25. Januar 2020 / 13:35 Uhr

Streif-Abfahrt: Romed Baumann bester Deutscher, Matthias Mayer gewinnt, Thomas Dreßen patzt

Streif-Abfahrt: Romed Baumann bester Deutscher, Matthias Mayer gewinnt, Thomas Dreßen patzt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Dreßen blieb auf der Streif diesmal hinter seinen Möglichkeiten. 
Thomas Dreßen blieb auf der Streif diesmal hinter seinen Möglichkeiten.  © (c) APA
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Bei der spektakulärsten Abfahrt des Alpin-Zirkus überrascht Neuzugang Romed Baumann als bester Deutscher. Der Österreicher Matthias Mayer fährt auf der Streif zum Sieg. Thomas Dreßen bleibt hinter den Erwartungen zurück. 

Neuzugang Romed Baumann hat auf der Streif in Kitzbühel mit Rang sieben für das Top-Resultat im deutschen Team gesorgt und seine Teamkollegen Thomas Dreßen und Co. geschlagen. Der ehemals für sein Geburtsland Österreich fahrende Baumann hatte im Ziel 0,83 Sekunden Rückstand auf Sieger Matthias Mayer aus Österreich. Er hatte vor der Saison den Verband gewechselt. Andreas Sander lag nach 34 gestarteten Fahrern auf Platz elf.

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Nach Platz zwei im Super-G tags zuvor holte Mayer den ersten Heimsieg im wichtigsten Weltcup-Rennen der Welt seit dem Erfolg von Hannes Reichelt vor sechs Jahren. Landsmann Vincent Kriechmayr und der Schweizer Beat Feuz kamen bei der 80. Auflage der Hahnenkamm-Rennen mit 0,22 Sekunden Rückstand auf den geteilten zweiten Platz.

Dreßen, der vor zwei Jahren sensationell seinen ersten Weltcup-Sieg auf der Streif geholt hatte, war zwischenzeitlich lediglich auf Platz 25. Ein früher Fehler kostete ihn Zeit. Josef Ferstl, vor einem Jahr Super-G-Sieger in Kitzbühel, kam auf Rang 24. Seinen Ärger nach der verpatzten Rückkehr auf die legendäre Streif wollte Dreßen gar nicht verstecken. „Klar bin ich sauer“, sagte der Skirennfahrer im Zielhang von Kitzbühel.

Unglaubliche Geschwindigkeits-Rekorde im Sport


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Österreichischer Verband wollte Baumann nicht mehr

Vor zwei Jahren hatten Zehntausende Fans und allerlei Prominenz noch ihm zugejubelt. Diesmal herrschte bei dem Mittenwalder Enttäuschung statt Ekstase. Bei seinem Kitzbühel-Comeback nach einem Jahr Verletzungspause hatte er viel riskiert - anders als Teamkollege Romed Baumann aber nichts gewonnen.

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Baumann raste auf der anspruchsvollen Piste bei schwieriger Sicht auf Platz sieben und verbuchte einen seiner emotionalsten Top-Ten-Ränge. Vor der Saison war der 34-Jährige vom österreichischen zum deutschen Verband gewechselt, weil ihn die Ski-Nation nicht mehr haben wollte. Just beim größten Prestige-Event in der Alpenrepublik so abzuliefern, das erfüllte Baumann mit Genugtuung. „Vor diesem Publikum mein bestes Saisonergebnis einzufahren, ist ein Riesending“, sagte er in der ARD.

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