17. Januar 2022 / 16:57 Uhr

Strategie geht auf: HSG Nord holt zweiten Saisonsieg

Strategie geht auf: HSG Nord holt zweiten Saisonsieg

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Marie Goldberg (am Ball) und die HSG Nord Edemissen setzten sich beim Tabellendritten unerwartet deutlich durch.
Marie Goldberg (am Ball) und die HSG Nord Edemissen setzten sich beim Tabellendritten unerwartet deutlich durch. © Isabell Massel
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Den zweiten Saisonsieg hat die HSG Nord Edemissen in der Handball-Landesliga Frauen errungen. Gegner war kein Geringerer als der Tabellendritte Eintracht Braunschweig. Die Edemissenerinnen gewannen 28:20 und verringerten in der Tabelle den Abstand zum „rettenden Ufer“. 

Die zurückliegende lange Punktspielpause brachte Edemissens Landesliga-Handballerinnen nicht vom Erfolgskurs ab. Denn sieben Wochen nach ihrem ersten Saisonsieg gegen Clenze legte die abstiegsgefährdete Mannschaft nach. Sie bezwang den Tabellendritten Eintracht Braunschweig und hat nun Tuchfühlung mit dem „rettenden Ufer“.

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Eintracht Braunschweig – HSG Nord Edemissen 20:28 (7:14). „Es war ein verdienter Sieg, der auch in der Höhe in Ordnung geht. Eigentlich hätten wir 35 Tore werfen müssen, ließen jedoch leider vorne zu viele klaren Sachen liegen“, bilanzierte HSG-Nord-Trainer Julian Winkel, der sich freute, dass seine Strategie vollends aufgegangen ist. „Wir wollten Braunschweigs gefährliche Kreisläuferin Melina Buhle aus dem Spiel nehmen. Und das klappte, sie sah keinen Stich, konnte nur selten angespielt werden. So waren ihre Mitspielerinnen gezwungen, zumeist aus dem Rückraum zu werfen, was sie weniger gut können.“

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In die Begegnung starteten die Edemisserinnen furios (5:1), ehe sie sich eine kurze Schwächephase leisteten und Braunschweig auf 6:7 (15.) herankam. Doch es war nur ein kurzes Aufflackern. Die HSG fand wieder in die Spur und setzte sich dank einer stabilen Abwehr mit einer stark haltenden Fiona Schneider im Rücken bis zur Pause auf sieben Tore ab.

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Schwächephase Nummer zwei, die laut Winkel dem unverständlicherweise einsetzenden einfallslosen Angriffspiel seiner Mannschaft geschuldet war, sorgte nach dem Wechsel dafür, dass die Eintracht auf 15:16 (44.) herankam. „In dieser Phase hätte das Spiel kippen können. Doch dann warfen wir in Unterzahl zwei Tore und Fiona parierte einen unhaltbaren Ball.

Das war wohl zu viel für die Braunschweigerinnen, sie fielen komplett auseinander“, berichtete Winkel, der Edemissens sechsfache Torschützin Lea Nötzel ein Sonderlob ausstellte.

HSG Nord:Goldmann, Schneider (beide Tor) – Selzam (4), Schneider, Brandes (2), Goldberg (2), Nötzel (6), Feldt (4), Klokkers (2), Brand (4/4), Zierk (4).

Von Jürgen Hansen