11. März 2020 / 18:23 Uhr

Sunny Singh ist HSV Beach Soccer Teammanager

Sunny Singh ist HSV Beach Soccer Teammanager

Lisa Wittmaier
Lübecker Nachrichten
Sunny Singh ist seit dem 01.01.2020 offiziell Teammanager der Hamburger. Zudem ist er Co-Trainer und Kapitän der Mannschaft.
Sunny Singh ist seit dem 01.01.2020 offiziell Teammanager der Hamburger. Zudem ist er Co-Trainer und Kapitän der Mannschaft.
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Der Lübecker hat bereits namenhafte Spieler nach Hamburg geholt. Er selbst wird vom Tor ins Feld wechseln.

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Rund um die Lübecker Sportplätze ist es um Sunny Singh ruhig geworden. Wo man ihn öfters noch bei den Strandpiraten oder den GWS Beach Pirates Erfolge feiern sehen hat, ist komplette Ruhe eingekehrt. Dafür treibt sich der Torwart in Hamburg rum, genauer gesagt beim HSV Beach Soccer.

Die letzten Jahre lief er bei den hanseatischen Strandkickern als Kapitän auf und stand immer im engen Kontakt mit Trainer und Abteilungsleiter. Seit dem 01.01.2020 hat er offiziell das Amt als Teammanager inne, welches er bereits die letzten Jahre schon intern mit übernommen hat. "Ich habe auch in der Vergangenheit schon meine Meinigung sagen dürfen und konnte Ratschläge geben. Nun habe ich für meinen Bereich aber offiziell den Hut auf," erzählt Singh, der sich insbesondere um die Kaderzusammenstellung und Öffentlichkeitsarbeit kümmert, aber auch als CO-Trainer agiert.

DFB Beachsoccer-Meisterschaft 2016

Das Spiel Ibbenbüren gegen Hohensee United (5:4). Zur Galerie
Das Spiel Ibbenbüren gegen Hohensee United (5:4). © Johannes Weber

Sportliche Zukunft ungewiss

Ob er in der kommenden Saison selbst auf dem Platz stehen kann, steht derweil noch nicht fest. "Aufgrund einer Schlutereckgelenksverletzung kann ich nicht mehr im Tor spielen und würde in die Verteidigung wechseln," erklärt Singh, der nebenberuflich Sales and Managment an der TU in Hamburg studiert. Aufgrund des Fernstudiums, welches noch drei Semester andauert, ist die Zeit ein entscheidender Faktor. "Ich habe immer gesagt, dass ich nur spiele, wenn ich fit bin. Zusätzlich muss ich an den Spielwochenenden auch Zeit haben. Das passt mit Prüfungsterminen nicht immer," schildert er mit ein wenig bedauern. Trotz des straffen Zeitplans winkt der Kapitän die eigene sportliche Zukunft nicht ab und möchte weiterhin versuchen die Termine wahrzunehmen und somit auch spielen zu können. "Wir werden sehen was die Zeit bringt," lässt er alles offen.

Nico Ploog kehrt kehrt zurück, drei Dänen verstärken das Team

Am 2. April starten die Hamburger Strandkicker mit der Vorbereitung, in der dreimal die Woche trainiert wird. "Jeder Spieler hat zusätzlich seinen individuellen Trainingsplan. Wir erwarten, dass alle fit in die Vorbereitung gehen, da dort gezielt mit dem Ball trainiert werden soll." Beim Trainingsstart darf Singh einige Neuzugänge begrüßen, die er durch langjährige, gute Kontakte, die er innerhalb seiner 10-jährigen Erfahrung im Beachsoccer sammeln konnte, nach Hamburg holen konnte. Darunter drei dänische Nationalspieler aus Kopenhagen und Nico Ploog vom deutschen Meister. "Die Jungs werden uns mit ihrer Erwarung weiterhelfen. So haben wir zusammen mit den jungen Spielern eine gute Mischung," freut sich der Teammanager über seine Verpflichtung und betont, dass der Sport ein reines Hobby ist und in Hamburg nicht bezahlt wird.

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Bundesligatreffen an jeden Spieltag

Anstatt mit Geld wird hier mit jede Menge Leidenschaft gespielt. "Wer einmal dabei war, weiß was Beachsoccer bedeutet. Man muss natürlich viel Zeit investieren, aber man bekommt auch viel zurück," schwärmt er von dem Sport. Der Zeiteinsatz ist in der Tat nicht ganz gering. Ein Bundesligaspieltag nimmt ein komplettes Wochenende in Anspruch, davon gibt es 5 bis 6. Meistens erfolgt am Freitag die deutschlandweite Anreise, Samstag und teilweise Sonntag werden zwei bis drei Spiele mit jeweils drei Dritteln mit 12 Minuten ausgetragen. "Man trifft sich mit allen Ligamannschaften zum Spieltag und genießt den Tag und sitzt abends zusammen. Das ist was ganz anderes als ein Fußballspiel, bei dem man anreist, spielt und wieder fährt. Hier entwickeln sich oft Freundschaften über die Vereinsgrenze hinaus, weil man mehrere Wochenenden im Jahr zusammen unterwegs ist. Das ist das schöne an dem Sport," erzählt Singh. Er selbst genießt es unterwegs zu sein, mit den anderen Mannschaften die Wochenenden zu verbringen und seinem Hobby nachzugehen.

Mohammed Marfavi ist wieder Trainer

Zusammen mit Trainer Mohammed Marfavi, den er wieder für die HSV Beach Soccer gewinnen konnte, wird ein Platz im Mittelfeld angestrebt. "Wir haben nach dem vorletzten Platz im letzten Jahr einen Umbruch im Team, aber sind jetzt gut aufgestellt. Trotzdem wird es seine Zeit brauchen bis sich alle integriert haben. Wichtig ist, dass sich das Team weiterentwickelt." Marfavi und Singh kennen sich aus der Vergangenheit sehr gut, "Mo" trainierte die Strandkicker bereits zwei Jahre und kann zudem auf eine erfolgreiche Zeit als Nationalmannschaft vom Iran, mit der er den vierten Platz bei einer WM belegte, nachweisen.