18. Februar 2021 / 07:23 Uhr

SV Brehmer Leipzig feiert Urgestein und Fußballchef Claus Anke

SV Brehmer Leipzig feiert Urgestein und Fußballchef Claus Anke

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Seit 1988 beim SV Brehmer Leipzig in Amt und Würden: Claus Anke.
Seit 1988 beim SV Brehmer Leipzig in Amt und Würden: Claus Anke. © Archiv/Privat
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Einst selbst Kicker, dann Torwarttrainer, nun Präsident und Abteilungsleiter: Der Jubilar Claus Anke kann auf 70 bewegte Lebensjahre zurückblicken. Einem sächsischen Verein hält er schon lange die Treue – beim SV Brehmer Leipzig ist der Ehrenamtler seit 33 Jahren im Fußball-Geschäft.

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Leipzig. Das gibt es nicht so oft, dass jemand 33 Jahre für ein und denselben Verein aktiv ist. Claus Anke kann das von sich behaupten und feiert am Donnerstag seinen 70. Geburtstag. Ein Grund, sein Ehrenamt als Präsident und Fußball-Abteilungsleiter des SV Brehmer Leipzig abzugeben, ist das für den vitalen Ex-Kicker jedoch keineswegs.

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Anke ist seit 1988 im Verein, der damals noch Motor Polygraph Ost hieß, tätig. Seitdem war er unter anderem Torwarttrainer, bildete zusammen mit Ex-Nationalspieler Manfred Geisler ein Trainerduo, war Co-Vorsitzender des Vereins und hat seit 2005 den Brehmer-Vorsitz in Personalunion mit dem Amt als „Fußballchef“ inne.

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Ankes Funktionärslaufbahn ging eine respektable Spielerkarriere voraus, der Mann, weiß, wovon er spricht. Als Achtjähriger begann er zu kicken, kam 1963 zum SC Leipzig, durchlief im Leistungszentrum, das ab 1966 1. FC Lok hieß, alle Teams von den Schülern (C-Junioren) bis zur Junioren-Oberliga. In deren Premierensaison 1968/69 spielte er unter anderem mit solchen Cracks wie Gunter Sekora und Joachim Fritsche. Nach dem Wehrdienst ging der gewandte Außenverteidiger zur BSG Chemie und holte mit deren zweiter Mannschaft (Bezirksliga, damals 3. Liga) 1972 durch einen 2:1-Finalsieg gegen Motor Grimma den Bezirkspokal.

Geschicke walten lassen

Danach kicke er noch bei weiteren starken Bezirksliga-Teams, ehe er sich Trainer- und organisatorischen Aufgaben widmete. Heute kämpft er mit den üblichen Problemen eines kleinen Vereins. Brehmers „Erste“ spielt in der Stadtklasse. Sorgen bereitet ihm der schleichende Rückgang, „dass viele ausscheiden, ohne dass Jüngere nachrücken“. So fehlen im Nachwuchs die Großfeld-Jahrgänge von den A- bis C-Junioren. „Die Trainer und Schiedsrichter reichen geradeso“, sagt er. Und als Vereinschef bedauert er: „Wegen Personalschwund mussten die Abteilungen Tischtennis und Radsport schon aufgeben, es kam einfach nichts nach.“


Außer Fußball sind aber immerhin noch die Sektionen Kraftsport, Schwimmen, Gymnastik und Wandern unterm Dach des SV Brehmer aktiv. Ankes langjährige Erfahrung und gute Vernetzung hilft ihm, manch Problem für die 220 Mitglieder zu lösen. „Die Stadt ist bemüht, uns zu helfen, aber die Mittel sind angesichts der vielen Vereine knapp. Ich bekomme auch im Verein Unterstützung und die meiner sportbegeisterten Frau Petra“, sagt der Jubilar. So besteht also Hoffnung, dass er seine Kraft und sein Geschick noch ein Weilchen für die Sportler von der Holzhäuser Straße einsetzt.