22. November 2021 / 14:00 Uhr

SV Fortuna St. Jürgen entscheidet Abstiegskracher gegen ATSV Stockelsdorf spät für sich

SV Fortuna St. Jürgen entscheidet Abstiegskracher gegen ATSV Stockelsdorf spät für sich

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Danny Scheel behielt in der 90. Minute die Nerven vom Punkt und verwandelte den entscheidenden Strafstoß zugunsten des SV Fortuna St. Jürgen.
Danny Scheel behielt in der 90. Minute die Nerven vom Punkt und verwandelte den entscheidenden Strafstoß zugunsten des SV Fortuna St. Jürgen. © SV Fortuna St. Jürgen
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Bis zur 86. Minute sah es noch nach einem knappen Heimsieg für den ATSV Stockelsdorf aus, doch dann schlug der SV Fortuna St. Jürgen noch zurück. Purer Elfmeterwahnsinn am Techauer Weg: Der TSV Pansdorf II besiegt den Tabellennachbarn vom Kronsforder SV. 

"Traurig, dass die Jungs sich für eine couragierte und gute Mannschaftsleistung wieder mal nicht belohnen können"

ATSV Stockelsdorf - SV Fortuna St. Jürgen 1:2

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Des Einen Freud, des Anderen Leid - besser lässt sich die Gefühlslage der Trainer nach diesem engen Spiel wohl nicht beschreiben. Nach einer langen Formkrise mit acht Spielen ohne Sieg konnte der SV Fortuna St. Jürgen den Abstiegskracher gegen den ATSV Stockelsdorf hauchzart für sich entscheiden. Im ersten Abschnitt erspielten sich beide Mannschaften kaum aussichtsreiche Torraumszenen, das Niveau war arg überschaubar. Nachdem Fortunas Paul Grewecke am leeren Tor vorbeischoss (56.) und auf der Gegenseite Fabian Hielscher nach einer Stunde die Latte und wenig später den Pfosten traf, brach er den Bann in der 70. Minute mit der ATSV-Führung. Doch im Team vom Kalkbrenner stimmte an diesem Tag eindeutig die Moral. Paul Grewecke erzielte nach 86 Minuten mit Saisontor Nummer Sieben das erhoffte 1:1. Kurz vor dem Abpfiff entschied Referee Felix Kreutzer nach einem Zweikampf im Stockelsdorfer Strafraum auf Elfmeter für Fortuna. Danny Scheel ließ sich nicht zweimal bitten und schoss Fortuna zum umjubelten Sieg, der mitten im Abstiegskampf natürlich eine hohe Bedeutung hat. In der Tabelle tauschen die beiden Teams die Plätze, so rückt Fortuna auf Platz Acht vor und Stodo ist jetzt Zehnter. Am 05. Dezember hat St. Jürgen mit dem Heimspiel gegen TuS Lübeck die Möglichkeit, sich weiter vom Keller abzusetzen und den Vorsprung auf den ATSV auf zunächst komfortable fünf Zähler zu vergrößern.

Tarek Hepp (Stockelsdorf): "Traurig, dass die Jungs sich für eine couragierte und gute Mannschaftsleistung wieder mal nicht belohnen können. Viel investiert, leider wieder viele Chancen liegen gelassen, trotzdem mit 1:0 in Führung gegangen. Dann eine Unachtsamkeit, die gleich zum Ausgleich führt und leider, nach dem äußerst fragwürdigem Elfer in Ahrensbök, nun wieder so ein äußerst fragwürdiger Strafstoß kurz vor Schluss. Glückwunsch an Fortuna und allen eine erholsame und gesunde Winterpause."


André Meese (Fortuna): "Die Jungs konnten sich nach einer intensiven Partie endlich wieder mit drei Punkten belohnen und zeigten erneut eine großartige Moral. In der ersten Halbzeit war es ein sehr zerfahrenes Spiel mit wenig Torchancen auf beiden Seiten. Nach der Halbzeit kam Stodo dann etwas besser aus der Kabine und ging nicht ganz unverdient in dieser Phase in Führung. Allerdings war dies das Signal für uns, nochmal alles reinzuhauen und jeder Einzelne hat eine klasse Mentalität gezeigt und sich durch diesen Rückstand nicht beirren lassen. Nachdem wir letzte Woche durch einen Elfmeter in der Schlussphase auf die Verliererstraße geraten sind, konnten wir dieses Mal durch einen solchen als Sieger vom Platz gehen, wobei sich der Gegner in der Entstehung des Elfmeters sehr ungeschickt angestellt hat im eigenen Strafraum. Wir wollen diesen positiven Schwung jetzt natürlich nochmal mit ins letzte Spiel des Jahres nehmen und nach einer schwierigen Phase mit vielen Verletzungen und Ausfällen einen guten Jahresabschluss erzielen. Stockelsdorf wünschen wir für deren Rückrunde selbstverständlich viel Erfolg."

TSV Pansdorf II macht nach Wiederbeginn alles klar

TSV Pansdorf II - Kronsforder SV 4:2

Die kleine Serie des Kronsforder SV von drei Spielen ohne Niederlage ist seit Samstag gerissen. Das Mittelfeld-Duell konnte die zweite Herren des TSV Pansdorf mit 4:2 für sich entscheiden. Dadurch steht man drei Punkte vor Kronsforde auf Platz Vier und hat gegenüber dem KSV zudem noch eine Partie in der Hinterhand. Fynn Facklamm schoss Pansdorf in der 23. Minute in Front. Facklamm war es auch, der in der 35. Minute einen aufgrund von Handspiels berechtigten Elfmeter zum 2:0 ins Netz bugsierte. Kurze Zeit später gab es auch auf der Gegenseite Elfmeter. Maurice Karro (39.) nutzte die Möglichkeit zum Anschluss. Doch nach einer Ecke, die Jannes Gregersen (51.) verwertete, war der alte Abstand wiederhergestellt. Die Strafstoß-Flut am Techauer Weg nahm kein Ende, Alexander Ketzel machte das 4:1 (59.) und sorgte somit zumindest für die Vorentscheidung. Karros 2:4 - schon sein 21. Saisontreffer - kam letztlich zu spät. Wenige Minuten später hielt TSV-Goalie Robin Buhla einen Elfer.

Hendrik Block (Pansdorf): "Ein richtig schöner Abschluss im Jahr 2021. Wir sind direkt gut in dem Spiel drin und gehen mit 2:0 in Führung. Leider nehmen wir diesen Vorsprung dann nicht mit in die Pause, da wir durch einen individuellen Fehler einen Elfmeter verursachen. Glücklicherweise kommen wir aber wieder stark aus der Halbzeit und können in der 51. und 59. Minute auf 4:1 erhöhen. Man hätte meinen können, dass es das dann gewesen sein muss, aber in der Schlussphase bekommen wir das 2:4 und sehr schnell danach bekommt Kronsforde erneut einen völlig berechtigten Elfmeter. Dieses Mal konnte unser starker Keeper den Ball halten und wir ersparten uns somit eine hektische Schlussphase. Glückwunsch an die Jungs, die seit Wochen ganz starke Leistungen zeigen. Leider war das auch unser letztes Spiel 2021. Sehr gerne hätten wir kommendes Wochenende unser Spiel gegen Ahrensbök wahrgenommen, aber auch das Nachholspiel wurde unter doch sehr interessanten Gründen abgesagt."

Patrick Hempel (Kronsforde): "In einem intensiven Spiel müssen wir uns am Ende schon verdient geschlagen geben, da Pansdorf den ein oder anderen Fehler weniger gemacht hat. Wir haben im letzten Spiel nochmal alles rausgehauen, von daher kein Vorwurf an unsere Jungs."

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Die besten Torschützen der Kreisliga Süd-Ost:

1.Maurice Karro (Kronsforder SV): 21
2. Sergen Tarim (Türkischer SV): 18
3. Danny Cornelius (MTV Ahrensbök): 13