22. April 2021 / 10:24 Uhr

Streit in der Oberliga: Absteiger wollen klagen, Eilenburger Aufstieg in Gefahr?

Streit in der Oberliga: Absteiger wollen klagen, Eilenburger Aufstieg in Gefahr?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Endet der Oberliga-Abbruch mit seinen Folgen vor Gericht?
Endet der Oberliga-Abbruch mit seinen Folgen vor Gericht? © LVZ-Archiv
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Der Saisonabbruch in den NOFV-Oberligen sorgt für Unfrieden. Die zwei potentiellen Absteiger Nordhausen und Brandenburg bereiten eine gemeinsame Klage vor und haben sich prominente Rechtsunterstützung geholt. Der VfL Halle 96 prüft wegen des Eilenburger Aufstiegs Rechtsmittel.

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Nordhausen. Nach dem Abbruch der Regionalliga Nordost und der beiden Oberligen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) haben mehrere Clubs ihre Klageabsicht bekräftigt. „Wir reichen vor Ablauf der Frist am Donnerstag dagegen unsere Klage beim Sportgericht des NOFV ein“, sagte Torsten Klaus, Präsident von Wacker Nordhausen, der „Thüringer Allgemeinen“ (Donnerstag). Laut des Berichts schließt sich Wacker mit dem Brandenburger SC Süd zusammen, beide Clubs werden von der Kanzlei von Christoph Schickhardt vertreten. Der Rechtsanwalt ist eine der Koryphäen in Deutschland in Sachen Sportrecht, vertrat in der Vergangenheit mehrfach Bundesligisten u.a. in Lizenzierungsfragen.

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Wacker und der BSC sollen aus ihren Oberliga-Staffeln absteigen. Der VfL Halle 96 erwägt als Zweiter der Süd-Staffel ebenfalls zu klagen, da er dem FC Eilenburg wegen der besseren Tordifferenz von zwei Treffern den Regionalliga-Aufstieg überlassen soll.

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Beim Beschluss zum Saisonabbruch in den NOFV-Ligen war am vergangenen Freitag beschlossen worden, dass ein Regionalligist und pro Staffel zwei Oberligisten absteigen sollen. Der Oberliga-Sieger darf jeweils aufsteigen, die Tabellen wurden nach der Quotientenregel berechnet. NOFV-Präsident Hermann Winkler hatte bereits betont, dass eine Klage das gute Recht jedes Clubs sei. „Ich bin da überhaupt nicht böse. Auch wir können Fehler machen“, sagte der 58-Jährige. Das Präsidium habe versucht, „möglichst rechtssicher zu handeln“.