10. September 2020 / 13:02 Uhr

SV Chemie Böhlen muss bei Top-Favorit Roßweiner SV ran

SV Chemie Böhlen muss bei Top-Favorit Roßweiner SV ran

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Die Kreisoberliga-Männer sind am 3. Spieltag wieder gefordert. © Christian Modla
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Revanche im Muldental: TuS Pegau hat gegen den TSV Großsteinberg noch zwei Rechnungen zu begleichen und will weiter ungeschlagen bleiben. Beim FSV Alemannia Geithain gibt wahrscheinlich Assistenzcoach Sascha Schiener im Duell gegen den Döbelner SC sein Comeback.

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Muldental. Ein bisher mit jeweils lediglich einem Zähler ausgestattetes regionales Quartett wird am 3. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga der Männer in Auswärtsbegegnungen den Versuch unternehmen, das Punktekonto aufzufüllen.

Für Aufsteiger TuS Pegau (10.) geht es obendrein darum, ungeschlagen zu bleiben. Die Elsterstädter sind voll auf Kurs, haben erst eine Partie absolviert und dabei den Frohburgern mit eine defensiv orientierten Taktik ein 0:0 abgerungen. Auch beim Tabellennachbarn TSV Großsteinberg (9.) wird der Neuling am Sonntag um 15 Uhr auf der Rudolf-Harbig-Kampfbahn keineswegs auf Teufel komm raus nach vorne stürmen. Trainer Mike Hartleib schiebt dem Gastgeber sowieso ungeniert die Favoritenrolle zu: „Wir sind klarer Außenseiter, wollen aber auf jeden Fall sowohl kämpferisch als auch spielerisch Paroli bieten und uns ordentlich verkaufen. Ich bin mir sicher, dass wir Torchancen geboten bekommen. Die gilt es dann eben konsequent zu nutzen, um etwas mitzunehmen. Momentan plagen uns einige Verletzungsprobleme, doch bei unserem breiten Kader werden wir Lösungen finden und eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.“ Mit den Muldentalern hat der TuS ohnehin noch zwei Rechnungen offen. In der Saison 18/19 gab es gegen den TSV beim 0:4 und 2:3 nichts zu holen.

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Nur wenige Kilometer entfernt hat zur selben Zeit der SV Blau-Weiß Deutzen (11.) seinen Auftritt. Im Beuchaer Gewerbegebiet „Lange Stücken“ trifft man auf den SC Partheland (14.), welcher zuletzt in Ostrau mit 0:5 unterging. Für Coach Rolf Tröger („ beim 1:1 in Großsteinberg haben wir trotz des Ausfalls von fünf Stammkräften einen Sieg verschenkt, treffen dreimal Latte oder Pfosten, werden dann für den ersten Fehler bestraft.“) kein Grund zur Sorglosigkeit: „Ich rechne mit einem intensiv geführten Match, da müssen wir von der ersten Minute an dagegen halten. Spielerisch dürften wir eigentlich besser sein, das gilt es halt in Zählbares umzumünzen. Personell sind wir diesmal etwas weniger dezimiert als in der Vorwoche.“ Nach Lage der Dinge werden nur Martin Fobian (Urlaub) und Michael Hanowski (Arbeit) fehlen. Das letzte Duell mit der Polenz/Beucha-Kombination ist übrigens noch in (un)guter Erinnerung. Am 01. März ging es auf dem Naunhofer Kunstrasen äußerst hitzig zu. Bis zur 84. Minute stand es 0:0, der mit 1:0 in Führung gehende SC handelte sich insgesamt drei Platzverweise ein, in der 95. Minute erzielten die Deutzener dann das 1:2. Wird es erneut so turbulent?

Geithain benötigt jeden Spieler

„Wir haben dank einer starken Mannschaftsleistung ein verdientes Unentschieden aus dem Feuer gerissen. Das war ein Schritt in die richtige Richtung, an diese gezeigte Einstellung müssen wir zukünftig anknüpfen.“ Spielertrainer Toni Röder war nach dem 2:2 seines SV Chemie Böhlen (13.) gegen Döbeln mit der Welt im Reinen. Wohl wissend, dass am Samstag ab 15 Uhr beim jüngst in Bennewitz mit 2:1 erfolgreichen Roßweiner SV (2.) die Trauben noch ein Stückchen höher hängen werden. „Die sind mit ihrer Klasse-Besetzung der Top-Favorit in der Liga. Dennoch wollen wir uns so teuer wie möglich verkaufen, haben nichts zu verschenken und werden uns nicht in die Hose machen.“ Wobei der vorsichtige Optimismus der Pleißestädter angesichts der Kader-Größe einen kleinen Dämpfer erhält. „Im Moment habe ich aus den verschiedensten Gründen nur elf Leute auf dem Zettel und weiß wirklich nicht, wer da noch dazu kommen könnte. Da sind wir diesmal eine echte Wundertüte, die überhaupt nichts zu verlieren hat. Manchmal erlebt man Sensationen, wenn sie am wenigsten erwartet werden.“ Gibt es im Stadion an der Haßlauer Straße tatsächlich eine zu sehen?

Ganz in der Nähe unterwegs ist der FSV Alemannia Geithain (12.), welcher zeitgleich beim Döbelner SC (4.) im Heinz-Gruner-Sportpark antritt. Die 0:1-Niederlage gegen Naunhof ist soweit abgehakt, der Respekt vor der Aufgabe in der Muldestadt vorhanden. Mannschaftsleiter Martin Polster blickt voraus: „Döbeln hat bereits vier Punkte gesammelt und kann auf sehr gute Einzelspieler wie die beiden Hashanis oder Dadi zurück greifen. Wir sind definitiv gewarnt und trotzdem voller Hoffnung, in der Fremde zu mindestens einen Zähler zu holen. Allerdings gilt es zahlreiche personelle Ausfälle zu kompensieren, wobei wir insbesondere in der Defensive zu Veränderungen gezwungen sind. Da kann man diesbezüglich über die vorhandene Kader-Breite froh sein. Schon in der dritten Partie der Saison zeigt sich, dass jeder einzelne Spieler dringend benötigt wird.“ Denn Hannes Neubauer (Rot-Sperre), Kevin Wilde, Christian Petzold, Tom Bargel, Nils Sanne (alle verletzt), David Krelke und Robin Eidam (beide privat verhindert) fallen aus. Ebenso Polster selbst sowie die zwei Keeper Marco Winter und Stephan Strauch, welche sich allesamt mit diversen Blessuren herumschlagen. Da mit dem 17-jährigen Jonas Wagner ein weiterer Hüter noch immer nicht für den Herrenbereich spielberechtigt ist, wird wohl Assistenzcoach Sascha Schiener sein Comeback in der Kiste geben. Mit dem BSV Einheit Frohburg (7.) kann das aktuell bestplatzierte hiesige Team die Beine baumeln lassen.

Eröffnet wird das Wochenend-Programm am Samstag um 14 Uhr mit der Begegnung SV Tresenwald Machern (6.) gegen TSV Burkartshain (5.). Eine Stunde später stehen sich der VfB Leisnig (8.) und Spitzenreiter SV Naunhof gegenüber, zudem treffen Schlusslicht BC Hartha und der SV Ostrau (3.) aufeinander. Schließlich kreuzen am Sonntag um 15 Uhr der SV Klinga-Ammelshain und der SV Blau-Weiß Bennewitz (beide 15.) die Klingen.