01. Mai 2020 / 16:07 Uhr

Herzlichen Glückwunsch! Der SV Arminia wird 110 - und hält weiter einen speziellen Rekord

Herzlichen Glückwunsch! Der SV Arminia wird 110 - und hält weiter einen speziellen Rekord

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zwei Jahre nach der Vereinsgründung - damals noch als F.C.A. (Fußballclub Arminia) - erfolgte 1912 die Aufnahme der Meisterschaftsspiele in der 4. Klasse. Von links sind zu sehen: Fr. Lange, Dörrig, Kette, Helbig, Feuerhake, Bollmann, Ziekesch, Kassina, C. Lange, Stender und Th. Döring.
Zwei Jahre nach der Vereinsgründung - damals noch als F.C.A. (Fußballclub Arminia) - erfolgte 1912 die Aufnahme der Meisterschaftsspiele in der 4. Klasse. Von links sind zu sehen: Fr. Lange, Dörrig, Kette, Helbig, Feuerhake, Bollmann, Ziekesch, Kassina, C. Lange, Stender und Th. Döring. © Horst Voigt/Archiv Arminia Hannover
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Der SV Arminia Hannover hat am ersten Mai-Wochenende gleich zwei Dinge zu feiern. Am Samstag jährt sich zum 100. Mal der Gewinn der norddeutschen Meisterschaft. Tags zuvor wird der Verein 110 Jahre alt. Der SPORTBUZZER gratuliert zum Geburtstag und bringt einen speziellen Rekord in Erinnerung.

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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Sportverein Arminia e.V. Hannover! Am 1. Mai 1910 wurde der Verein unter dem Namen Fußballclub Arminia (FCA) von Schülern des Goethe-Gymnasiums gegründet. Und er ist auch heute noch, 110 Jahre später, putzmunter, gleichwohl der Trainings- und Spielbetrieb derzeit wegen der Corona-Pandemie praktisch zum Erliegen gekommen ist. Doch das ist ein anderes Thema.

Zwei Jahre nach der Gründung nahm Arminia den Spielbetrieb auf. Schon 1920, und damit nur ein Jahr nach der Trennung vom Rugbyverein Merkur und der daraus folgenden Umbenennung in SV Arminia Hannover, gelang dem Verein der größte Erfolg seiner noch jungen Geschichte: Der SVA gewann die norddeutsche Meisterschaft - doch die wird erst am Samstag ein Thema, jährt sie sich dann doch am 2. Mai zum 100. Mal...

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In der 110-jährigen Vereinsgeschichte von Arminia hat nicht nur der Gewinn dieser norddeutschen Meisterschaft ihren festen Platz – sondern ganz besonders auch ein Kantersieg gegen den Hamburger SV in der Oberliga Nord am 20. Februar 1954.

Norweger inspirieren Gustav Eike

Auf schneebedecktem Platz im Rudolf-Kalweit-Stadion hatten die Gastgeber vor 10 000 Zuschauer einen deutlichen Vorteil. SVA-Präsident Gustav Eike, Generalunternehmer bei der damals auch in der Schuhindustrie tätigen Conti, ließ über Nacht die sogenannten „Samba-Puschen“ anfertigen – nachdem tags zuvor eine norwegische Jugendmannschaft auf Gummisohlen einen erstaunlich guten Stand auf Schnee gehabt hatte.

Mit diesen Samba-Puschen bewegte sich die Arminia wie auf Winterreifen und tanzte den HSV nach allen Regeln der Kunst aus. Das 2:10 von Bischofshol ist bis heute noch immer die höchste Pflichtspielniederlage der Hanseaten. Lediglich der deutsche Rekordmeister kann mit den Blauen mithalten: Der FC Bayern schoss den HSV in der Bundesliga gleich zweimal mit 8:0 ab - erst am 14. Februar 2015, dann noch einmal fast genau zwei Jahre später am 25. Februar 2017.