08. Februar 2021 / 02:55 Uhr

Fans, Nationalhymne, Halbzeitshow: Der Super Bowl der Emotionen im Stimmungs-Check

Fans, Nationalhymne, Halbzeitshow: Der Super Bowl der Emotionen im Stimmungs-Check

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 55. Super Bowl hat nicht nur auf, sondern auch abseits des Platzes spektakuläre und emotionale Momente zu bieten.
Der 55. Super Bowl hat nicht nur auf, sondern auch abseits des Platzes spektakuläre und emotionale Momente zu bieten. © imago images/ZUMA Wire/Montage
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25 000 Fans und 30 000 Pappaufsteller im Stadion, eine besondere Interpretation der Nationalhymne, Nebel beim Einlauf und eine feurige Halbzeitshow: Der SPORTBUZZER hat die Stimmung rund um den 55. Super Bowl eingefangen, den die Tampa Bay Buccaneers überraschend klar mit 31:9 gegen die Kansas City Chiefs für sich entscheiden konnten.

Im Vorfeld des Super Bowls LV zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Kansas City Chiefs (Endstand: 31:9) konzentrierte sich die weltweite Berichterstattung auf die gänzlich anderen Vorzeichen zu Corona-Zeiten. Wie würden sich die Maßnahmen im Zuge der Pandemie auf die Stimmung und die Show rund um das NFL-Finale 2021 auswirken? Um 0.12 Uhr (deutsche Zeit) bekamen die Zuschauer einen ersten Eindruck, als die Titelverteidiger aus Kansas das Raymond James Stadium betraten. Ebenso wie kurz darauf die in Weiß gekleideten Buccaneers wurden die Chiefs mit Jubel und etwas Nebel gewohnt euphorisch empfangen.

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Normalerweise wäre das Stadion mit 75 000 Zuschauern gefüllt gewesen, aufgrund der Pandemie durften dem Spektakel in Tampa immerhin 25 000 Fans beiwohnen – darunter 7500 geimpfte Menschen, die im Gesundheitswesen der USA arbeiten und denen so Dankbarkeit ausgedrückt werden sollte. Pappfiguren auf den anderen Plätzen sollten für den notwendigen Abstand zwischen Fangruppen sorgen und den Eindruck eines vollen Stadions vermitteln. Laut US-Medienberichten haben sich einige Zuschauer in und um die Arena in Tampa nur unzureichend an die Einhaltung der Corona-Regeln gehalten.

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Obwohl Tampa Bay als erstes Team der NFL-Geschichte im heimischen Stadion einen Super Bowl austragen durfte, musste der Klub aus Neutralitätsgründen von Beginn an auf die üblichen Details eines Heimspiels verzichten. Auf den obligatorischen Kanonenschlag vom Piratenschiff nach Touchdowns wurde also verzichtet.

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Biden, Gorman, Sullivan & Church: Emotionale Momente bereits vor dem Kick-off

Mit Spannung erwartet wurden die Showelemente und Reden vor dem Kick-off, insbesondere mit Blick auf die globale Corona-Situation. Gleich mehrfach wurde es emotional im weiten Rund des Stadions. So rief der neue US-Präsident Joe Biden zum Gedenken an die Opfer von Covid-19 auf. "Lasst uns an alle diejenigen erinnern, die wir verloren haben", sagte Biden in einer aufgezeichneten Videobotschaft. Die 22-jährige Poetin Amanda Gorman trug ein Gedicht zu Ehren der Arbeiter in der Corona-Krise vor. Gorman pries in ihrem aufgezeichneten Beitrag die sogenannten "essenziellen Arbeiter" wie medizinische Angestellte, Erzieher oder Lastwagenfahrer. Gorman war bereits der heimliche Star bei der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden vor wenigen Wochen. Mit einem Gedicht, in dem sie ihre eigene Lebensgeschichte mit der harten sozialen Realität Amerikas verwebt, sorgte die Poetin in Washington für den wohl aufsehenerregendsten Auftritt.

Für Gänsehaut sorgte im Vorfeld des Super Bowls auch die außergewöhnliche Interpretation der Nationalhyme, vorgetragen von Soul-Sängerin Jazmine Sullivan und Country-Star Eric Church. Es war das erste Mal seit 15 Jahren, dass die Hymne als Duett (damals in Person von Aretha Franklin und Aaron Neville) gesungen wurde. Für einen emotionalen Moment hatte kurz zuvor R&B-Sängerin H.E.R. gesorgt, die Fans und Spieler mit der inoffiziellen Nationalhymne "America the Beautiful" gleichermaßen rührte. Wie die TV-Bilder zeigten, sang unter anderem Rob Gronkowski von den Bucs mit. Drei Jetzt der US-Luftwaffe im tiefen Formationsflug über dem Raymond James Stadium während der offiziellen Hymne rundeten die Pre-Show ab.

Überraschung: Halbzeitshow von The Weeknd teilweise doch auf dem Rasen

Die Geschehnisse vor dem Kick-off waren ein erster Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Während die Bucs sportlich überraschen und die Chiefs klar distanzieren konnten, sorgte Kanada-Megastar The Weeknd mit einer feurigen Halbzeitshow für ein weiteres Highlight – wobei es im Netz auch kritische Stimmen bezüglich des Sounds gab.

Im Vorfeld des Super Bowls wurde berichtet, dass der 30-jährige Singer-Songwriter aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht auf dem Rasen, sondern von der Tribüne aus performen würde. Zu Beginn seiner Halbzeitshow war das auch so. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbrauch. Sein rotes Glitzersakko, die orchestrale Untermalung seiner Songs und ein Feuerwerk im Hintergrund ließen zumindest die Fans im Stadion jubeln. Und eine Überraschung hatte er auch noch in petto. Denn seinen großen Hit "Blinding Lights" gab der Kanadier doch im Innenbereich der Arena zum Besten – mit Unterstützung von roboterartigen Tänzern.

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