04. Dezember 2020 / 12:59 Uhr

Suspendierte Chemnitzer Turn-Trainerin Frehse wehrt sich gegen Vorwürfe

Suspendierte Chemnitzer Turn-Trainerin Frehse wehrt sich gegen Vorwürfe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Siegerin Sophie Scheder gratuliert bei der sächsischen Sportgala ihrer Trainerin Gabriele Frehse, welche zur Trainerin des Jahresgekürt wurde.
Als 2017 Gabriele Frehse zur Trainerin des Jahres gekürt wurde und Sophie Scheder bei ihrem Sieg sich bei ihrer Trainerin bedankte, schien noch alles in Ordnung zu sein. © Matthias Rietschel
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Die in Ungnade gefallene Turn-Trainerin Gabriele Frehse wehrt sich gegen die Vorwürfe ehemaliger Athletinnen. Es sei nie die Absicht der Chemnitzerin gewesen, die Turnerinnen durch ihren Tonfall zu verletzen. Die Sachverhältnisse werden derzeit noch durch eine unabhängige Kommission geprüft.

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Chemnitz. Die Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse wehrt sich gegen Vorwürfe von ehemaligen Athletinnen. Zu ihnen zählt unter anderen die Schwebebalken-Weltmeisterin von 2017, Pauline Schäfer. Die Turnerinnen hatten Frehse vorgeworfen, sie im Training schikaniert zu haben, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben.

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In Interviews des Mitteldeutschen Rundfunks am Donnerstag und der „Sächsischen Zeitung“ (Freitag) sagte die 62-Jährige, es handele sich um viele haltlose Vorwürfe und Unwahrheiten. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ darüber berichtet.

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Der Olympiastützpunkt Chemnitz bestätigte inzwischen, dass Frehse bis zur Klärung des Sachverhaltes durch eine unabhängige Kommission in Absprache mit dem Deutschen Turner-Bund (DTB) freigestellt ist. „Wir halten es für notwendig, dass Frau Frehse bis zur Klärung der Sachverhalte sowohl für ihre Tätigkeit am Bundesstützpunkt in Chemnitz als auch für Maßnahmen und Veranstaltungen des DTB freigestellt wurde. Dies dient dem Schutz aller Beteiligten“, sagte DTB-Präsident Alfons Hölzl der Deutschen Presse-Agentur.

Frehse betonte in den Interviews, dass man sich im Leistungssport quälen, auch mal schinden müsse, dass ab und zu ein härteres Wort falle. „Ich hatte aber zu keinem Zeitpunkt die Absicht, Turnerinnen durch meinen Ton zu verletzen“, sagte Frehse.

dpa