27. September 2020 / 14:09 Uhr

Kartenfestival in der Schlussphase: SV Falkensee-Finkenkrug verpasst knapp einen Punkt

Kartenfestival in der Schlussphase: SV Falkensee-Finkenkrug verpasst knapp einen Punkt

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Falkenseer Amoako Mannah (l.) erzielte gegen Eberswalde erst sein drittes Saisontor und sah dann noch die Rote Karte.
Der Falkenseer Amoako Mannah (l.) erzielte gegen Eberswalde erst sein drittes Saisontor und sah dann noch die Rote Karte. © Oliver Schwandt/Archivbild
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Brandenburgliga: Preussen Eberswalde bringt Führung aus der ersten Halbzeit über die Zeit. Dreimal Rot in der Nachspielzeit

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Ein kämpferisches und spannendes Duell lieferten sich am Freitagabend in der Brandenburgliga die Kicker vom SV Falkensee-Finkenkrug und von Preussen Eberswalde, das nach vier Spieltagen überraschend mit an der Tabellenspitze stand. „Das Spiel hätte Falkensee nicht verlieren müssen“, lautete das Fazit des früheren FF-Spielers und Co-Trainers Andreas Schiemann nach dem letztlich unglücklichen 1:2 (0:2) aus Sicht der Gastgeberelf von Trainer Matthias Stuck. Am Ende gab wohl die erste Halbzeit den Ausschlag zu Gunsten der Gäste aus Eberswalde.

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Die Falkenseer begannen vor über 150 Zuschauern mit der gleichen Aufstellung wie in der Woche zuvor beim Auswärtssieg in Sachsenhausen. Die Gastgeber starteten auch die ersten Angriffe, agierten dabei aber im Abschluss zu kompliziert und nicht entschlossen genug. Die beste FF-Möglichkeit vergab Amoako Mannah, als er aus Nahdistanz an Preussen-Keeper Pawel Kosarziecki scheiterte. Eberswalde versuchte es zunächst mit guten Distanzschüssen, im dritten Versuch aus rund 25 Metern war Steven Zimmermann mit Links ins rechte untere Eck zum 0:1 erfolgreich (32.). Nur wenig später bekamen gleich mehrere Falkenseer Spieler und auch der Torwart die Situation nicht geklärt, was Ceif Ben-Abdallah zum 0:2 nutzte (35.). In den letzten Minuten der ersten Hälfte hatten die sichtlich geschockten Falkenseer Glück, das es bei diesem Ergebnis blieb.

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Nach dem Wechsel wurden die Gastgeber stärker und drängten mehr und mehr auf eine Resultatsverbesserung. Per Kopf traf Mannah nach Freistoßflanke von Erik Zerna von rechts zum 1:2 (58.). Christopher Schulze hätte gleich danach fast den Ausgleich erzielt. In der 66. Minute traf dann der Falkenseer Özkan Yilmaz nach einer Ecke per Kopf nur die Latte. Der Ausgleich lag in der Luft, die Gastgeber mussten aber bei Kontern der Eberswalder immer auf der Hut sein.

So verran die Zeit, ehe es in der Nachspielzeit nochmal hektisch wurde. FF-Torschütze Mannah wurde an der Mittellinie ziemlich rüde gefoult, ließ sich aber dazu hinreißen, seinen Gegenspieler umzustoßen. Es folge eine Rangelei zwischen Spielern beider Teams, wobei auf Falkenseer Seite Mannah Rot und der eingewechselte Daniel Mazar Gelb-Rot sahen, die Eberswalder aber nur zweimal Gelb erhielten.

FF-Trainer Matthias Stuck: "Zwei unnötige Gegentore“

Das Spiel war noch nicht fortgesetzt worden, da kam es zur nächsten Rangelei, wobei nun Gästeakteur Julian Baumgarten auch noch mit Rot vom Platz musste. Der Freistoß für die Falkenseer brachte nichts mehr ein, kurz danach pfiff Schiedsrichter Maximilian Bauer (Eichwalde) das Spiel dann ab.
Falkensees Trainer Matthias Stuck ärgerte sich nach dem Spiel vor allem über „die zwei unnötigen Gegentore“ in der ersten Halbzeit, sagte aber auch: „Wir haben in dieser Zeit selbst zu viel Einfluss auf die gegnerischen Aktionen genommen.“ Zum Kartenfestival des Schiedsrichters in der Nachspielzeit wollte er keinen Kommentar abgeben.

SV Falkensee-Finkenkrug: Süßmann – Crone, Holz, Bruns (ab 85. Buschke), Thümmler, Burchardi, Yilmaz, Bundschuh (ab 64. Mazar), Schulze, Zerna (ab 72. Prenz), Mannah. Trainer: Matthias Stuck. Co-Trainer: Lars Bendzmirowski, Daniel Philipp.