20. Oktober 2020 / 10:51 Uhr

SV Blau-Weiß Bennewitz in Schusslaune

SV Blau-Weiß Bennewitz in Schusslaune

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Ronny Weise Ben setzt sich durch und erzielt 2-0 1
Ronny Weise (Bennewitz) setzt sich gegen den Burkartshainer Kai Bütow durch und erzielt das 2:0 für die Gäste © Bettina Finke
Anzeige

Fußball-Kreisoberliga: Der SV Blau-Weiß Bennewitz hat mit einem Torfestival das Muldental-Derby beim TSV Burkartshain beendet. Der SC Partheland holte erstmals drei Saisonpunkte und verteidigte mit Leidenschaft und einigen Befreiungsschlägen die Führung.

Anzeige

Grimma/Borna/Döbeln. Am 8. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga gab es zwei Spielausfälle. Betroffen waren Mannschaften aus dem Altkreis Muldental nicht. Bennewitz (6:3 in Burkartshain) und Großsteinberg (4:1 zu Hause gegen den SV Tresenwald) punkteten in den MTL-Derbys optimal. Partheland eroberte gegen Hartha den ersten Saisondreier, Klinga beim Spitzenteam Ostrau immerhin einen Punkt (1:1). Naunhof war beim 0:3 in Frohburg chancenlos.

Anzeige

SV OstrauSV Klinga-Ammelshain 1:1 (1:0). Nur in der Anfangsphase brachten die Ostrauer ihr Spiel durch und erzielten dank Michael Fromme (12.) den Führungstreffer. Es hätte besser laufen können, wenn Meyer seine beiden Großchancen zur Resultatserhöhung genutzt hätte. Die Klingaer kamen in die Gänge. Gegen ihr Pressing fanden die Platzherren kaum Gegenmittel und luden die Gäste mit einer hohen Fehlpassquote zum Kontern ein. Nur weil der Ostrauer Hüter Gastberg mehrmals rettete und Ammelshain sträflich mit seinen Gelegenheiten umging, hielt der Vorsprung bis zur Pause. Danach verfielen die Hausherren in das gleiche Schema, leisteten sich Schnitzer. So war es nur eine Frage der Zeit bis zum Ausgleich. In der 65. erzielte der eingewechselte Michael Vettermann das 1:1. Die Gäste hätten in Front ziehen müssen, allein Petersohn ließ drei Hundertprozentige liegen. Fünf Minuten vor Schluss hätten die Ostrauer sogar die drei Punkte sichern können. stv

Mehr zu Fußball

TSV BurkartshainBW Bennewitz 3:6 (1:2). Erneut kassierte der TSV Burkartshain sechs Gegentore, verlor das Heimspiel mit 3:6 gegen BW Bennewitz. Das Duell der Tabellennachbarn versprach ein enges Spiel. Die Burkartshainer wollten die unglückliche Niederlage in Klinga vor Wochenfrist wettmachen. Zunächst belauerten sich beide Teams, nach etwa einer Viertelstunde meldete sich der Gast. Zunächst traf BW nur den Pfosten, Jeurink verzog danach knapp. So kam es nach 20 Minuten folgerichtig zum 0:1. Die Abwehr des TSV bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Im dritten Versuch traf Grunst. Burkartshain war nicht zwingend genug. Eine Eingabe von Fucke über Mielke konnte BW-Hüter Rosenberger klären. Die Gastgeber wurden nun bissiger. Ein Tor von Metzner fiel aus Abseitsposition. Eine erneute Flanke von Fucke verzog Metzner knapp. Im Gegenzug setzte sich Weise gegen zwei Burkartshainer durch – 0:2. Doch die Heimelf meldete sich zurück. Einen Freistoß von Mader parierte Rosenberger. Nach Foul an Mielke gab es Elfmeter, den Fischer sicher verwandelte – 1:2 (45.). Burkartshain wechselt zu Beginn der 2. Hälfte zweimal. Aber die Blau-Weißen blieben gefährlich. Als Mader auf das Tor schoss, konnte Bennewitz auf der Linie klären. Doch nach gut einer Stunde war es soweit. Nach Pass von Metzner umspielte Fleischer den Torwart und vollendete zum verdienten Ausgleich. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Nach einer Verletzungsunterbrechung schaltete der Gast schneller in den Angriffsmodus. Die Folge: Bennewitz führte 3:2. Das Spiel wurde härter, dabei verlor der Unparteiische etwas den Überblick. Die Gäste erhöhten durch Jeurink auf 4:2. Als Weise allein gelassen wurde, markierte er das 5:2. Das 3:5 durch Fleischer war noch nicht der Schlusspunkt. Kurz vor dem Ende machte Jeurink das halbe Dutzend voll. Das 3:6 bedeutet für den TSV die dritte Niederlage in Folge.

GroßsteinbergTresenwald 4:1. Mit einem souveränen Sieg behauptete sich der TSV Großsteinberg in der Spitzengruppe. Allerdings knüpften die Schützlinge von Coach Andreas Thimm hinsichtlich der suboptimalen Chancenverwertung nahtlos an die Auswärtspartie vor Wochenfrist in Hartha an, die 1:5 verloren ging. „Wir hatten vor dem 1:0 mindestens zehn Großchancen, irgendwann habe ich aufgehört zu zählen“, lässt der TSV-Coach die ersten 45 Minuten Revue passieren. An Jan Erfurth war es nach einem gespielten Drittel der Partie, den Tore-Bann zu brechen, wenngleich die Macherner vor der Pause bei einem Pfosten-Kopfball die Chance zum 1:1 hatten. Kurz nach dem Wiederanpfiff sorgte Kaulich mit zwei Treffern (46. und 52.) für klare Verhältnisse. Jan Erfurth baute die Führung aus, bevor Bernhardt drei Minuten später der Ehrentreffer für die Gäste gelang. Erwähnenswert in dieser vom Spielverlauf her einseitigen zweiten Spielhälfte war ein Elfmeter für Machern, der jedoch nicht ausgeführt wurde, weil der vermeintlich gefoulte Spieler, Stürmer Roy Pfüller, Schiri Dominik Hildebrandt darum bat, seine Entscheidung zurückzunehmen. „So etwas erlebt man nur ganz selten“, lobte Thimm, der der gleichen Mannschaft wie im Hartha-Spielsdas Vertrauen geschenkt hatte. „Sie hat die richtige Reaktion gezeigt und stand defensiv besser.“ Durch die Niederlage tauschte Tresenwald die Plätze mit Klinga-Ammelshain und liegt nach diesem Spieltag auf Rang zwölf, während das Thimm-Team auf den vierten Rang sprang und weiteres Selbstvertrauen für das am Reformationstag in der Clade steigende und vermutlich einmal mehr emotionsgeladene Parthe-Derby gegen den SV Naunhof getankt haben dürfte.

Mit Leidenschaft Führung verteidigt

FrohburgNaunhof 3:0. In einem über weite Teile ansehnlichen Spiel schlug die Heimelf die personell gebeutelten Naunhofer, bei denen Trainer Fraunholz durchspielen musste, deutlich. Das erste Ausrufezeichen setzte Geißler (7.), als sein Rechtsschuss über den Querbalken strich. Elf Minuten später köpfte Wiese eine Geißler-Flanke zum 1:0 ein. Frank hatte die Chance zum 2:0, als er Aushilfstorwart Manuel Gräwel zu weit vor seinem Tor sah und es mit einem Lupfer versuchte (30.). Der landete über dem Gehäuse wie ein Kopfball von Wiese (32.). Sekunden später trug sich Geißler in die Torschützenliste ein, als er einen Querpass von Steinbach veredelte. Danach wurde Naunhof stärker. Erst klärte Schmidt vor der Linie per Kopf , dann parierte Einheit-Keper Cerny einen Volleyschuss von Richter. Nach Wiederanpfiff drückten die Gäste, aber Treibl fand in Cerny seinen Meister (51.). In der Naunhofer Drangphase besaß Ussat die Chance zur Vorentscheidung, schloss aber zu überhastet ab (53.). Nach 65 Minuten verließ Treibl das Feld verletzungsbedingt, für ihn kam der 53-jährige Fischer in die Partie. Die Schlussphase gehörte Einheit, und Gerstenberger machte mit dem dritten Treffer (82.) alles klar. Frohburg presste nach einem Naunhofer Abstoß und brachte die Abwehr in Verlegenheit. Ein Fehlpass landete bei Gerstenberger, der sich diese Chance nicht nehmen ließ.

SC ParthelandBC Hartha 3:2 (2:1). Die abstiegsbedrohte Elf von Trainer Till brauchte in diesem Sechs-Punkte-Spiel unbedingt einen Heimerfolg. Die Gäste wurden frühzeitig attackiert und somit vorerst vom eigenen Tor fern gehalten. Nach einer Viertelstunde vermeldetete der BC seine erste Chance. Nach ungenauer Kopfballabwehr der SC-Innenverteidigung landete der Ball vor den Füßen von Fischer. Dieser erzielte mit sehenswertem Schuss die Führung. Nach dem Rückstand drängten die Hausherren auf den Ausgleich. Kitschke wurde über die rechte Angriffsseite geschickt und zog von der Grundlinie in Richtung Strafraum. Kurz davor wurde er nur durch Foulspiel gestoppt. Der Schiri entschied auf Freistoß für das Heimteam. Nun zahlten sich die Freistoßqualitäten von Aust aus. Seine Eingabe Richtung Fünf-Meter-Raum fand die Stirn von Tkaczyk, dem mit wuchtigem Kopfball der so wichtige Ausgleich gelang – 1:1 (25.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff enteilte Kitschke seinem Gegenspieler und lief auf das Tor der Harthaner zu. Sein Schuss, der vor dem Torhüter der Gäste noch aufsetzte, landete im Tor (44.). Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste schnell auszugleichen. In dieser Phase, als eigentlich nicht mit einem Tor der Heimelf zu rechnen war, schaltete Fritsche den Turbo ein und luchste einem Harthaner den Ball ab. Mit Tempo lief er auf das BC-Tor zu und schob den Ball zum mitgelaufenen Kitschke. Dieser hatte keine Mühe (3:1, 52.). Drei Tore des Teams in einem Spiel gab es seit einer gefühlten Ewigkeit nicht. Die Gäste erzielten durch Naumann den nicht unverdienten Anschluss zum 2:3 (66.). Mit Leidenschaft und auch einigen Befreiungsschlägen verteidigte das Heimteam die Führung.