31. Januar 2021 / 10:44 Uhr

Spaniens Liga-Boss Tebas: FIFA-Präsident Infantino hat an Super-League-Gründung mitgearbeitet

Spaniens Liga-Boss Tebas: FIFA-Präsident Infantino hat an Super-League-Gründung mitgearbeitet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spaniens Liga-Boss Javier Tebas (Kreis) widerspricht FIFA-Präsident Gianni Infantino.
Spaniens Liga-Boss Javier Tebas (Kreis) widerspricht FIFA-Präsident Gianni Infantino. © imago images/LaPresse/ZUMA Wire/Montage
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Die Debatte um eine Super League erhitzt immer wieder die Gemüter im Weltfußball. Spaniens Liga-Boss Javier Tebas hat nun verlauten lassen, FIFA-Präsident Gianni Infantino sei ein großer Unterstützer der Idee. Das Problem: Der Schweizer und der Weltverband hatten die Idee zuletzt abgetan.

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Nach Ansicht des spanischen Liga-Chefs Javier Tebas ist FIFA-Präsident Gianni Infantino direkt in Pläne zur möglichen Gründung einer neuen europäischen Super League involviert. "Er hat daran mitgearbeitet und sie sogar ermutigt, sie zu gründen", sagte Tebas der englischen Zeitung The Sun am Sonntag. Infantino habe an mehreren Treffen dazu teilgenommen und die Vertreter von Europas Topklubs auch selbst empfangen, sagte der Spanier.

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Die Aussagen stehen im Gegensatz zur Ankündigung des Weltverbands FIFA und mehrerer Kontinentalverbände aus der vergangenen Woche, wonach Klubs und Profis bei einer Teilnahme an dem neuen Wettbewerb harte Konsequenzen drohen sollen. In einer gemeinsamen Stellungnahme hatten die Verbände "mit Nachdruck" erklärt, dass ein solches Konstrukt weder von der FIFA noch von einer der Konföderationen anerkannt würde. Dieses Schreiben war auch mit dem Namen von Infantino unterzeichnet.

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"Er sollte dringend seine persönliche Position klarstellen und erklären, warum er an einigen Treffen teilgenommen und das Projekt ermutigt hat", forderte Tebas nun vom Schweizer Infantino. "In unseren Dokumenten zur Super League wird der Codename W01 erwähnt, der sich klar auf Herrn Infantino bezieht", sagte der 58-Jährige.

Tebas erklärte, die Pläne für den neuen Wettbewerb sollten bereits im Februar öffentlich gemacht werden. Im Jahr 2022 solle die Liga dann starten. Der Spanier hatte bereits mehrmals seine Ablehnung dem Projekt gegenüber deutlich gemacht. "Selbst wenn die Klubs auf kurze oder mittelfristige Sicht mehr Geld bekommen, ist es langfristig nicht gut für den Fußball", warnte der Jurist. "Es würde das Ökosystem und die Balance des europäischen Fußballs zerstören."