28. November 2021 / 11:01 Uhr

Nur bedingt meisterlich: Eilvese kassiert deutliche Pleite in Wetschen

Nur bedingt meisterlich: Eilvese kassiert deutliche Pleite in Wetschen

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eilveses Mohamad Saade (links, hier im Spiel gegen Krähenwinkel) ärgert sich über eine vergebene Chance.
Eilveses Mohamad Saade (links, hier im Spiel gegen Krähenwinkel) ärgert sich über eine vergebene Chance. © CHRISTIAN HANKE
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Der Einzug in die Aufstiegsrunde zur Oberliga sowie Platz eins in der Landesliga Nord waren dem STK Eilvese schon vor dem Anpfiff beim TSV Wetschen sicher. Daher ist die deutliche 1:5-Pleite auch nicht mehr entscheidend. Trotzdem ärgerte sich STK-Trainer Thassilo Jürgens im Anschluss. 

Die Ankündigung, bis zuletzt alles zu geben, um sich nicht angreifbar zu machen, bewusst in das Rennen um die Qualifikationsplätze zur Oberliga einzugreifen, konnte der STK Eilvese nicht voll erfüllen. Zum Abschluss unterlag das Team von Thassilo Jürgens beim TSV Wetschen mit 1:5 (1:2). Mangelnden Einsatz wollte der Coach seinem Team, das bereits seit Wochen als Meister der Staffel feststeht, nicht vorwerfen. „Es ist eher Frust aufgekommen, wenn alle 50-50-Situationen zum Gegner gehen und man wieder einem Rückstand hinterherlaufen muss“, sagte der Trainer.

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So jubelten am Ende die Wetschener in einer großen Traube mit den gut 20 Zuschauern. Denn der Sieg bedeutet, dass im neuen Jahr neben den Eilvesern und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide auch die Wetschener um den Aufstieg in die fünfthöchste Spielklasse kämpfen.

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Schon nach vier Minuten in Rückstand

Vor der Partie gab es einen Blumenstrauß und eine Flasche Champagner Cognac von den Gastgebern für die Eilveser. Eine Bestechung sollte das aber nicht darstellen. Es sei vielmehr eine Würdigung des Meisters der Staffel. Dieser präsentierte sich allerdings anschließend nur bedingt meisterlich. Dafür fehlten mit Ali Saade (Leiste) und Nico Kiedrowski (Adduktoren) noch zwei wichtige Kräfte aufgrund leichter Probleme.

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Schon nach vier Minuten lief der STK einem Rückstand hinterher. Zuvor hatte Christoph Hainke vollendet, nachdem er von einem Mitspieler in Szene gesetzt wurde und frei auf Torwart Bastian Fielsch zulaufen konnte. Doch die Eilveser schlugen zurück. Nach einem Freistoß von Richard Leimann wehrte Wetschens Torwart Tim Becker einen Kopfball von Sebastian Schirrmacher noch ab, den Abpraller verwertete Patrick Mesenbring aus drei Metern (23. Minute). Doch es dauerte nur drei Minuten, bis die griffigen Wetschener erneut durch Hainke trafen (26.). „Da stand unsere Kette zu weit auseinander und die konnten den Ball erneut durchstecken, sagte Jürgens.

"Sogar die Wetschener Zuschauer meinten, dass das ein Elfmeter war"

Die Frustration nahm bei den Eilvesern stetig zu. Dazu trug auch bei, dass der Elfmeterpfiff nach einem Halten von Mohamad Saade ausgeblieben ist. „Sogar die Wetschener Zuschauer meinten, dass das einer war“, sagte Jürgens.

Den Elfmeterpfiff gab es hingegen in der zweiten Hälfte für die Wetschener. Kenny Böttger soll seinen Gegenspieler unfair gestoppt haben. „Das war ein normaler Körperkontakt im Strafraum“, beklagte sich Jürgens. Den Elfmeter verwandelte Moritz Raskopp (57.). Die Eilveser spielten weiter nach vorne, doch es gelang gegen die nun tiefer stehenden Wetschener nicht viel. Raskopp legte sogar noch nach (64.) und Torge Rittmeyer erhöhte auf 5:1 (89.). Die Eilveser werden sich laut Jürgens am Mittwoch noch einmal zu einer gemütlichen Einheit mit Spiel auf dem Sportplatz treffen. Danach gehen alle in die Winterpause.