22. Juni 2019 / 17:33 Uhr

Strahlende Sieger und einige Tränen: Das war der Finaltag des 8. Leipziger-Cups

Strahlende Sieger und einige Tränen: Das war der Finaltag des 8. Leipziger-Cups

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Siegerehrung der Bambinis.
Bei bestem Fußballwetter wurden die Finalpartien des 8. Leipziger Cups der Junioren auf dem Gelände der Sportschule Abtnaundorf ausgetragen. © Alexander Prautzsch
Anzeige

Bestes Fußballwetter beim Finaltag der Leipziger Nachwuchsfußballer. Beim 8. Leipziger Cup konnte sich die BSG Chemie Leipzig gegen den Leipziger SC durchsetzen und holte das C-Junioren-Double. Auch bei den A-Junioren gibt es einen Double-Sieger: Die SpG Großdalzig/Pegau sichert sich gegen den TSV Markkleeberg geschickt den Titel.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Gewusel, Gewimmel, viele Tore, lauter Jubel, die eine oder andere Träne der Enttäuschung: Der große Finaltag des 8. Leipziger-Cups bot einmal mehr die gesamte Bandbreite. Alle Nachwuchsaltersklassen des Fußballverbandes der Stadt Leipzig (FVSL) trugen am Samstag auf dem Gelände der Sportschule Abtnaundorf ihre Pokalfinalpartien aus. Am Vormittag stieg außerdem eines der größten Bambini-Turniere Deutschlands. „Ich danke allen, die diesen tollen Tag ermöglicht haben“, sagte FVSL-Vizepräsident Oliver Gebhardt, der selbst beim traditionellen Promispiel gegen den Ball trat. „Es hat riesigen Spaß gemacht, die Endspiele zu sehen, viele gute Aktionen, viele Talente.“ Und viele begeisterte Zuschauer: Mehrere Tausend Anhänger waren vor Ort dabei.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur Endrunde der Bambini beim Leipziger Cup 2019

So lief es bei der Endrunde der Bambini beim Leipziger Cup 2019. Zur Galerie
So lief es bei der Endrunde der Bambini beim Leipziger Cup 2019. © Alexander Prautzsch
Anzeige

Leipziger SC holt ersten Titel des Tages

Während auf Platz eins die Bambini auf fünf kleinen Feldern vor sich hin wuselten, standen sich im ersten Finale des Tages die F-Junioren des FC Blau-Weiß Leipzig und des Leipziger SC gegenüber. 2 x 20 Minuten im Fair-Play-Modus standen auf dem Plan. Von Anpfiff weg waren es die LSC-Jungs, die das Heft des Handelns in die Hand nahmen, und das nicht nur undemokratisch Platz. Die Eltern der Schleußiger Kicker waren bestens vorbereitet. Fahnen, Fanfaren, rasseln, aufblasbare Winkhände - es fehlte nicht an akustischer Unterstützung.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Finale der F-Junioren

FC Blau-Weiß I - Leipziger SC 1901 I 3:9 Zur Galerie
FC Blau-Weiß I - Leipziger SC 1901 I 3:9 © Alexander Prautzsch

Ob es die war, die die Jungs nach vorn trieb, ließ sich nicht auflösen. Unbestreitbar waren dagegen die körperlichen Vorteile der Rot-Schwarzen. Teilweise einen Kopf größer als ihre blau-weißen Konkurrenten, stark im Zweikampf, geschickt am Ball und treffsicher. Auch wenn die Partie gemäß Tendenzwertung 1:0 für den LSC endete. Tore fielen reichlich, der Sieg war mehr als verdient, der Jubel entsprechend groß. Zusätzlich zum großen und den kleinen persönlichen Pokalen freuten sich die Pokalgewinner über einen Sachpreis. Sie dürfen in der kommenden Saison die Bundesligakicker von RB Leipzig auf‘s Feld führen.

Entscheidung vom Punkt bei den E-Junioren

Wer die Eltern des LSC schon klasse fand, hatte die der SG Olympia noch nicht gesehen. Nicht nur, dass deutlich mehrmals 100 Väter, Mütter, Geschwister, Großeltern und Freunde den Weg nach Abtnaundorf gefunden hatten. Sie waren auch einheitlich gekleidet. Dank eigens produzierten Finalshirts bildeten sie eine regelrechte rote Wand. Natürlich fehlte es auch hier nicht an allerlei „Lärmerzeugern“. Verglichen mit ihnen wirkte die Unterstützerschar der Jungs von Kontrahent RB Leipzig regelrecht bescheiden (und vor allem leise).

Leipziger-Cup 2019: Neunmeterschießen im Finale der E-Junioren

Auf dem Rasen lieferten sich beide Teams einen wirklich starken und sehenswerten Schlagabtausch. Tolle Kombinationen, technisch überzeugend, mit oft guten Ideen und Chancen - es war eine echte Klasse-Partie, in der Olympia zunächst 1:0 in Führung ging. Die RB-Jungs rackerten lange, zwei Großchancen blieben ungenutzt dazu ein Lattentreffer, dann klingelte es zum 1:1. Dass es schließlich mit einem 2:2 in die Verlängerung ging, machte außer den Trainern wohl niemanden traurig. Zu schön war es, den Mannschaften bei ihrem Spiel zuzusehen. Die Entscheidung fiel schließlich im Neunmeterschießen. Einmal scheiterte Olympia, zweimal RB - der Jubel der roten Wand kannte keine Grenzen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Finale der E-Junioren

SG Olympia 1896 I (U11 I) - RB Leipzig III (U10 I) 6:5 n.N. Zur Galerie
SG Olympia 1896 I (U11 I) - RB Leipzig III (U10 I) 6:5 n.N. © Alexander Prautzsch

Chemie Leipzigs D-Junioren chancenlos im Finale gegen Olympia

Im Finale der D-Junioren war schnell klar, wer das Spiel regiert. Olympias Kicker gingen schon nach sechs Minuten durch das Tor von Karl-August in Führung. Levon setzte einen drauf und netzt zum 2:0-Halbzeitstand ein. Natürlich war auch die lautstartke Unterstützung, die zuvor die E-Junioren ordentlich angefeuert hat, wieder dabei und feuerte die D-Jugend an. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit war es wieder Levon der das dritte Tor für Olympia geschossen hat. Die jungen Fußballer der BSG Chemie Leipzig schienen nicht wirklich voranzukommen. Sie kassierten nach knapp 40 Minuten auch schon das 0:4. Die Abwehr der Olympia stand felsenfest. Und auch der Keeper zeigte sich von seiner besten Seite. Doch Chemie ließ nicht nach und griff unbeirrt an. Der junge Chemiker Benjamin versuchte es mit einem Fernschuss, der jedoch direkt in die Arme des Olympia-Torwarts flog. Kurz darauf hielt er auch schon den nächsten Chemie-Schuss. Benjamin versuchte es erneut. Fast gleiche Distanz, fast gleicher Schuss, definitiv gleiches Ergebnis: Der Ball landete in den sicheren Händen von Olympias Schlussmann. Und Benjamin blieb einen Augenblick niedergeschlagen auf dem Rasen liegen. Schon beim nächsten Gegenangriff legten die Nachwuchsfußballer von Olympia Leipzig einen drauf und entschieden das Spiel mit 5:0 überzeugend für sich.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Finale der D-Junioren

SG Olympia 1896 II (U12 I) - BSG Chemie Leipzig 5:0 Zur Galerie
SG Olympia 1896 II (U12 I) - BSG Chemie Leipzig 5:0 © Alexander Prautzsch

BSG Chemie holt das C-Junioren-Double

Sie schenkten sich gar nichts, aus gutem Grund: Die C-Junioren der BSG Chemie und des Leipziger SC kennen sich bestens, konkurrierten in der Stadtliga bis zum Schluss um den Meistertitel. Vor dem Saisonfinale waren beide punktgleich. Die Entscheidung musste also am letzten Spieltag fallen- und sie fiel zu Gunsten der Jungs aus Leutzsch. Während sie ihre Partie beim SSV Markranstädt II 6:0 gewannen, kam der LSC gegen die Kickers Markkleeberg nicht über ein 0:0 hinaus. Der Titel ging mithin an die BSG, die in der kommenden Saison in der Landesklasse antreten wird.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Finale der C-Junioren

BSG Chemie Leipzig - Leipziger SC 1901 Zur Galerie
BSG Chemie Leipzig - Leipziger SC 1901 © Alexander Prautzsch

Eingedenk dieser Vorgeschichte barg das Pokalfinale dann doch eine gewisse Brisanz. Die Schleußiger brannten auf Revanche (und ihre Fans zündeten vor Anpfiff erstmal ein Bengalo), gerieten aber am Ende einer umkämpften ersten Hälfte doch ins Hintertreffen. Denjen setzte kurz vor dem Pausenpfiff einen Schuss ins rechte untere Eck. Die Entscheidung war das natürlich nicht. Denn dem BSG-Keeper rutschte in Halbzeit zwei eine Rückgabe durch - 1:1. Weitere Tore gab es nicht in der regulären Spielzeit. Das entscheidende Tor erzielten die Chemiker drei Minuten vor Schluss der Nachspielzeit und holten sich mit einem 2:1 den Sieg.

Markkleeberg entscheidet B-Junioren Finale in der 2. Halbzeit

Im B-Junioren-Finale zwischen Der SpG TSV 1886 Markkleeberg/Kickers Markkleeberg 94 und Eintracht Holzhausen blieb es lange Zeit relativ Ruhig. Nach knapp 20 Minuten gab es gerade mal eine Chance auf seiten der Holzhausener Jungs. Dann entwickelte sich das Spiel einigermaßen. Die Markkleeberger erspielten zwei Chancen nacheinander, die erste ging knapp am Tor vorbei, die zweite knapp drüber. Nach einer Ecke für Holzhausen gab es dann noch einige Chancen auf beiden Seiten. Zu einem geeigneten Abschluss kam es jedoch vor der Halbzeitpause nicht mehr.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Finale der B-Junioren

SpG TSV Markkleeberg/Kickers Markkleeberg - Eintracht Holzhausen 2:0 Zur Galerie
SpG TSV Markkleeberg/Kickers Markkleeberg - Eintracht Holzhausen 2:0 © Alexander Prautzsch

Kurz nach der zweiten Halbzeit schafften die Markkleeberger dann doch den Führungstreffer. Doch der Knallermoment in der Partie blieb weiterhin aus. Auch das 2:0 für die SpG sah man schon kommen. Eintracht Holzhausen erspielte sich noch eine Chance per Freistoß, doch aus etwa 20 Metern Entfernung überwand der Schuss zwar die Mauer, flog dann aber leider auch übers Tor. Kurz vor Schluss hatten die Markkleeberger Jungs noch eine Superchance, doch der Keeper parierte den Schuss. Und damit blieb es in der ruhigen Partie bei dem 2:0.

Double auch für die A-Junioren der SpG Großdalzig/Pegau

Mit heftigen aber trotzdem einigermaßen sauberen Zweikämpfen ging es in die letzte Finalpartie beim 8. Leipziger Cup. Bei den A-Junioren traf der TSV 1886 Markkleeberg auf die SpG Großdalzig/Pegau. Ob nun trotz oder gerade wegen der Hitze - beide Mannschaften waren sehr heiß auf den Sieg. Nach einer spannenden und offensivstarken halben Stunde geht die SpG durch das Tor von Kapitän Julian in Führung. Die Markkleeberger, nun deutlich wacher, setzen alles auf Angriff, den Offensivaktionen fehlen jedoch die passenden Abschlüsse. Bei einem weiteren Versuch näherte sich Großdalzig/Pegau nochmal gefährlich dem gegnerischen Tor und drückte entsprechend die Markkleeberger Mannschaft weit in die eigene Hälfte rein. Der TSV machte zwar Druck, kam aber nicht nah genug ans Tor heran. Mit der Führung der Sportgemeinschaft endete die erste Halbzeit.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Finale der A-Junioren

Die Spielgemeinschaft Großdalzig/Pegau kann das Finale gegen TSV Markkleeberg nach Treffern von Julian Likosek (30.) und Tim Lorenz (51.) bei einem Gegentreffer von Conrad März (87.) mit 2:1 gewinnen. Zur Galerie
Die Spielgemeinschaft Großdalzig/Pegau kann das Finale gegen TSV Markkleeberg nach Treffern von Julian Likosek (30.) und Tim Lorenz (51.) bei einem Gegentreffer von Conrad März (87.) mit 2:1 gewinnen. © Elena Boshkovska

In die zweite Halbzeit kam der TSV etwas besser rein, spielte offensiver, wollte den Rückstand aufholen. Die Markkleeberger ließen sich selten aus der gegnerischen Hälfte rausdrängen und wenn, dann ging es prompt zurück. Aus einem Konter heraus erhöhte die SpG Großdalzig/Pegau dann auf 2:0. Der Torschütze des Führungstreffers, Kapitän Julian, legte seinem Mitspieler Tim so den Ball vor, dass dieser ihn nur noch ins Netz schieben musste. Dabei verletze sich der Kapitän jedoch an einem Stahlseil und musste ausgewechselt und später dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Der 0:2-Rückstand verunsicherte die Markkleeberger nun sichtlich. Sie setzten alles auf Angriff, ließen nur einige seltene Kontermöglichkeiten zu und gingen mit allem nach vorne, was sie zu bieten hatten. Trotz der vielen offensiven Aktionen und deutlich mehr Ballbesitz konnten die A-Junioren des TSV die meisten Chancen nicht verwerten. Sie schafften lediglich den Anschlusstreffer zum 1:2 unmittelbar vor dem Schlusspfiff. Das war dann auch das Endergebnis.

Mit Elena Boshkovska

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt