27. Juni 2022 / 20:05 Uhr

Raus nach fünf Sätzen: Struff verpasst in Wimbledon Coup gegen Alcaraz - Niemeier und Marterer weiter

Raus nach fünf Sätzen: Struff verpasst in Wimbledon Coup gegen Alcaraz - Niemeier und Marterer weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jan-Lennard Struff scheiterte in Wimbledon nach fünf Sätzen an Carlos Alcaraz.
Jan-Lennard Struff scheiterte in Wimbledon nach fünf Sätzen an Carlos Alcaraz. © Getty Images
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Jan-Lennard Struff stand in der ersten Wimbledon-Runde kurz vor dem ganz großen Erfolg. Am Ende fehlt gegen den spanischen Jungstar Carlos Alcaraz aber die Kraft. Zwei andere deutsche Tennisprofis kommen erstmals bei dem Rasen-Klassiker weiter.

Knapp verpasste Sensation durch Jan-Lennard Struff, Premierensiege für Jule Niemeier und Maximilian Marterer: Die deutschen Tennisprofis haben zum Auftakt des Rasen-Klassiker in Wimbledon mehrere Achtungszeichen gesetzt. Struff musste sich am Montag nach großem Kampf und starker Leistung dem spanischen Jungstar Carlos Alcaraz in der ersten Runde mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:7 (3:7), 4:6 geschlagen geben und klopfte dem Weltranglisten-Siebten anerkennend auf den Rücken.

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Struff kassierte im fünften Satz das entscheidende Break zum 4:5, der an Nummer fünf gesetzte Alcaraz verwandelte nach 4:10 Stunden seinen zweiten Matchball. "Er hat sehr gut gespielt", lobte Alcaraz seinen Kontrahenten, nachdem dieser von den Zuschauern mit großem Applaus auf dem Court 1 verabschiedet worden war. Struff hatte Alcaraz vergangenes Jahr in der ersten Runde der French Open noch bezwungen. Der 19 Jahre alte Spanier hat nach allein vier Turniersiegen in diesem Jahr aber einen ganz anderen Status und liegt derzeit auf Weltranglistenplatz sieben.

Die 22 Jahre alte Dortmunderin Niemeier setzte sich nach nur 73 Minuten mit 6:1, 6:4 gegen die Chinesin Xiyu Wang durch und feierte damit ihren ersten Sieg überhaupt bei einem Grand-Slam-Turnier. Marterer bezwang den Slowenen Aljaz Bedene nach 3:04 Sunden mit 4:6, 7:5, 6:4, 7:5 und ließ sich dabei auch von zwei längeren Regenpausen nicht aus dem Konzept bringen. "Das fühlt sich unglaublich an, da hätte ich vor dem Turnier nicht mit gerechnet", sagte der Nürnberger, der sich durch die Qualifikation gekämpft hatte. Für Marterer war es bei seiner zweiten Hauptrunden-Teilnahme der erste Sieg in Wimbledon.

Struff scheiterte jedoch knapp an seinem ersten Zweitrunden-Einzug seit 2019. Der Bruch seines großen Zehs, der ihn dieses Jahr mehr als zwei Monate lang gestoppt hatte, war ihm lange Zeit nicht anzumerken. Angesichts der "brutal schweren Aufgabe" hatte er vor der Partie angekündigt, einen "Monsterfight" zu liefern - und Struff hielt Wort. Vor allem mit seinem bis zu 218 Stundenkilometer schnellem Aufschlag und krachenden Vorhänden setzte er seinen Kontrahenten zu Beginn unter Druck und blieb auch in zahlreichen engen Momenten nervenstark. Vier Breakbälle wehrte Struff im ersten Satz ab und feierte den per Ass verwandelten Satzball mit ausgestreckter Faust in Richtung seines Anhangs auf der Tribüne.

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Der Regen prasselte auf das geschlossene Dach, beide Spieler ließen sich auch von den teils schwülen Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen. Im zweiten Satz konnte Alcaraz erstmals Struff den Aufschlag abnehmen und stellte diesen auch im weiteren Spielverlauf mit starken Passierbällen immer wieder vor Probleme. Am Ende fehlte Struff auch sichtbar die Kraft.

Die Weltranglisten-97. Niemeier dominierte ihre Partie gegen Wang zu Beginn und blieb auch bei steigender Gegenwehr ihrer Kontrahentin im zweiten Satz souverän. Niemeier steht nun vor einer äußerst schweren Aufgabe und trifft auf die an Nummer zwei gesetzte Estin Anett Kontaveit. Im vergangenen Jahr hatte sie noch ganz knapp den erstmaligen Sprung ins Wimbledon-Hauptfeld verpasst.

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