12. Februar 2020 / 19:02 Uhr

Straubing kommt: Stoßen die Grizzlys Wolfsburg auch diesen letzten Bock noch um?

Straubing kommt: Stoßen die Grizzlys Wolfsburg auch diesen letzten Bock noch um?

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT, Eischockey, Grizzlys Wolfsburg - EHC München
Heimjubel: Den gab es (wie hier gegen München) zuletzt öfter bei den Grizzlys. Und das soll auch gegen Straubing am Freitag so sein. © Boris Baschin
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Endspurt im Eishockey-Oberhaus um die Play-Off-Plätze, die Grizzlys Wolfsburg schielen noch auf Platz sechs, wollen sich aber nur auf die nächstliegende Aufgabe fokussieren. Und die ist pikant: Es kommt am Freitag (19.30 Uhr) das einzige Team, das in dieser Spielzeit noch nicht besiegt wurde. Die Straubing Tigers. Egal, meint Stürmer Brent Aubin: "Wir können sie schlagen."

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Ein gutes Omen vielleicht: Die Grizzlys haben sehr, sehr lange gebraucht, bis sie erstmals eine Mannschaft aus den Top Vier besiegt haben. Länger als eine halbe Saison. Zuletzt aber bezwangen sie nacheinander Spitzenreiter München und den Tabellenzweiten Mannheim, landeten dabei auch endlich den ersten Saisonerfolg gegen Mannheim, polierten so die lange Zeit miese Heimbilanz auf. Nun kommt der Dritte. "Eine Mannschaft", so Trainer Pat Cortina, "die sich seit zwei Jahren entwickelt hat." Für sein Team komme es jetzt darauf an, "richtig zu starten. Jeder weiß, wie wichtig jetzt die letzten Spiele sind".

Jetzt komme die Phase der Saison, "die Spaß macht, weil sie zeigt, was das vorher Geleistete wert sei und weil jetzt alles wichtig ist". Gegen Straubing werde am schwierigsten, "gut zu sein ohne die Scheibe", läuferisch und taktisch diszipliniert zu sein. Mit der Scheibe, da werden nach der Pause alle wollen. Aubin, der sonnige Tage an der Cote D'Azur erlebte, sagt: "Das war schön, aber auch eine lange Pause mitten in der Saison. Nach ein paar Tagen ist man wieder hungrig auf das Eis." Die Formation mit ihm, Mathis Olimb und U23-Akteur Valentin Busch funktionierte zuletzt ganz gut, für Youngster Busch hat Aubin, der übrigens an eine Einbürgerung denkt, nur lobende Worte: "Er ist ein guter Skater, kann Spielzüge einleiten, gute Pässe geben, hat eine gute Einstellung, tut alles, um sich zu verbessern. Er hat seine Chance genutzt." Das helfe dem Team doppelt, denn wenn die Jungen so drauf sind, pusht das auch uns Ältere, wenn Spieler in seinem Alter so sind."

Grizzlys gegen Adler - Die Bilder des Spiels

Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor zum 1:1 während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Adler Mannheim am 31.01.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH) Zur Galerie
Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor zum 1:1 während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Adler Mannheim am 31.01.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH) ©

Aubin sieht Schwachstellen bei den Tigers

1:3 daheim, 3:5 und 1:5 in Straubing lauteten die Ergebnisse aus Wolfsburger Sicht gegen Straubing. Besonders finster war das letzte Duell. Aubin erinnert sich: "Die haben ihre Powerplays genutzt, wir nicht, wir müssen sehr diszipliniert gegen sie sein." Straubing traf damals bei seinem 5:1 aus drei Situationen (eine war eine doppelte Unterzahl) zweimal, die Grizzlys nutzten insgesamt fast 18 Minuten Überzahl nicht. Straubing ist extrem stabil. Aubin weiß: "Sie haben ein gutes Powerplay, eine gute Balance, sie können offensiv einiges kreieren, aber sie bieten auch etwas an." Verwundbar sind die Tigers am ehesten auswärts. Mit 30 Zählern holten sie in der Fremde genauso viele Punkte wie die Grizzlys. In eigener Halle sind die Niederbayern ein Extremfall: 54 Heimpunkte (Wolfsburg hat insgesamt nur 61) sind Ligaspitze.

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Drei Spieler fehlen den Grizzlys

Die Grizzlys werden mit einem kompletten Team (19 Feldspieler) antreten können, müssen aber auf Armin Wurm, Marius Möchel und wohl auch Lucas Lessio verzichten. Stürmer Lessio (Leistenprobleme) trainierte auch am Mittwoch im weißen Trikot (kein Körperkontakt), Verteidiger Wurm hat Probleme mit der operierten Hand, Cortina erwartet ihn aber nächste Woche im Training zurück. Bei Stürmer Möchel dauerte die Ausheilung einer Oberkörperverletzung resultierend aus dem letzten Spiel vor der Pause länger als erwartet.

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