20. April 2021 / 17:48 Uhr

Super-League-Pläne: Streamingdienste und TV-Sender Amazon, DAZN und Sky beziehen Stellung

Super-League-Pläne: Streamingdienste und TV-Sender Amazon, DAZN und Sky beziehen Stellung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Übertragung von Super-League-Partien haben einige Streaming-Dienste schon eine Absage erteilt. 
Der Übertragung von Super-League-Partien haben einige Streaming-Dienste schon eine Absage erteilt.  © DPA (Montage)
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Die geplante Super League findet offenbar auch bei TV-Sendern und Streamingdiensten nur wenig Anklang. Amzaon, Sky und DAZN beziehen Stellung zu dem Vorhaben von zwölf europäischen Top-Klubs.

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Amazon hat sich als künftiger Medienpartner der Champions League gegen die geplante Super League ausgesprochen. "Amazon versteht und teilt die Bedenken der Fußballfans hinsichtlich einer abtrünnigen Super League", schrieb der Konzern in einer Stellungnahme am Dienstag. "Wir glauben, dass ein Teil des Dramas und der Schönheit des europäischen Fußballs aus der Möglichkeit für jeden Klubs besteht, durch seine Leistung auf dem Spielfeld Erfolg zu haben." Amazon betonte wie auch zuvor Sky Sports und DAZN, nicht in irgendwelche Pläne der Super League einbezogen gewesen zu sein.

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In der Nacht zum Montag hatten zwölf europäische Spitzenklubs aus England, Italien und Spanien die Gründung des neuen Wettbewerbs angekündigt. Deutsche Vereine sind nicht dabei. Amazon wird mit seinem Streamingdienst Prime Video von der Saison 2021/22 an für drei Spielzeiten der Champions League das jeweilige Topspiel am Dienstagabend zeigen. Das Live-Paket umfasst insgesamt 16 Partien, davon zwei Playoff-Spiele. Prime Video zeigt auch Zusammenfassungen von den anderen Begegnungen.

"Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die Unterstützung unserer langfristigen Fußballpartner in Großbritannien und in Europa", hatte Sky Sports am Montag mitgeteilt. DAZN hatte auf Anfrage mitgeteilt, dass weder der Streamingdienst noch sein Eigentümer Leonard Blavatnik "in irgendeiner Weise an der Aufnahme von Gesprächen über die Gründung einer Super League beteiligt oder interessiert“ seien. Nach Angaben von DAZN hatte es auch keine Gespräche gegeben.

Die Financial Times berichtet derweil, dass die Super League auch bei Facebook und Disney bereits das Interesse an den Übertragungsrechten, die mit vier Milliarden jährlich veranschlagt sein sollen, ausgelotet habe. Facebook wies diese Gespräche jedoch zurück.