05. September 2021 / 19:43 Uhr

SV Babelsberg 03 müht sich spät zum 2:0-Sieg beim Brandenburger SC Süd

SV Babelsberg 03 müht sich spät zum 2:0-Sieg beim Brandenburger SC Süd

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Der BSC Süd 05 ließ im Landespokalspiel den SV Babelsberg 03 kaum zum Zuge kommen. 
Der BSC Süd 05 ließ im Landespokalspiel den SV Babelsberg 03 kaum zum Zuge kommen. 
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AOK-Landespokal: Beim 2:0-Auswärtserfolg in der 2. Runde gegen den Brandenburger SC Süd 05 wird der Fußball-Regionalligist seiner Favoritenrolle erst in der Schlussviertelstunde gerecht. Daniel Frahn und Nicola Jürgens treffen.

Jörg Buder kam am Sonntagabend nicht umhin, dem Gegner ein Kompliment auszusprechen: „Sie haben sich mit allem dazwischengeschmissen, was sie hatten“, sagte der Fußballtrainer des Regionalligisten SV Babelsberg 03 über den eine Klasse tiefer angesiedelten Brandenburger SC Süd 05.

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75 Minuten lang wirkte das Tor des NOFV-Oberligisten deshalb wie vernagelt, bevor Routinier Daniel Frahn die Gäste in der zweiten Runde des Landespokals doch noch erlöste und das 1:0 erzielte. Neuzugang Nicola Jürgens traf in der 90. Minute zum 2:0-Endstand vor 356 Zuschauern, weshalb der Titelverteidiger weiterhin als Pokalmacht gelten darf.

SV Babelsberg 03: Zu- und Abgänge der Saison 2021/22.

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Alle Zu- und Abgänge vom SV Babelsberg 03 für die Saison 2021/22: ©

Mit Ruhm bekleckert, das gab Coach Buder gerne zu, haben sich die Babelsberger freilich nicht, vor allem im zweiten Durchgang fehlte der nötige Esprit. „Die erste Halbzeit war noch recht ordentlich, da hatten wir gute spielerische Ansätze, haben aber die Tore nicht gemacht“, resümierte Buder.

Die absolute Gier, Tore zu erzielen, habe in den ersten 45 Minuten gefehlt, monierte er – Schiedsrichter Daniel Köppen verweigerte den Gästen zudem einen möglichen Strafstoß, nachdem Paul Wegener im Strafraum „klar die Beine weggezogen wurden“ (Buder). Die beste Chance zur Führung vergab Neuzugang Mateo Kastrati, der den Ball an die Latte des von Daniel Wessel gehüteten Süd-Tores setzte. „In der zweiten Halbzeit ist dann alles schlechter geworden, gerade fußballerisch“, kritisierte Buder.

Es zählt zu den komischen Pointen dieses Sports, dass Nulldrei trotz des Leistungsabfalls ausgerechnet im zweiten Abschnitt die fürs Weiterkommen notwendigen Tore erzielte. Wieder mal hieß der Erlöser Daniel Frahn, der nach einem feinen Vorstoß von Jürgens über die linke Seite im Strafraum eine ebenso feine Drehung samt erfolgreichem Abschluss folgen ließ. „Bis dahin hatte er viele einfache Ballverluste, aber das zeichnet ihn dann eben aus“, sagte Buder über seinen Torjäger.

Dass Nulldrei in der Folge nicht mehr Ruhe ins eigene Spiel bekam, führte zu einer hektischen Schlussphase. Die Gastgeber schickten die Bälle hoch und weit nach vorn – „und da kann dann natürlich immer mal einer durchrutschen“, meinte Buder, dessen Elf in jener Phase ihre Möglichkeiten zu schlampig ausspielte. Die Übersicht fehlte, Hektik dominierte das Geschehen – bis Jürgens mit seinem Tor in der Schlussminute die Spannung endgültig aus dem Spiel nahm.


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Positiv bewertete der Nulldrei-Coach den Auftritt der vier Neuzugänge. Während für Außenbahnspieler Jürgens, der links wie rechts kann, seine mutige Spielweise sprach, war Buder darüber hinaus auch mit den Auftritten von Sechser Can Gencel („engagiert, gute Übersicht und Zweikämpfe“), Linksverteidiger Kastrati („Zug nach vorne“) und des in der zweiten Hälfte eingewechselten Innenverteidigers Finn Berk zufrieden.

Gencel, potenziell fürs Mittelfeld vorgesehen, spielte am Sonntag zeitweise auf der linken Außenbahn, rechts in der Abwehr und eben auf seiner Stammposition. Von dieser Flexibilität hätte sich Buder am Sonntag wohl auch im spielerischen Bereich von seiner Elf etwas mehr gewünscht.

„Das war ein weiterer Schritt nach vorn“, befand der für den weiteren Verlauf der Meisterschaft durchaus zuversichtliche Brandenburger Trainer Mario Block. Die ganz junge Truppe habe über die gesamten 90 Minuten toll dagegengehalten. Letztlich habe auch das berühmte Quäntchen Glück gefehlt, um die Babelsberger vielleicht noch etwas mehr in Verlegenheit zu bringen. Coach Mario Block sieht das Spiel als weiteren Schritt nach vorn, soll nächsten Sonnabend im Heimspiel gegen den Aufsteiger MSV Neuruppin nun endlich auch Zählbares eingefahren werden. Bis dahin soll auch unbedingt der 1,95 Meter große Ire Emanuel Odeniyi spielberechtigt sein – um auch endlich wieder einen Stürmer aufbieten zu können.

BSC Süd 05: Wessel - Seise (79. Hartl), Duraj, Grundmann, Köhn, Pitesa, Bruck, Krien (54. Gevorgyan), Mustapha, Nasr, (68. Bektas) Njie.

SV Babelsberg 03: Flügel – Wilton (59. Berk), Reimann, Sietan (78. Härtel), Jürgens, Wegener, Gencel, Kastrati, Rausch (59. Danko), Schmidt (59. Zille), Frahn.