07. September 2021 / 21:42 Uhr

Spät zugeschlagen: Eilvese macht in Stelingen aus einem 0:0-Spiel noch ein 2:0

Spät zugeschlagen: Eilvese macht in Stelingen aus einem 0:0-Spiel noch ein 2:0

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eilveses Mohamad Saade (links) nimmt den Ball vor dem Stelinger Hüsnü Sabab an.
Eilveses Mohamad Saade (links) nimmt den Ball vor dem Stelinger Hüsnü Sabab an. © Christian Hanke
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Erst spät musste beim Landesliga-Duell zwischen dem TSV Stelingen und STK Eilvese einer der Torhüter eingreifen, es war "ein klassisches 0:0-Spiel", sagte Marko Orsolic, Coach der Platzherren. Sein Team ging aber als Verlierer vom Platz, die Gäste schlugen spät doppelt zu.

Dass Bastian Fielsch zwischendurch Zeit für Unterhaltungen mit dem Schiedsrichter-Assistenten hatte, sprach für sich. Der Torhüter des STK Eilvese, mit seinem Team im Landesliga-Spiel beim TSV Stelingen im Einsatz, fragte beim Mann an der Linie nach der Restspielzeit im ersten Durchgang. Kurz nach dem Anpfiff hatte er beim Referee noch Orientierungsprobleme moniert – weil auf der Gegenseite das Tor schief und nicht auf der gleichen Höhe stand. Am Ende hatte das keinen Einfluss – er gewann mit seinem Team mit 2:0 (0:0).

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Tatsächlich dauerte es lange, bis einer der Torhüter sich mal bei einer Torchance auszeichnen konnte – nämlich erst Mitte in der zweiten Hälfte. Innerhalb von Halbzeit eins schoss Stelingens Benjamin Hartmann (8.) knapp am Eilveser Tor vorbei, Moussa Coulibaly drüber (12.), und Immo Caspers verpasste einen Flugkopfball (18.)

Bilder vom Spiel der Landesliga Nord zwischen dem TSV Stelingen und STK Eilvese

Eilveses Ali Saade (links) attackiert den Stelinger Josip Geric. Zur Galerie
Eilveses Ali Saade (links) attackiert den Stelinger Josip Geric. ©

Auf der anderen Seite verfehlte STK-Stürmer Mohamad Saade, vorausgegangen war eine unfreiwillige Vorlage von Stelingens Abwehrchef Marc Klusmann per Hinterkopf, nur um wenige Zentimeter den Kasten von Keeper Sebastian Rettschlag (20.). Auch bei Versuchen von Sebastian Schirrmacher (15.), Richard Mensah (25.) nach Stellungsfehler von Kevin Wittbold, und Pascal Pagga (35.) konnte sich Rettschlag nicht auszeichnen.

Es hätte ins Bild gepasst, wenn der Fehler eines Torhüter dazu geführt hätte, dass endlich mal ein Ball aufs Tor kommt. Fielsch geriet beim Versuch, Caspers auszuspielen, in arge Bedrängnis. Halil Aydemir versäumte es aber, den Ball mit dem ersten Kontakt aufs leere Tor zu schießen (38.).

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Hartmann ist zunächst am nächsten dran

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht – Chancen ja, aber übers Tor oder daran vorbei. Hartmann (58.) war per Freistoß in Richtung Dreieck noch am nächsten dran. Eilveses Soumah drosch den Ball dagegen in den Stelinger Wald (61.).

Und dann passierte es doch: Ein Torhüter konnte eingreifen! Rettschlag rettete in höchster Not gegen Saade, den Abpraller lupfte Sebastian Schirrmacher über die Latte (67.).

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In 85. Minute kam dann tatsächlich mal der Ball aufs Tor – und der war auch gleich drin. Saade hatte im Strafraum per Kopf clever abgelegt, Patrick Mesenbring überwand Rettschlag mit einem Schuss ins Eck – nur vier Minuten nach seiner Einwechslung.

Zu diesem Zeitpunkt agierten die Stelinger in Unterzahl, Coulibaly befand sich zur Behandlung außerhalb des Spielfeldes. Für die Entscheidung sorgte Nico Kiedrowski, der nach einem Querschläger von Rettschlag in der Nachspielzeit zum 2:0 für die Gäste traf.

„Es war ein klassisches 0:0-Spiel – aber kämpferisch haben wir eine gute Leistung gezeigt“, sagte Stelingens Trainer Marko Orsolic. Sein Gegenüber Thassilo Jürgens analysierte die Partie genauso. „Der Sieg für uns war aber nicht unverdient.“

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