29. März 2020 / 13:30 Uhr

SV Eichede: Marcel Gevert im ersten eigenen SVE-Podcast

SV Eichede: Marcel Gevert im ersten eigenen SVE-Podcast

Lisa Wittmaier
Lübecker Nachrichten
Marcel Gevert hütet seit 2 Jahren das Tor des Oberligisten.
Marcel Gevert hütet seit 2 Jahren das Tor des Oberligisten. © Agentur 54°
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Der 20-jährige Keeper hält sich mit Tennisspielen und Seilspringen fit. Seine Trainer verzweifeln an seinen Handschuhen und Schnürrsenkeln.

Der SV Eichede hat nun auch seinen eigenen Podcast um zumindest ein bisschen Fußball in die Wohnzimmer der Anhänger und Spieler während der Coronakrise zu bekommen. So war Keeper Marcel Gevert der erste Gast im SVE-Podcast und schlug in die gleiche Kerbe wie zur Zeit viele Fußballbegeisterte. "Corona nervt irgendwie. Alles ist auf Eis gelegt. Zu einen kann man selbst nicht spielen, zum anderen ist man auch sonst Fußballbegeistert und guckt im TV, aber auch das ist nicht mehr," sagt der junge Torwart der Eicheder.

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Arbeit pausiert teilweise auch

Damit spricht er derzeit wohl allen aus der Seele. Und was macht Gevert in der fußballfreien Zeit so? Arbeiten kann er jedenfalls auch nur eingeschränkt. Die vergangene Woche musste er zu Hause bleiben, wie es nächste Woche aussieht weiß er noch nicht. "Die Lehrlinge mussten zuletzt nicht arbeiten. Da schauen wir jetzt von Woche zu Woche und entscheiden wer arbeiten geht," sagt Gevert, der seine Ausbildung bei Elektrotechnik Möller in Eichede absolviert. Ansonsten nutzt er die Zeit, um sich wieder Dingen zu widmen, für die er sonst keine Zeit hat und natürlich um seinen individuellen Trainingseinheiten zu absolvieren.

Die Trainer des SV Eichede von 2008 bis heute

Der Beginn einer erfolgreichen SVE-Ära: Mecki Brunner holt nach seinem ersten Jahr beim SV Eichede im Mai 2009 die Verbandsliga-Meisterschaft. Rene Wasken (l.), Marian Draguhn, Lasse Drews,  Markus Venz und Malte Buchholz lassen ihn hochleben. Zur Galerie
Der Beginn einer erfolgreichen SVE-Ära: "Mecki" Brunner holt nach seinem ersten Jahr beim SV Eichede im Mai 2009 die Verbandsliga-Meisterschaft. Rene Wasken (l.), Marian Draguhn, Lasse Drews,  Markus Venz und Malte Buchholz lassen ihn hochleben. ©

Gevert spielt nun mehr Tennis

Damit der 20-Jährige fit bleibt, hat er von seinem Trainer Benjamin Lohse Übungen, wie zum Beispiel Seilspringen, Stabilisationsübungen und Kraftübungen an die Hand bekommen. Darüberhinaus geht er seinem Hobby Tennis spielen wieder mehr nach, dies ist unter den aktuellen Vorgaben zumindest noch erlaubt.

Neustart nach der Coronakrise

Den Rhythmus, den der SV Eichede gerade wieder hatte, nachdem sie das erste Spiel nach der Winterpause gewonnen hatten und eine gute Vorbereitung hatten, sieht Gevert als verloren an: "Es ist schade, weil wir eine Serie starten wollten und uns eine erfolgreiche Rückrunde vorgenommen hatten. Das ist nun alles weg und wir werden, wenn überhaupt wieder von vorne mit der Vorbereitung beginnen. Das ist von der Länge her jetzt schon wie die Sommerpause."

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Borussia Dortmund scoutet Gevert in Eichede

Mit nur einem kleinen Abstecher zu Borussia Dortmund (Januar - Juli 2015), die ihn ausgerechnet beim Turnier in Eichede gescoutet hatten, spielt Gevert seit 2008 als er vom SV Steinhorst gekommen war, für die Eicheder und erlebt dort einige Höhen und Tiefen. "Das bislang Schönste war die erfolgreiche Regionalligasaison mit den A-Junioren, während meine Kreuzbandverletzung nach der Rückkehr seine schwere Zeit war," erzählt der Torwart. Gevert kehrte nach der schweren Verletzung jedoch stärker den je zurück und schaffte direkt den Sprung von den Junioren zum Stammkeeper der Ligamannschaft, bei der er fast seit Beginn das Tor hütet. "Die Wertschätzung, die ich von den Trainer erhalte, ist wirklich schön und alles andere als selbstverständlich als so junger Torwart," weiß er zu schätzen.

Schwachpunkt: Schnürrsenkel und Handschuhe

Allerdings hadern all seine Torwarttrainer immer wieder mit seinen Schuhen und den Handschuhen, was sich Gevert selbst nur bedingt erklären kann. "Meine Fußballschuhe sind ständig auf und meine Trainer oder auch Gerrit Schubing im Spiel müssen mir die Schuhe binden. Genauso trage ich meine Torwarthandschuhe extrem lange. Das letzte Paar ging schon nicht mehr zu, weil der Klettverschluss kaputt war. Aber versprochen, ich habe schon nun weggeworfen," verspricht der Keeper.

Wer den ganzen Podcast von Marcel Gevert hören möchte klickt hier.

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