22. April 2019 / 19:24 Uhr

SV Dallgow bejubelt Finaleinzug und stellt neuen Trainer vor

SV Dallgow bejubelt Finaleinzug und stellt neuen Trainer vor

Lennart Wunderlich
Märkische Allgemeine Zeitung
Dallgows Daniel Löser (l.) im Zweikampf mit Thomas Hoffmann.
Daniel Löser (l.) traf doppelt nach Standardsituationen für den SV Dallgow. © Julius Frick
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Kreispokal Havelland: Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte zieht der SV Dallgow in das Finale des Kreispokals ein. Sascha Labenski übernimmt ab der kommenden Saison die erste Männermannschaft.

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SV Dallgow - SV Alemania Fohrde 5:0 (5:0). Tore: 1:0 Jan Steffens (2.), 2:0, 3:0 Daniel Löser (13., 15.), 4:0 Artwin Archut (23.), 5:0 Nils Pinkert (26., Foulelfmeter). Zuschauer: 200.

"Schon in der Kabine war zu spüren, dass wir unbedingt ins Finale wollten", beschrieb Sascha Labenski aus dem Trainerteam des SV Dallgow die Stimmung seines Teams vor dem 5:0-Sieg im Halbfinale des Kreispokals gegen den SV Alemania Fohrde. Fast schon überfallartig setzten die Hausherren ihren Willen gegen die harmlose Alemania, bei der besonders in der Defensive Personalnot herrschte, um. Bereits nach zwei Minuten lag die Mannschaft um Spielertrainer Silvio Gädtke in Front. Eine kurz ausgeführte Ecke verlängerte Artwin Archut auf Jan Steffens, der zum 1:0 traf.

Auch im Anschluss blieben die Dallgower bei Standards gefährlich: "Das war bewundernswert. Wir waren voll da und immer einen Schritt schneller", befand Labenski. Kein Wunder also, dass auch das 2:0 (13.) nach einem ruhenden Ball fiel. Bei einem Freistoß von der rechten Seite war Daniel Löser zur Stelle. Nur zwei Minuten später trafen die Dallgower, die in der Kreisoberliga derzeit auf dem ersten Platz liegen, mit einer fast exakten Kopie des zweiten Treffers erneut. Nach einem Freistoß von Mirko Dessel konnte Löser den Ball am Fünfmeterraum annehmen und mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:0 perfekt machen - da war gerade einmal eine Viertelstunde gespielt.

Labenski: "Toll für den Verein und die gesamte Umgebung"

Der tief stehende Gegner aus Fohrde, der den Dallgowern gute Möglichkeiten im Angriffsspiel ermöglichte, musste vor dem Seitenwechsel noch zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. In der 23. Minute wurde Archut mit einer starken Vorarbeit von Justin Hennefuss bedient, drei Minuten später traf Nils Pinkert nach einem berechtigten Foulstrafstoß vom Punkt zum 5:0-Halbzeitstand. Besonders bitter verlief der erste Durchgang für Fohrde-Schlussmann Alexander Gentz, der nicht nur fünf Mal hinter sich greifen musste, sondern fast zeitgleich mit dem Pausenpfiff nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler blutüberströmt die Partie verlassen musste und sich an seinem 23. Geburtstag auf den Weg ins Krankenhaus machte. "Alexander Gentz hat sich seinen Geburtstag sicherlich anders vorgestellt", kommentierte Fohrde-Coach Jan Weser, der nach ersten Informationen Entwarnung geben kann: Ein Nasenbeinbruch scheint unwahrscheinlich. Genesungswünsche folgten zudem aus dem Dallgower Lager: "Wir wünschen dem Torwart von Fohrde gute Besserung im Namen des gesamten Vereins", so Labenski. Für Gentz rückte im zweiten Durchgang Maik Möhring zwischen die Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Pokalpartie. Beide Mannschaften vermieden in der fairen Partie weitere Verletzungen und auf Seiten der Hausherren konnte der A-Junior Felix von Wagner Spielerfahrung sammeln. Durch den 5:0-Erfolg und dem damit verbundenen Einzug ins Pokalfinale, feierten die Dallgower am Montag den laut Labenski bisher größten Vereinserfolg. "Das, was wir heute geschafft haben, ist toll für den Verein und die gesamte Umgebung." Im Endspiel am 26. Mai wartet nun Kreisoberliga-Konkurrent SV Empor Schenkenberg, der sich nach Verlängerung mit 5:3 gegen die SG Michendorf durchsetzen konnte.

Labenski: "Die Mannschaft funktioniert"

Für weitere Freude bei Labenski sorgte die Nachricht, dass er ab der kommenden Saison das Traineramt beim SV Dallgow übernehmen wird. Bis dahin unterstützt er das Team weiterhin, steht aber noch nicht an vorderster Front. "Die Mannschaft funktioniert und macht erstmal ihr Ding. Ich freue mich, dass ich bis zur neuen Saison jetzt noch viel Zeit für die Planung habe", schildert Labenski und bedankt sich besonders bei Kapitän Dessel, der nach dem Abgang von Trainer Fredy Lange "ganz viel gemanagt hat." Einen Trainerkollegen hat der künftige Coach bereits im Hinterkopf. Bis dieser offiziell bekanntgegeben wird, müssen sich die Anhänger des SV Dallgow aber noch ein wenig gedulden.

SV Dallgow: Thomas - Tober, Archut, Löser, Steffens, Hennefuss, Pinkert, Hans (70. Brauel), Ganns, Rust, Dessel (46. Mannel).

SV Alemania Fohrde: Gentz (46. Gammrath) - Henemann, Kroop, Müller, Weser, Raulf (73. Zimmermann), Jahn, Köhler (63. Mokros), Möhring, Buczilowski, Woitzik.

Die Brandenburger "Bilder der Woche" der Saison 2018/19.

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