29. Juli 2019 / 15:27 Uhr

Nach 3:2 im Finale gegen Arnum: SV Gehrden ist Gilde-Cup-Sieger 2019

Nach 3:2 im Finale gegen Arnum: SV Gehrden ist Gilde-Cup-Sieger 2019

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
So sehen Sieger aus: der Gilde-Cup-Gewinner SV Gehrden.
So sehen Sieger aus: der Gilde-Cup-Gewinner SV Gehrden. © deisterpics/Stefan Zwing
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Das Turnier ist beendet, der Sieger steht fest: Bezirksligist SV Gehrden ist nach dem 3:2-Triumph über Ligakonkurrent SV Arnum der Sieger des Gilde-Cups 2019. Im sogenannten kleinen Finale sicherte sich Landesligist TSV Pattensen den dritten Platz.

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Mit dem SV Gehrden hat beim Gilde-Cup des SV Germania Grasdorf das Team den Pott geholt, das letztlich bei diesem Turnier den besten Eindruck hinterlassen hat. Nach dem 3:2-Erfolg im Finale gegen die SV Arnum zog der Gehrdener Coach Michel Costa ein positives Fazit: „Ich bin mit den Leistungen wirklich zufrieden. Vor allem beim 5:2 im Halbfinale gegen den TSV Pattensen und in der ersten Hälfte im Endspiel gegen die Arnumer waren die Jungs extrem gut.“

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„Wenn man bedenkt, dass uns zehn Urlauber fehlten...“

Arnums Ko-Trainer Lukas Pankow ärgerten zwar die schwachen ersten 45 Minuten im Finale, doch unterm Strich seien die Auftritte beim Gilde-Cup in Ordnung gewesen. „Vor allem, wenn man bedenkt, dass uns zehn Urlauber fehlten.“ Der SV Gehrden habe letztlich zu Recht gewonnen. „Bitter ist aber, dass sich unser Torjäger Felix Rademacher eine Muskelverletzung zugezogen hat und mehrere Wochen ausfallen wird.“

In der ersten Hälfte des Finales ließen die Gehrdener der Spielvereinigung keine Chance. „Die Mannschaft hat richtig gut gespielt, zur Pause völlig verdient mit 3:0 geführt – und eigentlich hätten wir sogar noch zwei Tore mehr schießen müssen“, lobte Costa.

Bilder vom Finale des Gilde-Cups zwischen dem SV Gehrden und der SV Arnum

Gehrdens Dominik Diederich (rechts) zieht an, Arnums Martin Wlodarski (links) kann nicht eingreifen Zur Galerie
Gehrdens Dominik Diederich (rechts) zieht an, Arnums Martin Wlodarski (links) kann nicht eingreifen ©

Der Arnumer „Ko“ bewertete die Kräfteverhältnisse ähnlich: „Der Gegner war die klar bessere Mannschaft. Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden und uns von den aggressiven Gehrdenern den Schneid abkaufen lassen.“ Es sei die schwächste Halbzeit der Vorbereitung und die 3:0-Führung durch Maximilian Wilke (29.), Sascha Romaus (31.) und Nils Brummund (41.) nur folgerichtig gewesen.


„Nach der Pause haben wir uns dann etwas gefangen, was aber auch daran lag, dass die Gehrdener ziemlich viel gewechselt haben.“ Das sah Costa ähnlich: „Wir haben ein bisschen den Faden verloren, blieben aber zumindest offensiv gefährlich.“

Durch einen Treffer von Lars Littelmann (52.) und einen Strafstoß von Nascimento Kembo (66., nach Foul an Rademacher) verkürzten die Arnumer auf 2:3. „Sogar der Ausgleich wäre noch möglich gewesen“, so Pankow. Auf der anderen Seite habe aber auch der SVG noch drei Hochkaräter gehabt. „Der Sieg führ Gehrden ist absolut leistungsgerecht.“

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TSV Pattensen Sieger im Spiel um Platz drei

Platz drei sicherte sich die Landesliga-Kicker des TSV Pattensen nach einem 7:1-Spaziergang gegen den SV Germania Grasdorf. „Der Auftrag waren heute ein gute Leistung und ein deutlicher Sieg“, betonte TSV-Coach Torben Zacharias. „Und das haben die Jungs vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut umgesetzt.“ Anstatt der 6:1-Pausenführung wäre auch ein 10:1 möglich gewesen. „In der zweiten Hälfte habe ich dann durchrotieren lassen, und das hat man auch gemerkt. Ein paar erstklassige Chancen hatten wir aber dennoch.“

„Die Mannschaft hat ohne Leidenschaft und extrem ängstlich agiert."

Germanen-Trainer Jan Hentze zeigte sich enttäuscht von den Darbietungen seiner Schützlinge. „Die Mannschaft hat ohne Leidenschaft und extrem ängstlich agiert. Wir haben auch in der Höhe verdient verloren.“ Für den TSV trafen Georg-Sebastian Schwarz (7., 13., 20., 36. Elfmeter, 45. + 1) und Nico Westphal (43., 48.), das Grasdorfer Tor erzielte Niklas Buschmann (41.).

Bilder vom Spiel des Gilde-Cups zwischen Germania Grasdorf und dem TSV Pattensen

Pattensens Christian Eilers entschärft die Situation.  Zur Galerie
Pattensens Christian Eilers entschärft die Situation.  ©

SG 05 Ronnenberg wird Fünfter

Das Spiel um Platz fünf entschied die SG 05 Ronnenberg ohne Probleme mit 4:0 für sich.„Wir waren von Anfang an sehr dominant, hatten viel Ballbesitz und haben sehr variabel gespielt“, freute sich SG-Ko-Trainer Niklas Werner. „Am Ende wäre ein noch deutlicher Sieg möglich gewesen.“

BSV-Coach Dimitri Kiefer bescheinigte seinem Team dagegen einen „absolut enttäuschenden“ Auftritt. „Wir waren von Anfang bis Ende chancenlos. Aggressivität und Biss haben völlig gefehlt.“

„Brauchen noch drei, vier Wochen, um unsere Defizite aufzuarbeiten."

Die Vorbereitung sei nicht wirklich optimal verlaufen. „Wir werden noch drei, vier Wochen brauchen, um unsere Defizite aufzuarbeiten. Auch wenn dann die Liga bereits läuft.“ Für die Ronnenberger Treffer zeichneten Christopher Wollny (24.), Yannick von Freeden (30.), Dan Voß (37.) und Nicholas-Dvid Runge (83.) verantwortlich.