21. Januar 2020 / 17:50 Uhr

SV Babelsberg 03 mit Testspielremis gegen Tennis Borussia Berlin - Ex-Coach Marco Vorbeck glaubt an Sieg vor Gericht

SV Babelsberg 03 mit Testspielremis gegen Tennis Borussia Berlin - Ex-Coach Marco Vorbeck glaubt an Sieg vor Gericht

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Nulldrei-Trainer Marco Vorbeck dirigiert sein Team zum ersten Saisonsieg.
Wurde Mitte November beim SV Babelsberg 03 entlassen: Ex-Profi Marco Vorbeck. © Benjamin Feller
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Regionalliga Nordost: Während sich der Tabellenvorletzte SV Babelsberg 03 bei der Generalprobe vom Oberliga-Nord-Herbstmeister 2:2 trennt, meldet sich Ex-Profi Marco Vorbeck in einem Statement zu Wort.

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Testspielremis bei der Generalprobe: In ihrer dritten und planmäßig letzten Vorbereitungspartie der Wintervorbereitung trennten sich die Regionalliga-Fußballer des SV Babelsberg 03 am Dienstag 2:2 (0:0) von Oberliga-Nord-Herbstmeister Tennis Borussia Berlin. Vor 200 Zuschauern auf dem Sportplatz Sandscholle gingen die Gäste durch Treffer von Fatlum Elezi (49.) und Nicolai Matt (72., Strafstoßtor) zweimal in Führung. Leonard Koch (56.) und Tom Nattermann (80.) glichen für die Kiezkicker, die am Samstag (13.30 Uhr) zum Nachholspiel bei Wacker Nordhausen gastieren, aus.

Neu-Trainer Predrag Uzelac musste unter anderem auf Marco Flügel (Mittelfußbruch), Philip Saalbach (Lauftraining), Ugurtan Cepni (muskuläre Probleme), David Danko (Wade) und Marvin Gladrow (Schambein) verzichten. Onur Yesilli und Moritz Kretzer, denen vom SVB nahe gelegt wurde, sich einen neuen Verein zu suchen, fehlten ebenfalls. Zur zweiten Halbzeit zurück kehrte Angreifer Nattermann, der seine Leistenprobleme überwunden hat. „Er ist für uns ein ganz wichtiger Spieler“, freute sich Uzelac und sah beim Testspiel viele „gute Aktionen“ seines Teams. Die Entstehung des zweiten Gegentreffers, als Valentin Rode von Mitspieler Noah Awassi in Bedrängnis gebracht wurde und sich im Strafraum nur noch mit einem Foul zu helfen wusste, ärgerte den Kroaten aber sehr. „Das war quasi ein Eigentor. Solche Fehler dürfen uns nicht passieren.“

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Während der neue Nulldrei-Coach mit Hochdruck an einem erfolgreichen weiteren Saisonverlauf arbeitet, äußerte sich sein Vorgänger Marco Vorbeck am Dienstag in einem Statement zu dem am Montag vor dem Potsdamer Arbeitsgericht gescheiterten Gütetermin zwischen ihm und dem SVB. Der SVB-Vorsitzende Archibald Horlitz hatte auf Nachfrage des Gerichts als Gründe der fristlosen Kündigung des Ex-Profis Mitte November zum einen „anzügliche Fotos“, die er Mitgliedern der Mannschaft und des Trainerstabes gezeigt haben soll, genannt und zum anderen berichtet, dass Vorbeck sich „in äußerst unangemessener Form“ über ein weibliches Gremium-Mitglied des Vereins geäußert habe.

Der Ex-Nulldreier, der gegen seine Kündigung geklagt hatte und noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 hat, wies diese Vorwürfe vehement von sich und bezog in einer Stellungnahme, die dem SPORTBUZZER vorliegt, noch einmal Position. So habe er nach dem ersten Saisonsieg „völlig überraschend“ seine Kündigung erhalten. Weiter führt er aus: „Die Gründe für diese außerordentliche Kündigung sollen in angeblichen Fehlverhalten meinerseits liegen. Die geäußerten Vorwürfe sind jedoch unzutreffend! Niemals habe ich vor der Mannschaft anzügliche Fotos gezeigt. Auch habe ich mich nicht in unangemessener Weise über ein weibliches Mitglied eines Vereinsgremiums geäußert. Schon gar nicht habe ich meine Kündigung provoziert. Für mich ist deshalb unerklärlich, weshalb diese haltlosen Behauptungen in Umlauf gebracht wurden.“ Mit Blick auf das schwebende Verfahren zeigt er sich optimistisch: „Ich bin davon überzeugt, dass sich die gegen mich erhobenen Vorwürfe alle als unhaltbar erweisen werden und ich letztendlich im arbeitsrechtlichen Verfahren obsiege.“