19. Oktober 2018 / 15:40 Uhr

SV Atlas will das Gifhorn-Spiel vergessen machen

SV Atlas will das Gifhorn-Spiel vergessen machen

Michael Kerzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SPORT // Fu§ball-Oberliga: TB Uphusen - SV Atlas Delmenhorst:
Trainer JŸrgen Hahn (Atlas)
FOTO: Bjšrn Hake
Atlas-Trainer Jürgen Hahn erwartet von seinen Spielern eine bessere Einstellung als zuletzt gegen den MTV Gifhorn. © Björn Hake
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Die Delmenhorster reisen am Samstag zur Drittliga-Reserve von Eintracht Braunschweig

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Die Vorbereitung auf die kommende Partie in der Fußball-Oberliga dürfte Trainer Jürgen Hahn nicht unbedingt leicht fallen: Der SVAtlas Delmenhorst gastiert beim Regionalliga-Absteiger Eintracht Braunschweig II (Sonnabend, 14 Uhr, Hamburger Straße in Braunschweig) und bei Reserve-Teams liegt es eben in der Natur der Sache, dass der Kader von Spiel zu Spiel komplett verschieden ist – oder zumindest sein kann. Während bei Atlas sechs Mann in jeder Partie und vier weitere in neun von zehn auf dem Rasen standen, mischten bei der Eintracht nur drei Spieler in mindestens neun Begegnungen mit. Insgesamt 26 verschiedene Akteure setzte Trainer Deniz Dogan bereits ein. Zum Vergleich: Die Blau-Gelben haben lediglich 21 im Kader. „Wir können natürlich nicht sicher sein, wer spielen wird. Braunschweig ist ein bisschen eine Wundertüte“, sagt Hahn.

Die Stärke der Braunschweiger ist kaum einzuschätzen – es hängt viel davon ab, wer aus der Drittliga-Truppe dabei ist. Ein Beispiel ist hier Ayodele Max Adetula. Der 20-jährige Deutsch-Nigerianer gehörte bis dato sechsmal zum Kader und steuerte vier Tore und vier Vorlagen bei, zuletzt zwei Treffer beim 3:3 beim Heeslinger SC. Eigentlich gehört er jedoch der Drittliga-Mannschaft an. Und diese hat kürzlich mit Andre Schubert einen neuen Trainer bekommen. Auf wen dieser setzen wird, ist noch unklar.

Klar ist dagegen eine Personalie: Der 34-jährige Marc Pfitzner, der es auf 15 Partien in der 1. und 78 in der 2. Bundesliga bringt, fehlt den Löwen. Er sah gegen Heeslingen die Rote Karte. Damit ist die größte Konstante der Braunschweiger nicht an Bord – niemand stand für die Eintracht-Reserve diese Saison mehr Minuten auf dem Feld als er. „Das ist vom Namen und von der Qualität her ein großer Ausfall für die Eintracht. Er ist der Leitwolf. Aber man muss abwarten, wie Braunschweig ihn ersetzt. Vielleicht kommt ein erfahrener Mann von der Erstvertretung runter“, orakelt Hahn. Neben Pfitzner führt Kapitän Dominik Franke die Elf. Der 28-Jährige bringt es auf 87 Regionalliga-Spiele in den vergangenen vier Saisons. „Er ist der einzige Spieler über 21, 22 Jahre im Kader“, berichtet der Atlas-Coach.

Viele Einzelgespräche

Die sehr junge Mannschaft ist ein ungewohnter Gegner für die Atlas-Mannen. „Die sind alle hoch motiviert, setzen auf die Karte Profifußball. Sie sind schon bei einem großen Verein und können Fußball spielen, sind spielstark“, sagt Hahn. Er selbst kennt Duelle mit talentierten Zweitvertretungen aus seiner Zeit als Co-Trainer bei Jahn Regenburg. „Da haben wir gegen die U23 von Bayern München oder des VfB Stuttgart gespielt. Solche Partien haben schon ihren Reiz“, meint er. Aber letztlich gehe es wie immer um drei Punkte. Für die Delmenhorster wird es zudem ein Charaktertest nach der laut Hahn kollektiven Nicht-Leistung gegen den MTV Gifhorn. Am Montag arbeiteten er und sein Trainerteam die 1:3-Heimniederlage auf. „Wir haben viele Einzelgespräche geführt und wollten herausfinden, woran die Leistung gegen Gifhorn lag. Die Spieler waren durch die Bank selbstkritisch. Am Dienstag beim Training haben sie dann eine positive Reaktion gezeigt“, berichtet der Übungsleiter.

Die Braunschweiger finden langsam in die Saison. In den ersten vier Partien holten sie lediglich zwei Punkte und standen auf einem Abstiegsplatz. Es folgten jedoch vier Siege aus sechs Spielen und der Sprung auf Rang sieben. Braunschweig und Atlas sind damit nach einem Drittel der Saison punktgleich. Die Delmenhorster standen nie schlechter als Platz acht da und arbeiteten sich sogar bis auf die dritte Position vor. Doch zuletzt gab es nur einen Punkt aus drei Spielen, darunter die 1:3-Heimniederlage gegen den MTV Gifhorn vor gut einer Woche mit einer sehr schwachen ersten Hälfte. Bei den zu Hause noch unbesiegten Braunschweigern soll die Trendwende erfolgen. Dabei können Leon Lingerski, Patrick Degen und Stefan Bruns laut Hahn weiterhin nicht mitwirken. „Sie fallen aus, aber das ist wieder eine Chance für andere Spieler im Kader“, kündigt Hahn an. Möglicherweise könnten Thade Hein und Keisuke Morikami in die Startelf rücken. „Gegen Gifhorn haben die beiden es nach ihrer Einwechselung in einem schweren Spiel gut gemacht. Wir warten jetzt die Trainingswoche ab, aber die Chance ist da“, sagt Hahn.

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