „skandalösen Spielabsage“ die Rede. Trainer Rolf Landerl damals: „Irgendwann wird das Spiel ja nachgeholt – dann werden wir besonders motiviert sein.“ Nun, das hat gestimmt.

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