06. September 2021 / 15:41 Uhr

SV Falkensee-Finkenkrug II überrumpelt Favorit aus Schenkenberg

SV Falkensee-Finkenkrug II überrumpelt Favorit aus Schenkenberg

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Kreisligist SV Falkensee-Finkenkrug II (in Weiß) behauptete sich auf dem heimischen Kunstrasen gegen den Favoriten aus Schenkenberg.
Kreisligist SV Falkensee-Finkenkrug II (in Weiß) behauptete sich auf dem heimischen Kunstrasen gegen den Favoriten aus Schenkenberg. © Steffen Knipping
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Kreispokal Havelland, 3. Runde: Favoritensiege in den Havelland-Derbys - auch Eintracht Falkensee, Berge und Friesack im Achtelfinale.

Sechs von neun Mannschaften aus dem Osthavelland, die am Sonntag in der 3. Runde des Kreispokals im Einsatz waren, schafften den Einzug in das Achtelfinale. Das ist eine sehr gute Quote, weil in zwei Derbys Teams aus der Region direkt aufeinander trafen. Für eine Überraschung sorgte dabei Kreisligist SV Falkensee-Finkenkrug II, der die Kreisoberliga-Spitzenmannschaft von Empor Schenkenberg aus dem Wettbewerb warf.

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Achtelfinal-Auslosung am Donnerstag

Das Achtelfinale wird am Donnerstag (9. September) ab 9 Uhr in den Räumen der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) in Potsdam ausgelost. Gespielt wird die Runde der besten 16 Mannschaften dann am Sonntag, dem 10. Oktober.

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SV Falkensee-Finkenkrug II – Empor Schenkenberg 4:2 (2:1). Tore: 1:0 Euent (1.), 1:1 Polei (19.), 2:1 Euent (36.), 2:2 F. Strehlau (47.), 3:2 Steinicke (76.), 4:2 Reinhardt (82.). Rot: Mahnke (84./Schenkenberg). Zuschauer: 15. Die Gastgeber gingen schon in der ersten Minute in Führung. Schenkenberg spielte vom Anstoß weg zurück zum Torwart, der einen unnötigen Zweikampf mit FF-Stürmer Chrisoph Euent verlor, was dieser zum 1:0 nutzte. „Das Tor war wie eine Befreiung für meine Spieler“, sagte der Falkenseer Trainer Dennis Hosang. So hatten die unterklassigen Gastgeber gegen ersatzgeschwächte Schenkenberger die erste Halbzeit unter Kontrolle. Nach dem Ausgleich belohnte sich die FF-Reserve mit der 2:1-Halbzeitführung wiederum durch Euent. Nach dem Wechsel hatte der Kreisligist dann zehn schlechte Minuten, in denen die Empor-Elf viel Druck machte und zum Ausgleich kam. „Dann habe ich unsere beiden gehandicapten Außenstürmer ausgewechselt und das Blatt hat sich wieder gewendet. Insgesamt eine starke Leistung meiner Mannschaft gegen einen Gegner, der ja keineswegs Laufkundschaft ist“, so FF-Coach Hosang. Mit zwei weiteren Toren versetzten die Gastgeber den Schenkenbergern den endgültigen K.o.

VfL Nauen gewinnt durch drei Standard-Tore

SV Dallgow 47 – VfL Nauen 1:3 (0:1). Tore: 0:1 Klimanski (39.), 0:2, 0:3 Bannies (62., 77.), 1:3 Boley (86.). Zuschauer: 250. Der Kreisoberliga-Spitzenreiter aus Dallgow und die Gäste aus der Landesklasse lieferten sich vor 250 Zuschauern ein Duell auf Augenhöhe. In Halbzeit eins bekam VfL-Keeper Leon Lutze mehr zu tun als ihm lieb war. Letztlich sollten Standardsituationen den Ausschlag zugunsten der höherklassigen Nauener geben. Kurz vor der Pause gingen die Gäste durch einen Freistoßtreffer von Moritz Klimanski in Führung. Jairo Perez war am Strafraum gefoult worden. Nach dem Wechsel erhöhten die Dallgower nochmal den Druck. Aber vor dem VfL-Tor agierten sie einfach zu ungenau. Mit zwei weiteren Standards entschieden die Nauener dann das Duell. Der eingewechselte Lukas Bannies traf jeweils nach Eckbällen zum 3:0 und damit zur Entscheidung. Dallgow blieb nur noch der Ehrentreffer von Steven Boley, der aber zu spät kam. .

Seeburger SV – Blau-Gelb Falkensee 1:3 (1:2). Tore: 1:0 (6) (15.), 1:1 Baur (17.), 1:2 Piontek (38.), 1:3 Baur (82.). Zuschauer: 50. Der gastgebende Kreisligist hielt gegen den vorjährigen Kreispokalsieger aus der Landesklasse vornehmlich in der ersten Halbzeit gut dagegen. Nach einer Standardsituation gingen die Seeburger nach einer Viertelstunde sogar in Führung. Nur zwei Minuten später nutzte Blau-Gelb Falkensee einen Fehler der Gastgeber im Aufbauspiel zum Ausgleich durch Benjamin Baur. Letztlich nutzten die höherklassigen Gäste ihre Chancen besser und hatten dann auch in der zweiten Halbzeit deutliche Vorteile. So ging ihr 3:1-Sieg am Ende auch in Ordnung. „Grundsätzlich war ich mit unserer Leistung sehr zufrieden. Fußballerisch haben wir gut mitgehalten“, meinte Seeburgs Trainer Mark Szafranski.

Viererpack von Berges Kapitän Kevin Lösch

FC Deetz – Eintracht Falkensee 0:4 (0:1). Tore: 0:1 Rosales (38.), 0:2 Jeschke (54.), 0:3 Viehbak (70.), 0:4 Kibbieß (81.). Zuschauer: 154. Eintracht-Trainer André Bittner zeigte sich nach dem Abpfiff der Begegnung beim Kreisoberligisten in Deetz sehr zufrieden. „Das war eine recht eindeutige Angelegenheit. Das haben wir gut gemacht, eigentlich hätten wir noch mehr Tore schießen müssen“, meinte der Coach der Landesklasse-Elf aus Falkensee. Bei den Gästen fehlten zwar gleich zehn Akteure, darunter eine ganze Reihe wichtiger Spieler. Aber seine Mannschaft hätte die Ausfälle gut kompensiert. „Meine Spieler haben den Kampf angenommen, viele Torchancen kreiert und sich für den Aufwand belohnt“, sagte Bittner. Carlos Obando Rosales hatte die Eintracht-Kicker in Hälfte eins in Führung gebracht. Patrick Jeschke, Mirco Viehbak und Jan Kibbieß erhöhten in der zweiten Hälfte das Ergebnis.


Borussia Brandenburg II – Germania 90 Berge 1:5 (1:1). Tore: 0:1 Raue (11.), 1:1 Boywitt (45.+1), 1:2, 1:3, 1:4, 1:5 Lösch (47., 57., 75., 77.). Gelb-Rot: Neubauer (85./Berge). Zuschauer: 50. Die Gäste aus der Kreisoberliga wurden ihrer Favoritenrolle insgesamt gerecht. „Es war am Ende ein Pflichtsieg für uns. Wir hätten noch höher gewinnen können, haben zum Beispiel auch einen Elfmeter verschossen“, sagte Germania-Trainer Daniel Kuhnt. Leon Raue hatte die Berger schon früh in Führung gebracht. Als die Gäste mit Gedanken schon in der Pause waren, nutzte die Borussia-Reserve die Unkonzentriertheit des Gegners zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit zeigte dann vor allem Berges Kapitän Kevin Lösch mit seinen vier Toren den Unterschied zwischen beiden Mannschaften auf.

Friesack tat sich in Stahnsdorf schwer

RSV Eintracht 1949 III – Eintracht Friesack 2:3 (1:1). Tore: 0:1 Krüger (23.), 1:1 Schier (30.), 2:1 Jäger (60.), 2:2 Wohlgethan (62.), 2:3 Drewetzki (86.). Zuschauer: 50. Beide Teams lieferten sich in Stahnsdorf einen echten Pokalfight, wobei sich die höherklassigen Gäste aus Friesack schwer taten. „Die Dritte vom RSV hat gut gespielt, ihr kam auch ihr Kunstrasenplatz entgegen. Unser Torwart hat uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten“, sagte Eintracht-Trainer Michael Hofmann. Seiner Mannschaft habe in der ersten Halbzeit noch etwas die Einstellung gefehlt, das habe sich nach dem Wechsel aber geändert. „Am Ende hatten wir auch die etwas bessere Kondition“, so der Friesack-Coach. Das Siegtor für die Gäste fiel in der 86. Minute nach einem 23-Meter-Freistoß von Marian Stolle, den der RSV-Keeper zu kurz abwehrte und Andreas Drewetzki abstaubte. „Es war ein klassisches Pokalspiel mit viel Einsatz auf beiden Seiten, in dem wir uns knapp und auch etwas glücklich, aber nicht unverdient durchgesetzt haben. Es hätte aber auch anders herum ausgehen können“, meinte Michael Hofmann, Trainer von Eintracht Friesack.

FSV 95 Ketzin/Falkenrehde – SV Ziesar 31 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Bathge (85.). Zuschauer: 100. Die in der Kreisliga spielenden „Falken“ boten dem Konkurrenten aus der Kreisoberliga über 90 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe. „Wir waren absolut gleichwertig. Ein Klassenunterschied war zu keinem Zeitpunkt zu sehen. Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Dieser Auftritt gibt uns Auftrieb für die weiteren Punktspiele“, sagte Florian Moock, Trainer der Elf aus Ketzin/Falkenrehde. Bei drei, vier Chancen hätten die Gastgeber durchaus in Führung gehen können. Auch in der Abwehr ließen die „Falken“ gegen den höherklassigen Konkurrenten nicht allzu viel zu. Als die Platzherren schon fast die Verlängerung erreicht hatten, machte Ziesar nach einer Ecke durch einen Kopfball von Fabian Bathge in der 85. Minute das Tor des Tages zum Weiterkommen.