21. November 2020 / 19:29 Uhr

Stralsunder Wildcats bringen Spitzenreiter in spektakulärem Spiel ins Wanken

Stralsunder Wildcats bringen Spitzenreiter in spektakulärem Spiel ins Wanken

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Die Wildcats waren nah dran an der ganz großen Überraschung gegen Leverkusen. Am Ende nahmen sie zumindest einen Punkt mit.
Die Wildcats waren nah dran an der ganz großen Überraschung gegen Leverkusen. Am Ende nahmen sie zumindest einen Punkt mit. © André Gschweng
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Bayer Leverkusen gewinnt im Volleyball-Krimi mit 3:2 am Sund.

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Das war eine Achterbahnfahrt! Im Zweitliga-Spitzenspiel zwischen den Stralsunder Wildcats und Bayer Leverkusen wechselten sich auf beiden Seiten spielerische Glanzpunkte mit Tiefschlägen ab. Aber die Volleyball-Partie war zu jeder Zeit spektakulär - mit dem besseren Ende für Leverkusen. 3:2 (25:21, 18:25, 25:14, 22:25, 15:11) gewannen die Gäste vom Rhein und bleiben damit zwar weiter ungeschlagen, müssen aber erstmals einen Punkt abgeben.

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Leverkusen übernahm zu Spielbeginn die Oberhand, stellte die Stralsunderinnen mit harten Aufschlägen und Angriffen gehörig unter Druck. 10:6 lautete die erste größere Führung für Bayer. Vor allem Charlotta Werscheck kam häufig mit Wucht zum Erfolg. Ihre Mitspielerinnen zeigten sich extrem beweglich in der Abwehr.

Der Fluss war nach dem ersten Seitenwechsel plötzlich weg. Den Wildcats gelang mehr, ein Aufschlag-Ass von Sanja Bruns markierte die 15:8-Führung. Wenig später zog Svenja Enning zum 19:9 nach. Leverkusen blies noch einmal zur Aufholjagd, die Paula Wedekind per Block stoppte (22:15).

Nach den Satzausgleich wendete sich das Blatt erneut. Leverkusen zog direkt davon (12:3). Davon erholten sich die Gastgeberinnen nicht mehr. Fokus auf Satz vier. Dieser war der erste, der stets ausgeglichen war. Mit Mut und Wut im Bauch griffen die Wildcats an, allen voran Anne Krohn. Nun war auch kaum noch ein Vorbeikommen am Stralsunder Block. Große Erleichterung war nach dem 23:18 zu spüren. Madleen Piest und Krohn brüllten sich ihre Freude ob der ungewöhnlichen aber erfolgreichen Rettung zuvor gegenseitig ins Gesicht, der Rest der Mannschaft reckte die Hände Richtung Hallendecke. Svenja Ennings Aufschlag-Ass sicherte zumindest einen Punkt - 2:2.

Im finalen Satz ging das Auf und Ab weiter. Mal hauchdünne Führung Stralsund, mal hatte Leverkusen die Nasenspitze vorn. Schlussendlich wuchtete sich Charlotta Werscheck durch den Wildcats-Block, der Ball fiel in die Feldmitte zum neunten Bayer-Sieg im neunten Spiel.

Leverkusen thront mit 26 Punkten auf Platz eins, Stralsund hat ein Spiel mehr, aber sieben Punkte weniger und ist Dritter. In einer Woche steigt das nächste Topspiel. Dann kommt der Ligazweite aus Köln nach Stralsund.