21. Mai 2019 / 14:41 Uhr

SV Flößberg und Thierbach teilen die Punkte

SV Flößberg und Thierbach teilen die Punkte

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Der Flößberger Norman Kluge (links) und Thierbachs Nico Völkel (Nr. 14) streben zum Ball. Nach 90 Minuten müssen sich beide Teams mit einem Zähler begnügen.
Der Flößberger Norman Kluge (links) und Thierbachs Nico Völkel (Nr. 14) streben zum Ball. Nach 90 Minuten müssen sich beide Teams mit einem Zähler begnügen. © Wolfgang Riedel
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Kreisliga A (Staffel West): Der Titelkampf zwischen Neukieritzsch und Kitzscher geht weiter, Polenz kann als Dritter aufsteigen.

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Muldental/Leipziger Land. Nach dem 23. Spieltag der Kreisliga-A-West steht mittlerweile endgültig fest, dass der Titelträger der Saison 2018/2019 entweder aus Neukirchen oder aus Kitzscher kommt. Tabellenführer Fortuna feierte mit dem 7:0-Erfolg in Brandis ein nicht für möglich gehaltenes Tore-Festival. Der FSV als einziger Verfolger behielt gegen Borna II/Eula mit 2:0 die Oberhand und liegt bei Punktgleichheit nunmehr elf Treffer hinter dem Spitzenreiter. Auf den Sprung in die Kreisoberliga haben allerdings sowohl die Rot-Weißen als auch die Schwarz-Gelben verzichtet. Eine Entscheidung der Vernunft oder Angst vor der eigenen Courage?

Dagegen würde der Rang-Dritte Polenz das Abenteuer wagen, müsste dafür jedoch die momentane Platzierung verteidigen. Was nach der überraschenden 0:2-Niederlage bei den in den vergangenen Wochen äußerst fleißig Zähler sammelnden Auligkern längst noch nicht sicher ist. Denn Kohren-Sahlis sitzt dem SCP nach dem 1:0-Sieg gegen Groitzsch mit nur zwei Punkten Rückstand im Nacken. Selbst hätten die Töpferstädter einen Aufstieg nur im Falle des inzwischen nicht mehr zu erreichenden ersten Platzes vollziehen wollen. Wobei Jens Bretschneider als Spielausschuss-Vorsitzender des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land darauf verweist, dass ohnehin nur ein Ja oder ein Nein zählt.

Im Abstiegskampf der Staffel haben neben Auligk auch Mölbis (gewinnt bei Bad Lausick II/Hainichen mit 4:2) und Thierbach (reißt bei Aufsteiger Flößberg ein 1:1-Unentschieden aus dem Feuer) ihr Punkte-Konto aufstocken können. Unterdessen schickte Frohburg II das Schlusslicht Machern mit einem 8:0 geschlagen nach Hause. In der Torschützenliste hat der Auligker Martin Gröbel mit 20 Treffern (+1) vor dem Neukirchener Tony Jacob (16/+3) und Robert Eck von Frohburgs zweiter Garnitur (15/+2) die Nase vorn. Noch ein schneller Blick über den Tellerrand. In der Ost-Staffel machen Klinga-Ammelshain und die zwei Zähler dahinter liegenden Gleisberger Meisterschaft und Aufstieg unter sich aus. Die Chancen von Lok Döbeln sind lediglich minimal.

FSV Brandis – Fortuna Neukirchen 0:7 (0:4). Die in der zweiten Halbserie weiterhin ungeschlagene Fortuna ließ am Dahlienweg zu keinem Zeitpunkt der Begegnung Zweifel aufkommen, wer den Raser als Sieger verlässt. Bereits nach einer reichlichen halben Stunde waren nach einem Doppelpack von Tony Jacob, einem von Marcel Stange verwandelten Strafstoß sowie einem Tor von Oliver Dähn die Messen gesungen. Nach dem Seitenwechsel erzielten Jacob und Stange ihren dritten beziehungsweise zweiten Treffer, bevor Mannschaftskamerad Marcus Hahn für das Endergebnis verantwortlich zeichnete.

Die Brandiser hatten sich eigentlich vorgenommen, den Favoriten zu ärgern. Der Plan ging gründlich schief, man erwischte einen rabenschwarzen Tag und hatte nur wenig entgegen zu setzen. Die Abwehr als sonstiges Prunkstück des FSV wirkte desolat, sie wurde von den spielstarken und spritzigen Gästen total durcheinander gewirbelt. Neukirchen war selbst überrascht, vom Gegner durch Fehlpässe dermaßen zum Toreschießen eingeladen zu werden. Gegen allerdings nie aufgebende Hausherren musste das Fortuna-Pferd nicht höher springen, als es unbedingt musste, dennoch wäre ein noch deutlicheres Resultat locker möglich gewesen.

Tore: 0:1 Jacob (10.), 0:2 Stange (19., Strafstoß), 0:3 Jacob (22.), 0:4 Dähn (36.), 0:5 Jacob (47.), 0:6 Stange (54.), 0:7 Hahn (59.)
Schiedsricher: Menger (FSV Machern) Zuschauer: 16

FSV Kitzscher – SG Borna II/Eula 2:0 (0:0). Es war eine etwas zähe Angelegenheit für den Gastgeber, bevor in diesem Revier-Derby der Gegner in die Knie gezwungen werden konnte. Denn der FSV hatte in den Anfangsminuten vornehmlich damit zu tun, den Spielfaden zu suchen. Als er gefunden war, nahm er das Heft des Handelns in die Hand und der Ball lief sicher durch die eigenen Reihen. Wobei mitunter die zündende Offensiv-Idee fehlte und auch die Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ. Dennoch war es nur eine Frage der Zeit, bis die vor allem von Patrick Petzold und dem sein Comeback gebenden Marcel Schlott angetriebenen Einheimischen den Bock umstießen.

Nach einer knappen Stunde beförderte Marcel Gahntz eine Eingabe von Eric Emsel aus drei Metern über die Torlinie und machte damit für sein Team den Erfolgsweg frei. Die Kitzscheraner blieben am Drücker, so dass Patrick Petzold nach einer Eingabe von Marcel Kroll den Deckel drauf machen konnte. Die junge Gäste-Truppe wehrte sich nach Kräften, hatte gegen die Routine des Platzbesitzers jedoch insgesamt gesehen nur wenig zu bestellen. Die Heim-Elf, bei der Keeper Marko Flade einen ruhigen Nachmittag verlebte, gewann vollauf verdient. Der Unparteiische Peter Aßmann hatte im Johannes-Oberscheven-Sportpark mit dem fairen Spiel keine Probleme.

Tore: 1:0 Gahntz (56.), 2:0 Petzold (83.)
Schiedsricher: Aßmann (TSV Großsteinberg)
Zuschauer: 50

SV Germania Auligk – SC Polenz 2:1 (0:1). Die Gäste aus dem Muldental waren auf dem Kleinprießligker Sportgelände zunächst feldüberlegen, ohne sich nennenswerte Tormöglichkeiten erspielen zu können. Nach einer Viertelstunde konnten sich die Hausherren etwas aus dem Klammergriff befreien und starteten eigene Offensivaktionen. Beim Querpass von Martin Etzold auf Maik Wermann konnten die Polenzern in höchster Not klärend eingreifen. Auf der anderen Seite nutzte Philip Fritsche ein schönes Zuspiel von Eric Tkaczyk zur Führung für den SC.

Wenig später scheiterte der Torschütze aber an Germanias Keeper Toni Kahnt, welcher zudem kurz vor der Halbzeit einen Foulelfmeter von Enrico Kitschke entschärfte. Zwischenzeitlich zwang Auligks Martin Gröbel den Polenzer Hüter Lars Lehmann zu einer Parade. Nach der Pause erarbeitete sich der Platzbesitzer deutlich größere Feldanteile und folglich auch mehr Chancen. Martin Gröbel und Pascal Bachmann fanden in Lehmann ihren Meister. Beim Durchbruch von Wermann nahm Alexander Till absichtlich die Hand zur Hilfe und kam ohne gelbe Karte davon. Den Gleichstand stellte dann Martin Gröbel per Kopf nach einem Eckball von Kevin Reiche her. Die Heim-Elf blies unverändert zur Attacke.

Als Lukas Kupfer nach Pass von Martin Gröbel unsanft gebremst wurde, wäre statt eines Freistoßes die Anwendung der Vorteils-Regel durchaus angebracht gewesen. Kurz darauf erzielte Mannschaftskapitän Etzold nach kluger Vorlage von Max Schob den viel umjubelten Auligker Siegtreffer. Ein ganz wichtiger Dreier für die Germanen mit der nötigen Portion Glück und einer starken Defensivleistung. Beim Gastgeber gab Falk Papmeyer nach seinen Achillessehnenriss zum Saisonauftakt sein Comeback.

Tore: 0:1 Fritsche (21.), 1:1 M. Gröbel (60.), 2:1 Etzold (73.)
Schiedsricher: Barufe (BSV Einheit Frohburg)
Zuschauer: 40

Weitere Spiele aus der Kreisliga A (Staffel West)

TSV Kohren-Sahlis – SV Groitzsch 1:0 (1:0). Es war ein unterhaltsamer und hochklassiger Auftritt beider Teams in der Sportstätte der Freundschaft. Die Schusterstädter entpuppten sich für den kämpferisch alles in die Waagschale werfenden Gastgeber als der erwartet schwere Gegner, der zu jeder Zeit Gefahr ausstrahlte. Wobei die aufmerksame TSV-Deckung die brenzligen Aktionen des Kontrahenten immer wieder rechtzeitig unterbinden konnten. Auf der anderen Seite vollstreckte Patrick Lasch Mitte der ersten Spielhälfte für die Einheimischen einen berechtigten Hand-Elfmeter, was sich letztlich als goldenes Tor erwies.

Auch die Gäste bekamen unmittelbar danach einen Strafstoß zugesprochen, den der heimische Schlussmann Tim Jahn jedoch an die Querlatte lenken konnte. Als bei seinen Vorderleuten mit zunehmenden Verlauf der Partie ein wenig die Kräfte schwanden, drängten die Groitzscher mit Vehemenz auf den Ausgleich. Welcher in einem fairen Duell unter souveräner Leitung des Schiedsrichter-Kollektivs um Heiko Dähnert aber nicht mehr gelang. Ein glücklicher und dennoch keineswegs unverdienter Erfolg für die Töpferstädter.

Tor: 1:0 Lasch (19. HE)
Schiedsrichter: Dähnert (ESV Lok Döbeln)
Zuschauer: 35

SV Flößberg – Thierbacher SV 1:1 (0:0). Wieder einmal blieb dem Neuling die Belohnung für eine beherzte Vorstellung verwehrt. Die Einheimischen konnten auf ihrer „Alm“ vor ordentlicher Kulisse sowohl spielerisch als auch kämpferisch überzeugen und kamen zu etlichen Torgelegenheiten (Kai Schumann, Falk Lange, Mario Kuhn, Norman Kluge, Andre Fischer). Bei der Verwertung haperte es allerdings gewaltig. Erst zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde der Bann gebrochen, als Kluge einen exakt geschlagenen Freistoß von Rico Bünsch clever ins Netz köpfte.

In der Folge wurde trotz weiterer Druckphasen der Ausbau des Vorsprungs verpasst, was sich rächen sollte. Denn als man in den Schlussminuten dem Tempo spürbar Tribut zollen misste, bekamen die beinahe wöchentlich neue Leute aus dem Hut zaubernden Thierbacher die zweite Luft. Mit Nikita Gette stellte dann kurz vor Ultimo einer von den jungen Nachrückern den Gleichstand her. Im Gegensatz zu den in dieser Situation ein wenig verschlafen wirkenden Flößberger war der Schütze hellwach und machte in einem zuweilen etwas hitzigen Match das Schlussresultat perfekt.

Tore: 1:0 Kluge (54.), 1:1 Gette (88.)
Schiedsrichter: Obenaus (Fortuna Neukirchen)
Zuschauer: 60

SG Bad Lausick II/Hainichen – SV Germania Mölbis 2:4 (1:1). Während die seit einiger Zeit um ihre Form ringende Spielgemeinschaft eine weitere Enttäuschung hinnehmen musste, konnten die Germanen ihren zuletzt gezeigten Aufwärtstrend bestätigen. Peter Thümer brachte die Gäste im benachbarten Hainichen in Führung, ehe Tom Creuzburg für die Hausherren den Ausgleich markierte. Der Treffer war aber nur ein Strohfeuer, denn nach dem Seitenwechsel schlugen die Mölbiser zurück. Der mitwirkende SV-Trainer Andre Wenauer brachte seine Farben erneut in Front und wechselte sich fünf Minuten danach aus.

Von draußen durfte er mit ansehen, wie sein Stürmer Veit Schröder die Führung ausbeute. Der Anschlusstreffer der SG durch Robin Peter brachte Germanias Auswärts-Dreier zwar noch einmal in Wanken, aber nicht mehr zum Einsturz. Denn Michael Röser stellte auf dem Frisch-Auf-Sportplatz im Schlussspurt wieder den alten Abstand und damit zugleich den Endstand in dieser Begegnung her. Der Gastgeber ging nach einer wenig später verhängten gelb-roten Karte in Unterzahl vom Rasen.

Tore: 0:1 Thümer (18.), 1:1 Creuzburg (36.), 1:2 Wenauer (48.), 1:3 Schröder (68.), 2:3 R. Peter (70.) 2:4 Röser (85.) Gelb-Rot: Bad Lausick II/Hainichen (89.)
Schiedsrichter: Pietrasik (SV Blau-Weiß Bennewitz)
Zuschauer: 30

BSV Einheit Frohburg II – FSV Machern 8:0 (5:0). Gegen die in der Rückrunde sieglosen und im Werner-Seelenbinder-Stadion obendrein nur zu zehnt auflaufenden Gartenstädter konnte sich die Einheit-Reserve voll auf die Offensive konzentrieren. So war es nicht einmal sonderlich verwunderlich, dass ein Kantersieg herausgeschossen werden konnte. Bereits in der Anfangsphase der Partie sorgte der BSV für klare Verhältnisse. Nico Brosio und der von der Ersten ausgeborgte Jona Anders zeigten den Gästen sofort, wo der Hammer hängt.

Unmittelbar vor der Halbzeit brach es dann über die Macherner herein. Innerhalb von zwei Minuten war durch den Treffer von Robert Eck sowie dem Doppelpack von Tom Gerstenberger alles gelaufen. Nur der Kabinengang verhinderte einen Hattrick von Gerstenberger, der kurz nach Wiederanpfiff das halbe Dutzend vollmachte. Ein Fallrückzieher von Tobias Brade und das zweite Tor von Eck machten das Schützenfest schließlich perfekt. Die Rennstädter ließen danach sogar noch Gnade vor Recht ergehen und ersparten dem Kontrahenten ein zweistelliges Ergebnis.

Tore: 1:0 Brosio (8.), 2:0 Anders (10.), 3:0 Eck (40.), 4:0, 5:0, 6:0 Gerstenberger (41., 42., 51.), 7:0 T. Brade (58.), 8:0 Eck (76.)
Schiedsrichter: Heinze (FSV Grün-Weiß Großbothen)
Zuschauer: 44

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