22. April 2020 / 20:16 Uhr

SV Eichede: Vincent Janelt spricht im SVE-Podcast über das "Brüderduell",  seine Trainerziele und schönsten Momente

SV Eichede: Vincent Janelt spricht im SVE-Podcast über das "Brüderduell",  seine Trainerziele und schönsten Momente

Lisa Wittmaier
Lübecker Nachrichten
Vincent Janelt engagiert sich als Spieler und Trainer im Verein.
Vincent Janelt engagiert sich als Spieler und Trainer im Verein. © Agentur 54°
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Nach zwei Vizetitel möchte er mit seinem Team endlich Meister werden. Zu einem Auslandseinsatz als Trainer möchte er in den nächsten 10 Jahren gerne kommen.

Im fünften SVE-Podcast war Vincent Janelt zu Gast bei Moderator Johannes Kramer. Dabei ging es wie bei seinen Vorgänger um die schönsten Momenten seiner Karriere, seine Ziele und Stärken. Zuvor standen schon Marcel Gevert, Martin Steinbek, Jan Plate und Evgenij Bieche Rede und Antwort.

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Janelt bekam nach Zusage doch kalte Füße

Bei den Stormarner ist Janelt für sein aufbrausendes Temperament, seine scharfen Freistöße und großes Engagement bekannt. Der 27-Jährige ist sowohl als Spieler für die U23, als auch als Trainer der U17 aktiv. Nach Stationen bei seinem Heimatverein Bargfelder SV, Hamburger SV, St. Pauli und Hagen Ahrensburg, wo er seit der A-Jugend spielte und seine ersten Erfahrungen im Herrenbereich sammelte, wechselte er 2014 zum SV Eichede. Janelt kam etwas später als gewünscht als Wunschspieler von Oliver Zapel zu den Stormarnern, bei denen er sich direkt in die Ligamannschaft spielte. "Olaf (d.Red. Gehrken) hatte schon im Winter gefragt. Allerdings hatte ich nach meiner Zusage kalte Füße bekommen, da ich meine Mannschaft im Abstiegskampf nicht im Stich lassen wollte, sodass ich doch erst im Sommer gewechselt bin," erzählt Janelt.

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Lust am Fußball ließ nach

Auf die Frage von Kramer wie es dazu kam, dass er vom HSV zu St. Pauli gewechselt ist und warum er dann wieder zurück nach Bargfelde gegangen ist, erklärte der gelernte Verteidiger "Damals sind mehrere Spieler aus der Mannschaft zu St. Pauli gegangen und es gab Unruhen beim HSV, sodass ich gewechselt bin. Aufgrund der Trennung meiner Eltern und dem Umzug meines Vaters in den Süden Deutschlands, habe ich etwas die Lust am Fußballspielen verloren."

Zapel verwundert über Janelts Ausstrahlung

Sein ehemaliger Trainer Zapel durfte im Podcast eine Gastfrage stellen, in der er etwas verwundet beobachtet hat, dass Janelt als Trainer deutlich anders agiert als auf dem Platz, wo er durchaus eine "eigenartige und emotionale Art" zeigt. Als Trainer strahlt er viel Besonnenheit und Ruhe aus. "Ich habe mir einiges von Olli abgeguckt. Ich schätze ihn sehr und habe ihn auch schon früher gerne um einen Rat gebeten. Er selbst ist ja auch ein spezieller Typ," antwortet Janelt.

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"Ich hatte ein DFB-Pokal-Spiel mehr als mein Bruder"

Seit seiner Übernahme der B-Junioren als Cheftrainer hat sich der heutige Offensivspieler mehr für das Trainerdarsein entschieden, weshalb er "nur noch" für die zweite Mannschaft spielt, obwohl er durchaus andere Möglichkeiten hätten. "Ich habe nie ein Problem gehabt auch in die unteren Klassen zu spielen. Die Erfahrungen, die ich machen durften waren schön und es war interessant zu sehen welche guten Strukturen teilweise bei den Regionalligateams herrschen," sagt Janelt. Der besonders stolz darauf ist, dass er damals gegen Kaiserslautern im DFB-Pokal spielen durfte. "Ich hatte damit damals ein DFB-Pokal-Spiel mehr als mein Bruder," sagt er schmunzelt. Die Rede ist dabei von seinem jüngerem Bruder Vitaly Janelt, der beim VfL Bochum und in der U21-Nationalmannschaft spielt obwohl er bis zu seinem sechstem Lebensjahr kein Fußball spielen wollte. Zu einem weiterem Highlight gehört für ihn das Aufstiegsspiel gegen den Bremer SV. "Die Stimmung im Stadion war überwältigend. So eine Stimmung habe ich sonst nie erlebt. Nach meiner Einwechselung bin ich im Sprint zum Freistoß gelaufen. Da war mein Puls schon bei 300," berichtet er.

Janelt feilt an seiner Kondition

6 Tage die Woche steht Janelt in der Regel auf dem Fußballplatz und pendelt zwischen dem Jugendtraining und seinem Eigenen. Die Spieltage versucht er immer auf einen Tag zu legen, damit noch ein wenige Zeit für Freundin und Familie ist. Während der Corona-Fußballpause, in der er viel arbeiten muss, hält sich der impulsive Kicker mit täglichen Laufeinheiten fit und verbringt mehr Zeit als gewöhnlich mit seiner Freundin. "Aufgrund der Laufeinheiten versuche ich meine konditionellen Schwächen derzeit etwas auszugleichen. Ich war nie der Schnellste, habe aber dafür ein gutes Auge für meine Mitspieler," sagte er von sich selbst.

Der begehrte Pokal im strahlenden Vatertags-Sonnenschein Zur Galerie
Der begehrte Pokal im strahlenden Vatertags-Sonnenschein ©

Ziel: Meistertitel mit den Junioren

Mittlerweile steht der 27-Jährige mit den Jungs auf dem Platz, die er selbst in der Jugend trainiert hat. "Es ist schon interessant zu sehen, was aus den Jungs wird und wie sie sich bei den Herren schlagen. Ich sage ihnen in der Jugend schon immer, dass es etwas ganz anderes ist," erzählt der engagierte Trainer. Nach Zwei Vizetiteln mit den B-Junioren hat er die Meisterschaft als klares Ziel vor Augen und hat dafür eine klares Vorgehen. "Ich will mit meinen Jungs grundsätzlich guten Fußball spielen und hoch verteidigen. Das ist meine Philiosophie. Genauso wie nach Niederlagen das Spiel zu analysieren, um es beim nächsten Mal besser zu machen."

Auslandeinsatz als Trainer steht auf der Wunschliste

"Mit 30 Jahren möchte ich gerne meine A-Lizenz haben. Dazu würde ich gerne bei anderen Vereien auch gerne im Ausland hospitieren. Aber das muss mit dem Beruf alles passen," erzählt Janelt, der noch in diesem Jahr die DFB Elite absolvieren möchte. Auf die Frage von seinem kleinen Bruder Vitaly wo er sich in 10 Jahren als Trainer sieht, sagte er ebenfalls, dass er gerne eine Regionalligamannschaft trainiert haben möchte.

Hier geht es zum Podcast.

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