01. August 2020 / 12:32 Uhr

SV 71 Busendorf bittet Eintracht Falkensee zum Kreispokal-Halbfinale

SV 71 Busendorf bittet Eintracht Falkensee zum Kreispokal-Halbfinale

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
71-Coach Maximilian Albrecht, hier bei der gelungenen Generalprobe vor einer Woche beim Borkheider SV, und ein Großteil der Mannschaft verfolgten das Viertelfinale in Nauen. 
71-Coach Maximilian Albrecht, hier bei der gelungenen Generalprobe vor einer Woche beim Borkheider SV, und ein Großteil der Mannschaft verfolgten das Viertelfinale in Nauen.  © Jörgen Heller
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Kreispokal Havelland: Der SV 71 Busendorf steht am 2. August vor seinem wichtigsten Spiel des Jahres

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Die Fußballmänner des SV 71 Busendorf kennen nun endlich ihren Halbfinalgegner im noch laufenden Kreispokal-Wettbewerb der alten Saison. Eintracht Falkensee heißt er, der sich am 29. Juli beim VfL Nauen mit einem deutlichen 4:0 durchsetzen konnte. 240 Zuschauer verfolgten in der Funkstadt das letzte noch offene Viertelfinalspiel zwischen den beiden Landesklassen-Mannschaften. Darunter auch der neue Trainer des SV Busendorf, Maximilian Albrecht, der mit einem Großteil seiner Mannschaft den Weg auf sich genommen hat, um den potenziellen Pokalgegner zu beäugen.

Albrecht und seine Jungs sahen mit an, wie die Gäste der Eintracht die Hausherren sofort mit einer gewissen Grundhärte attackierten und ihnen die Spielfreude nahmen. Nachdem Eintracht-Torjäger Jan Kibbieß schon zwei gute Möglichkeiten liegen ließ, nutzte er eine schöne Hereingabe und netzte am langen Pfosten zur 1:0-Pausenführung der Falkenseer ein. Nauen begann in der ersten Halbzeit druckvoll, um schnellstmöglich den Ausgleich herzustellen.

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Die Eintracht spezialisierte sich nun auf das Konterspiel und nach etwas mehr als einer Stunde belohnte sie sich für diese taktische Einstellung. Erneut war es Kibbieß, der einen Konter erfolgreich zum 2:0-Führungsausbau beenden konnte. Nachdem ein weiteres Kontertor der Falken in der 80. Minute, unglücklich hergestellt durch einen Nauener Verteidiger, die vorzeitige Entscheidung herbeiführte und ein verwandelter Heber von der Mittellinie in der Nachspielzeit durch Eintracht-Spieler Steven Geister den VfL endgültig schachmatt setzte, war der Jubel über den souveränen Halbfinaleinzug der Gäste dementsprechend groß. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir von Beginn an das Spiel gemacht haben, wenig Fehler produzierten, konzentriert waren und vor dem Tor eiskalt auftraten“, fasste Eintracht-Trainer André Bittner den Auftritt seiner Truppe nach dem Spiel zusammen.

Positive Aufgeregtheit

Erste Schlüsse über ihren nun bekannten Pokalgegner konnten Albrecht und seine Jungs bereits auf der Heimfahrt ziehen. Ob der 71-Coach lieber den VfL Nauen zum Gegner gehabt hätte, sagte er: „Das ist uns eigentlich egal. Beide Mannschaften spielen zwei Klassen höher als wir. Schwer wird es für uns so oder so.“ Fakt ist aber auch, das Albrecht das Erbe vom in der Sommerpause zurückgetretenen Trainer Mathias Bastian übernommen hat. Der hat die Mannschaft bereits in der Saison 2018/19 und auch in dieser als Pokalschreck im Havelland berühmt gemacht hat. So konnten die Nordfläminger schon Mannschaften wie Landesklassenvertreter Teltower FV oder die Kreisoberligisten SV Roskow und SV Dallgow von ihrem Rasen fegen.

Und nachdem der SV 71 im Februar den SV Hohennauen nach einem 0:2-Rückstand noch den Halbfinaleinzug perfekt gemacht und damit den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert hat, sind seitdem in Busendorf eh alle Dämme gebrochen. „Da es für uns das erste richtige Pflichtspiel nach einem halben Jahr Pause ist, ist hier so eine Art positive Aufgeregtheit vorherrschend. Alle sind in richtig großer Vorfreude auf unseren Jahreshöhepunkt“, weiß Albrecht.

Kreispokal Havelland: Der SV 71 Busendorf besiegt Viertelfinal-Gast SV Hohennauen mit 4:2.

Die Busendorfer Hausherren (in Rot) drehen gegen Hohennauen einen frühen Rückstand und feiern mit dem Halbfinaleinzug im Kreispokal ihren größten Vereinserfolg. Zur Galerie
Die Busendorfer Hausherren (in Rot) drehen gegen Hohennauen einen frühen Rückstand und feiern mit dem Halbfinaleinzug im Kreispokal ihren größten Vereinserfolg. ©

Für das Halbfinale gegen Eintracht Falkensee steht dem neuen Coach ein breiter Kader zur Verfügung. Einzig sein Stürmer Lucas Pascal Regel ist wegen drei Gelber Karten im Pokal-Wettbewerb gesperrt. „Da Lucas einer unserer wichtigsten Spieler in der Vorsaison war, ist dann natürlich ein herber Einschnitt für uns“, meint der Trainer. „Wir haben im Angriff aber mehrere Optionen, um diesen Verlust zu kompensieren“, fügt er an.

Unterstützung erhält Albrecht zudem noch einmal vom Ex-Coach Bastian, der auf Wunsch der Mannschaft im Halbfinale assistierend mit an der Seitenlinie stehen wird. Der SV Busendorf hofft jedenfalls auf die große Unterstützung seiner Anhänger, so dass er für die nächste Überraschung sorgen kann und der Pokalweg erst im Finale beendet ist. Anpfiff auf dem Sportplatz Am Rädeler Weg ist am Pokalsonntag um 15 Uhr.