01. März 2019 / 16:33 Uhr

SV Bornreihe: Mit viel Mut zum Spitzenreiter

SV Bornreihe: Mit viel Mut zum Spitzenreiter

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
Fußball Bezirkspokal, Qualifikationsrunde, FC Hansa Schwanewede - SV Blau-Weiß Bornreihe, Nick Stellmann (rechts), Hendrik Lütjen
Kann endlich wieder zupacken und dabei helfen, dass der SV Bornreihe die nötigen Punkte in der Landesliga-Restrunde einfährt: Hendrik Lütjen (links). © Tobias Dohr
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Der Landesligist will sich nach einer schweren Vorbereitung bei Oberliga-Absteiger Eintracht Celle nicht verstecken

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Rein punktetechnisch trennen den SV Blau-Weiß Bornreihe Welten von den beiden Spitzenteams der Fußball-Landesliga Lüneburg, MTV Eintracht Celle und TuS Harsefeld. „Wir haben aber in beiden Hinspielen hervorragend mitgehalten und hätten auch in beiden Partien ein Unentschieden holen können, wenn nicht sogar müssen“, versichert Bornreihes Coach Saša Pinter. Nun geben die Blau-Weißen am Sonntag um 15 Uhr ihre Visitenkarte zum Rückspiel beim Ersten MTV Eintracht Celle ab.

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Der Klassenprimus stellt im Offensivbereich das Nonplusultra der Liga dar. Mit 48 Treffern aus 17 Partien verzeichnete der Erste im Schnitt annähernd drei Treffer pro Spiel. Mit Moussa Doumbouya verfügt der Verein auch über den treffsichersten Kicker. Dieser steuerte 16 Tore zum bisherigen Erfolg bei. „Die eigentliche Gefahr lauert aber dahinter im individuell stark besetzten Mittelfeld“, warnt Pinter. Insgesamt sei Celle aber in allen Mannschaftsteilen top besetzt. „Wir können deshalb nicht alle Celler zumachen, sondern müssen in der Defensive im Verbund sehr wachsam und nach vorne konsequent sein“, erklärt Pinter. Die knappe Hinspielniederlage sei auch dadurch entstanden, dass die „Moorteufel“ nicht zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen hätten. Die letzte Konsequenz habe eben gefehlt. „Wir werden uns auch in Celle nicht hinten reinstellen, weil wir auch unsere Qualität haben“, so Pinter. Mit dem rotgesperrten Patrick Müller, dem ortsabwesenden Miguel Mendoza und Michel Klimmek nach der chirurgischen Entfernung eines Muttermals fehlen den Gästen drei Leistungsträger. Klimmek vermochte in den vergangenen Wochen auch nicht zu trainieren. „Die Narbe will einfach nicht richtig verheilen“, berichtet der Bornreiher Coach.

Diese Ausfälle wiegen natürlich schwer. „Wir fühlen uns dennoch gewappnet für den Spitzenreiter“, betont Pinter. Zuversichtlich macht den Übungsleiter auch die Rückkehr von Artur Degtjarenko, Anil Morkan und Hendrik Lütjen, die entweder die komplette Hinserie oder zumindest große Teile der ersten Saisonhälfte verpasst haben. „Das waren Ausfälle, die wir nicht kompensieren konnten. Nun befinden sich alle wieder voll im Training. „Gerade Hendrik Lütjen kommt von Tag zu Tag besser rein“, teilt Pinter mit. Die sehr holprige Vorbereitung auf die Restrunde mit fünf Testspielniederlagen und dem zuletzt ausgefallenen Freundschaftsmatch gegen SFL Bremerhaven beunruhigen Saša Pinter überhaupt nicht: „Wir sind nicht chancenlos in Celle, auch weil sich die personelle Situation entspannt hat.“ Das goldene Tor beim 1:0-Hinspielerfolg des Oberliga-Absteigers erzielte mit Daniel Ruchatz einer aus der Riege der torgefährlichen Mittelfeldspieler. Dazu gehören auch noch Adrian Zöfelt, Lars Borchert sowie Henry-Frederik Struwe. Davor läuft der bereits erwähnte Goalgetter Moussa Doumbouya auf. „Der ist körperlich sehr stark“, informiert Pinter.


Aber dieser werde sich sicherlich nicht den Ball aus der eigenen Abwehr holen, alle Bornreiher ausdribbeln und dann ein Tor markieren. „Außerdem hat ohnehin jede Mannschaft in der Landesliga einen Topstürmer, den es auszuschalten gilt“, sagt Pinter. Als Ersatz für Bornreihes Topstürmer Patrick Müller kommen Torben Poppe, aber auch der Winterneuzugang von der TuSG Ritterhude, Pascal Kranz, in Frage. „Wir wollen etwas aus Celle mitnehmen“, gibt sich Pinter selbstbewusst. Es werde viel von der Tagesform abhängen. „Celle und Harsefeld sind schon das Maß aller Dinge in dieser Liga“, weist der Trainer auf die Schwierigkeit der Aufgabe hin. Vor der Saison hatten gerade angesichts der Top-Rückrunde der Blau-Weißen in der vergangenen Saison nicht wenige Beobachter damit gerechnet, dass auch die Bornreiher ganz vorne ein Wörtchen mitsprechen könnten. Nun aber müssen die Mannen um Kapitän Nils Gresens auch wegen der Personalprobleme in der Hinrunde angesichts von nur zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz erst einmal zusehen, den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen.