19. April 2021 / 16:43 Uhr

"Antwort auf Super League": Bielefeld spielt im Abstiegsduell gegen Schalke 04 in Sondertrikot

"Antwort auf Super League": Bielefeld spielt im Abstiegsduell gegen Schalke 04 in Sondertrikot

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arminia Bielefeld wird gegen Schalke in eine Sondertikot spielen.
Arminia Bielefeld wird gegen Schalke in eine Sondertikot spielen. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
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Mitten im Abstiegskampf läuft Arminia Bielefeld im Sondertrikot auf. Am Dienstag gegen Schalke 04 werden die Ostwestfalen mit ungewohntem Dress antreten. Dies sei auch eine Reaktion auf die Durchsetzung der viel kritisierten Super League.

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Arminia Bielefeld wird im Bundesliga-Spiel gegen den FC Schalke 04 am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) mit einem Sondertrikot auflaufen. "Das ist unsere Antwort auf die Super League", sagte ein Sprecher am Montag mit einem Augenzwinkern. Gewählt wurde das Trikot mit der Aufschrift "Fußball lebt durch seine Fans" allerdings schon im März.

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Doch der zusätzliche Sinn der Aussage trifft die Einstellung des Vereins gut. "Wir haben uns als Klub zu diesem 'Höher, Schneller, Weiter, Größer' dieser Zeit stets kritisch geäußert", sagte Sportchef Samir Arabi: "Uns fragt keiner, ob wir in dieser Liga mitspielen wollen, aber wir wollten es auch nicht. Wir können uns mit dieser Entwicklung überhaupt nicht identifizieren und sind der Meinung, dass sie schädlich für den Fußball ist."

Ingesamt 12 Mannschaften, sechs Klubs aus England und je drei aus Spanien und Italien (darunter der FC Liverpool, Real Madrid und Juventus Turin), hatten in der Nacht auf Montag so konkret wie nie ihre Pläne für eine eigene Liga veröffentlicht. Diese stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der UEFA, die diese Pläne wie auch der Weltverband FIFA und etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte. Deutsche Klubs sind nicht unter den Vereinen, die die Gründung einer Super League angekündigt haben. Dies lobte die UEFA explizit. In einigen Ländern hat die Debatte bereits eine politische Ebene erreicht. So nannte der britische Premierminister Boris Johnson die Super-League-Pläne "schädlich". Auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin verurteilte das Vorhaben scharf.