22. Juni 2022 / 17:00 Uhr

Stolze Klub-Bosse, humorvoller Protagonist: So lief die Vorstellung von Sadio Mané beim FC Bayern

Stolze Klub-Bosse, humorvoller Protagonist: So lief die Vorstellung von Sadio Mané beim FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Bayern-Verantwortlichen um den Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn (links) haben Sadio Mané als Neuzugang vorgestellt.
Die Bayern-Verantwortlichen um den Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn (links) haben Sadio Mané als Neuzugang vorgestellt. © IMAGO/MIS
Anzeige

Bei ersten offiziellen Auftritt des neuen Stars mischte sich sogar Trainer Julian Nagelsmann unter die Journalisten. Sadio Mané gab sich während seiner Vorstellung beim FC Bayern locker, demütig und humorvoll. Die lobenden Superlative aus der Chefetage schienen ihm derweil schon fast unangenehm. 

Da saß er nun. Eingerahmt von dem Wichtigsten, was die Führungsetage des FC Bayern zu bieten hatte, wurde Sadio Mané am Mittwochnachmittag der Öffentlichkeit präsentiert. Zwischen Vorstandsboss Oliver Kahn, Präsident Herbert Hainer und Sportvorstand Hasan Salihamidzic platziert, trug der bis zu 40 Millionen Euro teure Zugang vom FC Liverpool klassisch weißes Hemd zu schwarzer Hose.

Anzeige

Zu allererst versicherte Mané,"sehr glücklich" über seine Ankunft in München zu sein. Einen noch glücklicheren Eindruck machten die Klub-Bosse an seiner Seite. Fast väterlich tätschelte erst Präsident Hainer die Schulter der neusten Errungenschaft, den er als "Weltfußballer und absoluten Weltstar" bezeichnete. Auch von Kahn, seinem zweiten Sitznachbarn, bekam Mané einen Schulterklopfer und warme Worte sowie weitere Superlative zur Begrüßung: "Über seine Qualitäten brauchen wir nicht zu diskutieren."

Nagelsmann bei Mané-Vorstellung im Publikum

Während die hohen Herren mit den Worten "Weltklasse", "Top-Star" oder vergleichbarem nicht geizten, fühlte Mané sich allerdings gar nicht als der Weltstar, den seine neuen Bosse der Öffentlichkeit zu präsentieren versuchten: "Ich bin einer der Spieler, der daran glaubt, dass das Team das wichtigste ist. Wenn man selbst Tore machen kann und dem Team so hilft, dann helfe ich meiner Mannschaft. Ich bin dafür da, um meiner Mannschaft zu helfen", so Mané demütig.

Anzeige

Ein freudiges Schmunzeln kam ihm über die Lippen, als er entdeckte, dass sich auch sein neuer Trainer Julian Nagelsmann unter die Journalisten im Presseraum gemischt hatte, um seinen ersten Worten als Bayern-Profi zu lauschen. Den Coach habe er während der Verhandlungen bereits getroffen und sei "sehr fasziniert" gewesen, als dieser ihm seine Vorstellungen mit ihm auch in taktischer Hinsicht dargelegt habe. Er habe im Anschluss nicht lange gezögert mit seiner Entscheidung, weil er das Gefühl gehabt habe, dass der deutsche Rekordmeister "das richtige Team" für ihn sei.

FCB-Präsident freut sich auf Verkäufe von Mané-Trikot

Bei der Frage nach der Position, die er in seinem künftigen Team spielen werde, deutete er grinsend auf Nagelsmann, dem diese Entscheidung obliege, und scherzte nur: "Ich bin froh, wenn er mich nicht ins Tor stellt oder in die Abwehr." Es sei aus seiner Sicht wohl "besser für den Verein", wenn er in der Offensive zum Einsatz käme. Ähnlich zurückhaltend war auch Manés Reaktion bei der Frage nach seiner künftigen Rückennummer. Diese sei ihm "gar nicht so wichtig" und er werde schauen, welche verfügbar sind. Schwer vorstellbar, dass der sympathische auftretende Senegalese einem Teamkollegen eine Nummer streitig machen würde. Egal mit welche Nummer, Ex-Adidas-Boss Hainer freute sich schon für seine früheren Kollegen "und natürlich auch für den FC Bayern, dass wir viele Trikots von ihm verkaufen werden".

Nach München bringt er weder eine große Entourage mit, noch seine Mutter wie der wenige Tage vor ihm vorgestellte Ryan Gravenberch. Er freue sich, wenn seine Familie und Freunde ihn in der neuen Heimat, in die er selbst "schon verliebt" sei, häufig besuchen, doch stellte mit seinem immer wieder aufblitzenden Humor klar: "Ich bin ein großer Junge und ich kann alleine leben."