15. April 2020 / 21:36 Uhr

SV Eichede: Evgenij Bieche spricht im SVE-Podcast über seinen nie geglaubten Wechsel zu den Stormarnern

SV Eichede: Evgenij Bieche spricht im SVE-Podcast über seinen nie geglaubten Wechsel zu den Stormarnern

Lisa Wittmaier
Lübecker Nachrichten
Evgenij Bieche trägt mittlerweilse seit 10 Jahren das Trikot der Stormarner und bleibt noch mindestens zwei weitere Jahre.
Evgenij Bieche trägt mittlerweilse seit 10 Jahren das Trikot der Stormarner und bleibt noch mindestens zwei weitere Jahre. © Agentur 54°
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Was denkt Bieche wenn er an Holstein Kiel denkt und wie ist sein Spitzename? Die Antworten gab er im vereinseigenen Podcast.

Evgenij Bieche war im vierten Podcast vom SV Eichede zu Gast und sprach, wie seine Vorgänger, über seine Laufbahn, Highlights und Stärken. Die Wochen zuvor waren schon Marcel Gevert, Martin Steinbek und Jan Plate bei Johannes Kramer zu Gast.

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Bieche wollte "niemals" nach Eichede

Seit 10 Jahren trägt Bieche schon das Trikot vom SV Eichede, obwohl er damals immer gesagt hat, dass er "niemals nach Eichede" wechselt. In der C-Jugend kam doch der Wechsel von Oldesloe zu den Stormarnern, nachdem bereits ein Großteil seiner Kumpel schon in der D-Jugend wechselten. "Ich wurde damals nochmals gefragt, ob ich nicht nach Eichede kommen möchte und schafft dann sogar direkt den Sprung in die erste Mannschaft der C-Junioren," erzählt der gebürtige Oldesloer.

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Eichede feiert den Regionalliga-Aufstieg © John Luca Garve

Peters und Biech mussten das Herrentraining abbrechen

Nach dem Vereinswechsel verlief die sportliche Karriere des heute 23-Jährigen sehr positiv. Bereits als A-Jugendlicher bekam er die Chance bei den Herren zu spielen. So bekam Bieche, der zum goldenen Jahrgang 1997 gehört, unter Trainer Oliver Zapel erste Spielminuten im Senoirenbereich, was nicht immer auf Einklang mit seinem A-Jugend-Trainer war. "Peters und ich wurden einmal beim Training der Herren weggeholt, obwohl uns tagszuvor gesagt wurde, wir sollen dort mittrainieren. Dann haben wir bei der A-Jugend auf dem Platz nebenan weiter trainiert. Da gab es anschließend noch einigen internen Klärungbedarf," berichtet der Offensivspieler.

Lob für Oliver Zapel und Nico Fischer

Insgesamt brachte er es auf sieben Spiele als U19-Kicker bei den Herren, die ihm einiges an Erfahrung gebracht haben und eine gute Vorbereitung auf das was danach kam, war. "Da hat man direkt gemerkt, dass es ein anderes Niveau ist. Ich war auch froh, dass ich in meinem ersten richtigen Herrenjahr gleich in der Regionalliga spielen durfte und sehe das nicht als Nachteil," sagte Bieche. Dabei lobt er insbesondere seinen damaligen Coach Oliver Zapel und Kapitän Nico Fischer. "Man wurde von Zapel immer gut vorbereitet und wusste was man zu tun hat, wenn man spielt. Auch Nico hat einem immer geholfen und besonders für junge Spieler die richtigen Worte gefunden. Er ist ein super Kapitän."

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Bieche erzielte erstes Tor im Aufstiegsspiel gegen Altona 93

Besondere Erinnerungen hat der flinke Außenstürmer an das Spiel gegen Eutin 08 im Aufstiegsjahr. "Ich hatte Danny Cornelius als Gegenspieler, der hat einfach was drauf und es war für mich nicht einfach. Dazu war es das erste Spiel vor 1000 Zuschauern. Das war schon besonders," berichtet er. Sein erstes Tor erzielte Bieche im Aufstiegsspiel gegen Altona 93. "An das Spiel kann ich mich noch gut erinnern. Ich habe vor 3000 Zuschauern mein erstes Tor gemacht. Per Kopf zum 1:1. Das war ein Highlight und noch mal eine Steigerung zu dem Spiel in Eutin."

Bieche will an derzeitiger Abschlussschwäche arbeiten und ist stolz auf sein Tor gegen Holstein Kiel

Und an was denkt Bieche, wenn er an Holstein Kiel denkt? "Ehrlich gesagt muss ich dann wirklich immer daran denken, dass ich gegen Kiel getroffen habe und das in dem Jahr, in dem sie in die 2. Liga aufgestiegen sind," erzählt er doch etwas stolz. Dabei gibt er selbst zu, dass er an seinem Abschluss noch arbeiten muss und ihn als derzeitige Schwäche ansieht. "Ich will daran unbedingt arbeiten. Vielleicht stecke ich da gerade in einer Krise. Eigentlich hatte ich mir das schon für die Rückrunde vorgenommen, aber nun zur nächsten Saison" sagt der ehrgeizige Oldesloer, der in der laufenden Saison nicht an die Quoten der Vorjahre anknüpfen konnte.

Janelt hilft mit Schuhen aus

An den Schuhen kann dies allerdings nicht liegen. Biech trägt seit mehren Jahren immer das gleiche Modell von Nike, nachdem er sich in den Aufstiegspielen eben diese Schuhe von Teamkollegen Janelt ausleihen musste. "Janelt hat mir damals seine Schuhe geliehen. Davor hatte ich lange Adidasschuhe, aber ich habe dann gemerkt, dass die Nikes schmaler sind und mir am besten passen."

"Pulsbieche" macht seinem Namen alle Ehre

Aufgrund seiner impulsiven Art wird der 23-Jährige von einigen Kumpels auch "Pulsbieche" genannt. "Ich bin gerade auf dem Platz schon sehr implusiv. Da steigt mein Puls schnell in die Höhe und auch privat wissen die Jungs, wie sich mich kriegen. Daher auch der Spitzname," berichtet er.

Aufstieg ist das nächste Ziel

Erst vor kurzem unterschrieb Bieche, der sich während der Corona-Pause viel mit seiner PlayStation und natürlich auch Laufeinheiten "fit" hält, einen Zweijahresvertrag beim SVE. "Ich musste gar nicht lange überlegen. Hier passt einfach alles. Ich fühle mich hier wohl, meine Freunde spielen hier und die Strukturen sind gut," begründet er seine Entscheidung. Insgesamt sieht er die Mannschaft auf einem guten Weg "Wir haben uns nach dem Abstieg nun wieder stablisiert und auch die Ambitionen wieder aufzusteigen."

Hier geht es zum Podcast.

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