14. März 2017 / 16:44 Uhr

„Stress und Belastung“ – RB sucht Diagnose für Keitas Schwächeanfall

„Stress und Belastung“ – RB sucht Diagnose für Keitas Schwächeanfall

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Naby Keita ist ein wichtiger Bestandteil der Spielphilosophie von RB Leipzig. 
Naby Keita kämpft derzeit mit gesundheitlichen Problemen. Deren Ursache ist unklar. © dpa
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Der Antreiber kehrte nach seinem Zusammenbruch am Dienstag auf den Platz zurück, trainierte aber nur individuell.

Leipzig. Er stand am Dienstag nicht mit der Mannschaft beim Training auf dem Platz und bisher fehlt die endgültige Diagnose für Naby Keita. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl ist aber zuversichtlich. „Es geht ihm wieder gut“, sagte der Coach. Der 22-Jährige war am vergangenen Sonnabend nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg zusammengebrochen und hatte kurzzeitig das Bewusstsein verloren.

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Noch immer ist nicht endgültig klar, was die Ursache für den Schwächeanfall war. "Ich glaube, es hatte mit der Belastung und dem Stress davor zu tun", so Hasenhüttl. Die statistischen Daten stützen die These des Trainers. So viele Kilometer wie gegen Wolfsburg ist Keita zuletzt in keinem Spiel gelaufen. Sein Wert gegen den VfL lag bei 11,49 Kilometern. Im Spiel zuvor gegen Augsburg spulte er 10,13 Kilometer ab und in den Begegnungen davor noch weniger. In Mönchengladbach brachte es der Dribbler aus Guinea beim 2:1-Sieg gerade auf 8,91 Kilometer.

Keita, der vor allem in der zweiten Halbzeit mit seinen Sturmläufen aus dem Mittelfeld noch einmal die Wende einleiten wollte, hat sich offenbar völlig verausgabt. Hinzu kam die mentale Belastung in den Tagen zuvor mit den ständigen Gerüchten um einen möglichen Wechsel zum FC Bayern München.

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Die Untersuchungen in der Klinik haben bisher keinen Befund erbracht. Keita durfte nach einer Nacht das Krankenhaus wieder verlassen. Alle Werte liegen nach LVZ-Informationen aber immer noch nicht vor. In den kommenden zwei bis drei Tagen wird damit gerechnet.

Als bisher wenig wahrscheinlich gilt, dass Keita noch an Spätfolgen seiner Malariaerkrankung leidet. Im Januar vergangenen Jahres hatte er sich bei einem Heimaturlaub mit der tückischen Tropenkrankheit angesteckt und machte, damals noch in Diensten von RB Salzburg, Fieberanfälle durch.

Am Dienstag trainierte Keita individuell. RB gibt ihm die Zeit, die er benötigt. Am kommenden Wochenende gegen Werder Bremen ist er ohnehin kein Thema. Nach seiner Grätsche gegen Daniel Didavi kassierte der Bullenspieler gegen Wolfsburg seine fünfte gelbe Karte. Wegen der anschließenden Länderspielpause könnte Keita frühestens am 1. April wieder gegen den SV Darmstadt im heimischen Stadion auflaufen.

Guido Schäfer / Matthias Roth

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