04. März 2017 / 19:42 Uhr

Striesener B-Jugend geht gegen Lok Leipzig die Puste aus

Striesener B-Jugend geht gegen Lok Leipzig die Puste aus

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Karl Stiefel (l.) kommt gegen Loks Torwart Max Mende nicht mehr an den Ball.
Karl Stiefel (l.) kommt gegen Loks Torwart Max Mende nicht mehr an den Ball.
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Dresdner unterliegen nach 1:0-Führung noch mit 1:5

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Dresden. Am 16. Spieltag der B-Jugend-Landesliga hat die SG Striesen erneut eine Heimniederlage einstecken müssen. Wie eine Woche zuvor gegen Zwickau konnte die Mannschaft um Kapitän Janik Neumann nur eine Halbzeit lang mithalten und verlor am Ende deutlich mit 1:5 (1:0).  Anders als gegen den FSV war es diesmal der erste Spielabschnitt, in dem sich die Striesener bissig und entschlossen zeigten. Sie hatten offenbar aus der ansprechenden zweiten Halbzeit eine Woche zuvor Selbstvertrauen mit in die Partie gegen den Tabellendritten aus Leipzig-Probstheida genommen. Mutig attackierten sie und gingen nach Vorarbeit von Adrian Eckhardt, der sich links gut durchsetzte und schön in die Mitte ablegte, durch Marcel Janitz mit 1:0 in Führung (19.).

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Tom Tippner, Marcel Janitz und Leipzigs Fabian Vogel im Luftkampf. Nicolas Heinze (Nr. 17) und Hamin Park schauen zu. Zur Galerie
Tom Tippner, Marcel Janitz und Leipzigs Fabian Vogel im Luftkampf. Nicolas Heinze (Nr. 17) und Hamin Park schauen zu. © Jochen Leimert

Janitz hätte auch noch erhöhen können, schoss einmal knapp am Dreiangel vorbei. Ein, zwei weitere Gelegenheiten wurden vergeben. Die Dresdner hatten lange Zeit etwas mehr vom Spiel, die Leipziger kamen fast nur durch Standards zu Torchancen. Tom Tippner, mit Migräne ins Spiel gegangen, konnten sie aber nicht überraschen. Zwei Freistöße von Yannik Richter parierte Striesens Schlussmann stark. Nach der Pause aber kamen die Gastgeber ohne Mumm aus der Kabine, sie ließen sich mehr und mehr vom Favoriten in die eigene Hälfte drücken. Wie weggeblasen war das forsche Auftreten in den ersten 40 Minuten. Fast folgerichtig kam Leipzig durch Hamin Park zum Ausgleich (47.). Ein “Pfund” von Simon Wagner führte dann zum 2:1 für Lok, der Leipziger traf den Ball optimal und Tippner hatte keine Abwehrchance.

Nun gingen bei den Dresdnern die Köpfe runter, nach vorn gelang ihnen nichts mehr. Lok ließ Ball und Gegner laufen. Lediglich ein Eckball sprang im Bemühen um Entlastung mal heraus, der Probstheidaer Keeper erlebte einen beschäftigungsarmen Samstagvormittag. Yannik Richter (68.) und Simon Wagner (76.) legten dagegen noch für die Gäste nach, kräftig unterstützt durch Striesener Abwehrschnitzer. So gingen die Dresdner mit einer 1:5-Packung vom Platz und müssen sich nun im Training Mut für das wichtige Auswärtsspiel kommenden Sonnabend beim Tabellennachbarn in Riesa holen. Die nur einen Punkt besser als die Striesener auf Rang 10 stehenden Stahl-Kicker verloren glücklicherweise ebenfalls klar - mit 0:4 in Hoyerswerda. Ein spannender Abstiegskrimi ist also zu erwarten. Die Leipziger empfangen derweil den FC Eilenburg zum Nordsachsen-Derby.