26. Juni 2018 / 13:48 Uhr

Südkorea-Star Heung Min Son: Achtelfinaleinzug – sonst ab zum Militärdienst? 

Südkorea-Star Heung Min Son: Achtelfinaleinzug – sonst ab zum Militärdienst? 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Südkoreas Heung Min Son hat vielleicht bald ein Problem. Der Star der Asiaten muss zum Militär, das könnte seine Profikarriere ordentlich ausbremsen.
Südkoreas Heung Min Son hat vielleicht bald ein Problem. Der Star der Asiaten muss zum Militär, das könnte seine Profikarriere ordentlich ausbremsen. © AP
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Der frühere Bundesliga-Stürmer Heung Min Son muss demnächst den Militärdienst in seiner Heimat ableisten, eigentlich. Nur auf Weisung des Präsidenten kann der Südkoreaner der Verpflichtung entgehen. Könnte ihm ein Sieg gegen Deutschland helfen?

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Südkorea-Star Heung Min Son hat im Moment nicht nur WM-Gegner Deutschland im Kopf.

Dem Stürmer droht in seiner Heimat die Einberufung zum Militärdienst. Der Grund: Das Gesetz in Südkorea besagt, dass der mindestens 21-monatige Militärdienst nur bis zum 27. Lebensjahr aufgeschoben werden kann. Am 8. Juli wird Son 26 und hat ihn bisher nicht geleistet, weil er von 2008 bis 2015 in Deutschland für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen spielte. Aktuell steht Son bei Tottenham Hotspur unter Vertrag.

Über Ausnahmen entscheidet der Präsident

Ausnahmen gewährt die Regierung nur bei sportlichen Ausnahmeerfolgen. Ob die WM Son den Militärdienst ersparen kann, ist aber offen. Vorgesehen sei die Ausnahmeregel nicht einmal beim WM-Sieg. „Es sei denn, es gibt eine entsprechende Weisung des Präsidenten“, teilte der Verband KFA mit. Dieser heißt Moon Jae In, ist zumindest Son-Fan. Er lobte nach dem Stadionbesuch beim 1:2 gegen Mexiko das „Weltklassetor“ des Stürmers.

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Sons einzige sichere Chance zur Befreiung vom Dienst seien die Asienspiele: „Sollte die südkoreanische Nationalmannschaft dann die Goldmedaille holen, wären die Spieler vom Dienst befreit“, erklärte der Verband. Son erwägt nun offenbar die Teilnahme an diesem Turnier Ende August. 2014 gewann Südkorea die Asienspiele, doch Leverkusen hatte ihm die Freigabe verweigert.

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Das Trikot der russischen Nationalmannschaft. ©

In der Vergangenheit erwischte die Wehrdienstregel schon südkoreanische Sportstars, die dann ihre Karriere unterbrechen mussten. Der Golfer Sang Moon Bae wurde 2015 eingezogen, nachdem er schon 15 Profiturniere gewonnen hatte. Er musste seine Karriere unterbrechen. Glück hatte 2002 Ji Sung Park: Der damals für Manchester United spielende Südkoreaner wurde dem Halbfinaleinzug bei der WM 2002 von der Pflicht befreit.