05. Mai 2020 / 09:41 Uhr

"Zwei Zusagen habe ich schon": Thassilo Jürgens will den STK Eilvese verstärken

"Zwei Zusagen habe ich schon": Thassilo Jürgens will den STK Eilvese verstärken

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kein Grund zur Skepsis: Eilveses Trainer   Thassilo Jürgens bastelt schon fleißig an der Zukunft des STK.
Kein Grund zur Skepsis: Eilveses Trainer Thassilo Jürgens bastelt schon fleißig an der Zukunft des STK. © Christian Hanke
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Wie die Zukunft aussieht, das weiß im kleinen Fußball derzeit niemand so recht. Beim STK Eilvese sieht man sich aber auf jeden Fall gerüstet. Das Team bleibt weitgehend zusammen, so viel steht schon fest. Und die Zusage von zwei externen Spielern hat Trainer Thassilo Jürgens ebenfalls schon.

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Den Fußball bekommen die Spieler des Landesligisten STK Eilvese derzeit nur selten zu sehen. Viel mehr als Ballhochhalten im Garten ist immer noch nicht möglich. Dafür entwickeln einige ungeahnte andere Fähigkeiten. So entpuppt sich Kenny Böttger als ausgezeichneter Dauerläufer.

Um seine Kicker ein wenig beim individuellen Fithalten mit Läufen zu kitzeln, rief Trainer Thassilo Jürgens zwei Wettbewerbe aus. Die erste Aufgabe: fünf Kilometer möglichst schnell zu absolvieren. Die zweite: in 45 Minuten möglichst viele Meter hinter sich zu bringen. Die 5000 Meter legte Abwehrspieler Böttger in 19:08 Minuten zurück. In der Dreiviertelstunde Laufen schaffte er eine Strecke von 10,5 Kilometer – beides mannschaftsinterne Bestwerte.

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Auch der Coach geht für sich in der Corona-Zwangspause ab und an laufen und beschäftigt sich zudem viel mit Fußball. Er telefoniert mit seinen Spielern, trifft sie unter Einhaltung der Abstandsregeln, telefoniert mit potenziellen Neuzugängen für alle Bereiche – außer der Torwartposition – und bildet sich weiter beim Studieren fußballspezifischer Lektüre.

„Zwei Zusagen habe ich für die neue Saison schon“, sagt Jürgens, die Namen will er jedoch noch nicht verraten. Mit drei weiteren sei er in Gesprächen, betont aber: „Es ist schwierig, weil keiner weiß, wie und wann es wieder losgeht.“ Viele Akteure des Teams hätten laut Jürgens bereits ihr Ja für die neue Spielzeit gegeben.

Ein Überblick: Das ist der Status quo bei Deutschlands Landesverbänden. Stand: 21. Mai 2020.

<b>Schleswig-Holstein:</b> Ob sie sich bei ihrem Weg auf Glatteis bewegen, wird sich zeigen. Klar ist: Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat beschlossen, dass die Saison 2019/2020 nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden soll. Stattdessen wird sie ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Mit anderen Worten: Sie ist abgebrochen worden. Die Entscheidung gibt unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit, wird SHFV-Präsident Uwe Döring auf der Homepage des Verbandes zitiert.

 Am 9. Mai entschied das Präsidium schließlich, die Saison mithilfe der Quotientenregel zu werten. Es gibt zwei Auf-, aber keine Absteiger. Sollte eine Mannschaft auf den Aufstieg verzichten, erfolgt keine Weitergabe des Aufstiegsrechts. Die ausstehenden Kreispokalspiele sollen als regionale Qualifikationsrunden vor Beginn der nächsten Saison gespielt werden. Bei den Frauen und Junioren steigen hingegen jeweils nur die Staffelsieger auf, Absteiger gibt es ebenfalls nicht.  Zur Galerie
Schleswig-Holstein: Ob sie sich bei ihrem Weg auf Glatteis bewegen, wird sich zeigen. Klar ist: Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat beschlossen, dass die Saison 2019/2020 nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden soll. Stattdessen wird sie ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Mit anderen Worten: Sie ist abgebrochen worden. "Die Entscheidung gibt unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit", wird SHFV-Präsident Uwe Döring auf der Homepage des Verbandes zitiert. Am 9. Mai entschied das Präsidium schließlich, die Saison mithilfe der Quotientenregel zu werten. Es gibt zwei Auf-, aber keine Absteiger. Sollte eine Mannschaft auf den Aufstieg verzichten, erfolgt keine Weitergabe des Aufstiegsrechts. Die ausstehenden Kreispokalspiele sollen als regionale Qualifikationsrunden vor Beginn der nächsten Saison gespielt werden. Bei den Frauen und Junioren steigen hingegen jeweils nur die Staffelsieger auf, Absteiger gibt es ebenfalls nicht.  ©

Die Eilveser sind somit gut für die Zukunft gerüstet, wenngleich niemand weiß, wie diese konkret aussehen wird. Jürgens hadert ein wenig mit dem Verband, der sich nicht zu einem Saisonabbruch durchringen kann, dafür die aktuelle Saison bis September einfrieren will. „Als Tabellenvierter sind wir zum Glück in der guten Situation, dass wir von einem Abbruch nicht negativ betroffen wären“, sagt der Coach. Ihm ist bewusst: „Egal, welche Variante am Ende gewählt wird, irgendwer ist immer unzufrieden.“

Der Trainer plädiert für einen Abbruch der aktuellen Spielzeit. Am liebsten wäre es ihm, wenn der Verband dem Handballmodell folgt und es keine Absteiger, dafür aber Aufsteiger gibt. „Es wäre wirklich schade, wenn Teams wie Ramlingen oder Stelingen, die in ihren jeweiligen Ligen deutlich vorweg marschieren, nicht hoch dürften.“ Er hätte aber auch Verständnis für den Frust von Zweitplatzierten, die nur knapp hinter dem Tabellenführer liegen: „Die könnten sagen, dass sie das noch aufgeholt hätten.