24. Juni 2020 / 21:22 Uhr

SV Eichede: Sascha Steinfeldt spricht im SVE-Podcast über seine Zeit bei Hansa Rostock und die Verbindung zu Heidenheims Keeper Kevin Müller

SV Eichede: Sascha Steinfeldt spricht im SVE-Podcast über seine Zeit bei Hansa Rostock und die Verbindung zu Heidenheims Keeper Kevin Müller

Lisa Wittmaier
Lübecker Nachrichten
Kapitän Sascha Steinfeldt (rechst) geht in die dritte Saison beim SV Eichede.
Kapitän Sascha Steinfeldt (rechst) geht in die dritte Saison beim SV Eichede. © Agentur 54°
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Der Kapitän der Stormarner spricht über seine Verletzungen und das Training unter Roland Kroos.

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Ligakapitän und G-Jugendtrainer Sascha Steinfeldt war im vierzehnten SVE-Podcast zu Gast bei Moderator Johannes Kramer. Er berichtete von seiner Zeit bei Hansa Rostock und gibt einen Ausblick auf seine Zukunftsplanung. Vor ihm waren schon Vincent Janelt, Marcel Gevert, Martin Steinbek, Jan Plate,Evgenij Bieche, U19-Spieler Leon Tonder, Urgestein Heino Keiper, Torwarttrainer Benjamin Loose,Nico Bremser,Niko Hasselbusch,Niclas Warsteit, Lars Konietzko und Torge Maltzahn zu Gast im Podcast.

Vereinspremiere als Kapitän

Seit 2018 spielt Sascha Steinfeldt für den SV Eichede und startete direkt mit einer Premiere bei den Stormarnern. Als Neuzugang war er der erste Spieler, der direkt zum Kapitän gewählt wurde. "Es war damals schon etwas besonderes. Ich war nach dem Umbruch aber einer der ältesten Spieler und wurde gefragt, ob ich mir das vorstellen kann," erzählt Steinfeldt. Allerdings endete die Saison für ihn aufgrund einer Schambeinentzündung schnell. Nach langer und unberechenbarer Verletzung kehrte er für zwei Spiele zum Saisonende zurück, ehe es in die Sommerpause ging. "Ich wollte vor Saisonende noch einmal probieren, ob es geht und wie mein Körper reagiert. So wusste ich, dass ich wieder voll belastbar bin," erklärt er sein kurzes Eingreifen in die Spielzeit.

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Steinfeldt trainierte unter Roland Kroos

Das Verletztungspech begleitete ihn oftmals mit schwereren Knieverletzung, wie einem Kreuzbandriss in seinem ersten Jahr beim VfB Lübeck. Die Zeit bei den Lübeckern endete schließlich auch damit, dass der Vertrag aufgrund seiner vielen Verletzungen und unklaren Verfassung nicht verlängert wurde. Anschließend zog es den gebürtigen Rostocker nach Dassendorf, wo er in drei Jahren drei Meisterschaften holte. Seine fußballerische Ausbildung genoss der zweifache Familienvater bei Hansa Rostock unter anderem unter den Fittichen von Roland Kroos, dem Vater von Toni Kroos. "Es gab damals monatelange Sichtungstrainings, bei denen ich mich präsentiert habe, sodass ich bei Hansa spielen durfte. Auf dem Sportgymnasium wurden wir viel für die Vormittagstrainingseinheiten freigestellt, sodass es sich gut vereinbaren ließ, " erzählt Steinfeldt. Auch die kritische Hürde von der C- in die B-Jugend meisterte er mit bravour. "Bei Hansa werden nach der C-Jugend viele aussortiert, da von zwei Mannschaft auf eine verringert wird. Ich habe es zum Glück geschafft und bin in die B-Jugend gekommen," berichtet er.

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Mit dem Bus der Profis nach Leverkusen

Ab der B-Jugend konnte der heutige Student auf Lehramt Erfahrung in der Junioren-Bundesliga sammeln und um die Deutsche Meisterschaft mitspielen. "Mit dem Bus der Profis, den wir uns manchmal leihen durften, nach Leverkusen zu fahren, war ein tolles Erlebnis. Die Busse sind ganz anders ausgestattet als ein normaler. Zudem wurden wir im Hotel der Bayerarena untergebracht - mit Blick ins Stadion," schwärmt er von der damaligen Zeit. Das Spiel endete zwar mit einem Sieg, da Werder Bremen aber per Last-Minute-Treffer auch gewann, blieb nur der zweite Platz. Während dieser Zeit trainerte Kross Steinfeldt, der noch heute begeistert von seinem Training ist und für sich einiges mitgenommen hat, was ihn heute inspiriert. "Es ist ein enorm guter Jugendtrainer. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht, " sagt der Linksfu, der heute selbst eine G-Jugend trainiert.

Heidenheims Kevin Müller gehörte zu seinen engsten Freunden

Unter anderem hat er in Rostock mit Heidenheims Keeper Kevin Müller zusammen gespielt, der zur Zeit mit dem Zweitligisten im Aufstiegskampf steckt. "Wir haben die halbe Jugend zusammen verbracht, waren in einer Klasse und haben zusammen Fußball gespielt. Später wurden dann die Babysachen ausgetauscht. Seitdem er nach Heidenheim gezogen ist, ist der Kontakt aber abgebrochen. Auch wenn ich durch ihn kein Heidenheim-Fan geworden bin, drücke ich ihm die Daumen und freue mich, dass er es soweit geschafft hat," sagte Steinfeldt über seinen alten Kumpel.

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"Mich holt man nicht mehr weg"

Sein heutiger Trainer Denny Skwierczynski, war schon zu seiner Zeit beim VfB Lübeck sein Coach und immer wieder Ansprechpartner, wenn es mögliche Wechsel ging. "Denny wollte mich auch mal zu Phönix Lübeck in die Landesliga holen. Allerdings war für mich nur die Oberliga im Blick. Es ist auf jeden Fall schön, dass wir in Eichede wieder zusammen gekommen sind," sagt Steinfeldt. Im Frühjahr verlängerte der 29-Jährige, der in Oldesoe wohnt, seinen Vertrag und kann sich vorstellen seine Laufbahn beim SV Eichede ausklingen zu lassen. "Ich fühle mich wohl und habe fussballisch meine Heimat hier gefunden. Man braucht auch keine Angst mehr haben, dass man mich wegholt, wie einen 20-Jährigen," scherzt er. Für die nächste Spielzeit erhofft sich der Defensivspieler, dass die Mannschaft oben mitspielt und effektiver Fußball spielt in der vergangenen Saison.

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