07. Juni 2021 / 10:20 Uhr

Nach Sturzpech: MSC "Wölfe" Wittstock verliert Heimauftakt gegen Posen

Nach Sturzpech: MSC "Wölfe" Wittstock verliert Heimauftakt gegen Posen

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
500 Zuschauer sahen auf dem Wittstocker Heidering spektakulären Motorsport.
500 Zuschauer sahen auf dem Wittstocker Heidering spektakulären Motorsport. © Thomas Klemm
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Teamkapitän Steven Mauer ist nach Krankenhaus-Check wieder zu Hause - Gastgeber halten Rennen lange offen, müssen sich aber geschlagen geben.

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Bei ihrer verspäteten Saisonpremiere in der 2. polnischen Liga lieferten die Speedwayfahrer des MSC „Wölfe“ Wittstock am Sonnabend auf dem heimischen Heidering den Gästen von Spechouse PSZ Poznan lange Zeit einen spannenden Kampf. Vor 500 zugelassenen Zuschauern stand es nach zwölf der insgesamt 15 Läufe unentschieden 36:36. Im 13. Durchgang neigte sich die Waage dann leicht zu Gunsten der polnischen Gäste aus Posen.

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Mitentscheidend war dann ein unglücklicher Sturz des Wittstocker Mannschaftskapitäns Steven Mauer. Der Elstaler kam im 14. Lauf in Führung liegend schon in der zweiten Kurve zu Fall und konnte dann verletzungsbedingt nicht mehr weiterfahren. Den Wiederholungslauf, der ohne ihn stattfinden musste, entschied das Team aus Poznan mit 4:2 für sich und hatte damit zumindest ein Unentschieden bereits sicher. Im 15. und letzten Durchgang gab es dann einen Doppelerfolg für die polnischen Gäste durch Rafal Karczmarz und den überragenden Kevin Wölbert, der zuvor bei all seinen vier Einsätzen siegreich war, der am Ende eines spannenden Aufeinandertreffens zum 49:41-Endstand für Poznan führte.

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Dass es für die Wittstocker in ihrem ersten Saisonrennen nicht leicht werden würde, war schon vorher klar, denn von einer normalen Vorbereitung konnte bei ihnen aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen im Land Brandenburg nicht die Rede sein. Das Gästeteam hatte dagegen schon erste Rennen in der zweiten polnischen Liga bestritten. Doch für die gastgebenden „Wölfe“ lief es anfangs sehr gut. Nach vier Durchgängen lagen die Wittstocker dank der Siege von Max Dilger, Erik Bachhuber und Lukas Baumann mit 15:9 vorn.



Mit zwei 5:1-Läufen drehten die durch den kurzfristigen Ausfall des Dänen Mathias Nielsen (bei Sturz in der Heimat verletzt) gehandicapten Gäste dann den Spieß um und gingen erstmals in Führung, die sie im weiteren Verlauf behaupteten. Erst als im elften Rennen die Wittstocker durch den Doppelerfolg von Sandro Wassermann und Dilger wieder ausglichen, kam bei ihnen Hoffnung auf, dass sie doch noch etwas holen könnten. Diese Erwartungen wurden mit dem Sturz von Steven Mauer beendet. „Zum Glück hat es ihn nicht so schlimm erwischt. Im Krankenhaus in Neuruppin ist er durchgecheckt worden. Er hat zwar ein Schädel-Hirn-Trauma, aber er durfte am Sonnabend schon wieder nach Hause“, sagte Vater Frank Mauer, der Chef des Wittstocker Vereins ist. Auf die Frage, ob Sohn Steven beim ersten Auswärtsrennen am nächsten Sonnabend in Opole wieder mit dabei ist, antwortete er: „Das könnte schon sein, denn er ist ein harter Hund. Aber das werden wir kurzfristig entscheiden.“

Insgesamt war Frank Mauer mit dem Auftritt seines Teams zum Saisonstart zufrieden. „Wir waren mit Poznan bis auf den letzten Lauf das ganze Rennen über auf Augenhöhe. Darauf lässt sich aufbauen“, sagte er. Auf Seiten vom Gastgeber boten vor allem die jungen deutschen Fahrer gute Leistungen, allen voran Lukas Baumann, der mit zwei Laufsiegen und insgesamt zwölf Punkten bester Wölfe-Akteur war. Dagegen konnten der kurzfristig verpflichtete Slowene Matic Ivacic und der Tscheche Josef Franc die Erwartungen noch nicht erfüllen.